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So kommt es zu Gichtknoten

Leserfrage: Was genau ­versteht man unter Gichtknoten?

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© nebari - Fotolia

Dr. Spitzbart antwortet:

Gichtknoten sind Folgeerscheinungen bei Menschen, die an Gicht erkrankt sind. Sie bilden sich an Gelenken, aber auch an Knorpeln und Sehnen, wenn im Blut gesteigerte Harnsäurewerte vorhanden sind.

Dann lagern sich Natrium-Urat-Kristalle ab und führen zu diesen Knoten.

Vermeiden können Sie sie, wenn Sie Ihre Harnsäurewerte niedrig halten. Das geschieht überwiegend durch eine ausgewogene Ernäh­rung, die purinarm ist.

Denn Purine werden im Körper zu Harnsäure abgebaut. Verzichten sollten Sie im Rahmen einer purinarmen Ernährung zum Beispiel auf Fleisch, aber auch auf Hülsenfrüchte und Alkohol.


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Übergewicht sollte ebenfalls verringert werden – es trägt bei Gicht zur Entstehung der Knoten, die auch als Tophi bezeichnet werden, bei.

Vorhandene Gichtknoten werden häufig medizinisch behandelt, zum Beispiel mit Mitteln, die die Bildung der Harnsäure verhindern oder ihre Ausscheidung über die Nieren erhöhen.

Vorsichtig müssen Sie aber sein, wenn Sie nicht nur unter Gicht leiden, sondern auch unter einer Niereninsuffizienz. Dann muss die Behandlung von Gichtknoten unter strenger ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Gicht: Zu viel Harnsäure schädigt Ihre Gelenke

Gicht ist eine Folge erhöhter Harnsäurewerte im Blut. Experten gehen davon aus, dass etwa 10 Prozent der Bundesbürger einen erhöhten Harnsäurespiegel haben.

Nicht alle wissen davon. Oft macht sich als erstes ein Gichtanfall bemerkbar – etwa nach einer ausgiebigen Fleischmahlzeit mit dem einen oder anderen Bier dazu.

Harnsäure entsteht im Körper durch den Abbau von Purinen, die sowohl in pflanzlicher als auch in tierischer Nahrung vorkommen. Ihr Körper selbst bildet ebenfalls Purine. Diese sind ein Bestandteil aller Zellen, vor allem der Zellkerne.

Normalerweise wird die aus ihnen entstehende Harnsäure über die Nieren ausgeschieden. Ist diese Ausscheidungsmöglichkeit aber gestört oder befindet sich zu viel Harnsäure im Blut, bleibt sie im Körper und lagert sich an verschiedenen Stellen als kristallförmiger Rückstand an: vor allem in den Gelenkkapseln, aber auch in der Haut und anderen Körpergeweben.


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Es bilden sich so genannte Harnsäurepools.

Damit droht ein Gichtanfall. Bei 60 Prozent ist zunächst das Großzehengrundgelenk betroffen. Es kommt zu Schwellungen und Hautrötungen an den Gelenken, zusätzlich können Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen auftreten. Die Gelenkumgebung ist heiß und schmerzt insbesondere bei Druck.

Gichtanfälle stellen sich meist nachts ein, häufig mehrere Nächte nacheinander. Ein akuter Gichtanfall wird häufig durch Trink- und Essexzesse ausgelöst, kann aber ebenfalls durch Fasten, Stress und die Einnahme von Diuretika hervorgerufen werden.

Gicht als Thema in einer Zeitschrift

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Ein akuter Gichtanfall kann einige Tage dauern, bevor er wieder abklingt.

Symptome eines akuten Gichtanfalls

  • Schmerzen im betroffenen Gelenk, die durch Harnsäurekristalle entstehen – meist ist das Grundgelenk eines Zehen betroffen, gelegentlich auch das Knie- oder ein Sprunggelenk
  • das Gelenk schwillt innerhalb von kurzer Zeit akut stark an, ist warm, gerötet und zeigt eine glänzende Haut
  • das entzündete Gelenk ist extrem berührungsempfindlich, der Schmerz wird immer schlimmer
  • das Gelenk kann nicht mehr bewegt werden
  • Sie bekommen Fieber und fühlen sich krank