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Darmkrebs: 3 Typen von Polypen

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Auch große Probleme fangen klein an. Dieses Sprichwort trifft insbesondere auf die kleinen Gewächse (Polypen) zu, die sich in den Schleimhäuten von Dick- oder Enddarm bilden. Dickdarmpolypen fangen klein an und verursachen in der Regel keine Symptome.

In einigen Fällen bleiben sie klein und die Betroffenen verspüren keine bedeutenden Probleme. In anderen Fällen können sie im Verlauf der Zeit wachsen und zu Dick- oder Enddarmkrebs entarten. Die frühzeitige Erkennung beispielsweise im Rahmen eines Screeningtests bei Ihrem Arzt ist daher entscheidend.

Die Schleimhaut im Dick- und Enddarm ist normalerweise frei von Wucherungen oder Behinderungen, sodass der verdaute Nahrungsbrei ungehindert passiert. Jedoch bilden sich bei einigen Menschen Polypen. Das sind kleine Gewächse, die von der Darmschleimhaut ausgehend in den Darmkanal hineinwachsen, durch den der Körper die unverdaulichen Nahrungsreste transportiert.

Polypen sind entweder flach und ausgedehnt mit einer breiten Basis (sessile oder festgewachsene Polypen) oder sehen aus wie herunter hängende Tropfen (gestielte Polypen).

Darmpolypen Arten
Der Darm kann in einigen Fällen verschiedene Polypen ausbilden, die sich in ihrer Art und Häufigkeit unterscheiden – in jedem Fall muss ein solcher Vorfall ärztlich abgeklärt werden. © Adobe Stock - Alex

3 verschiedene Darmpolypen

Grundsätzlich werden die Polypen bei Erwachsenen wie folgt eingeteilt:

  • Hyperplastischer Polyp: Das ist der meist verbreitete Polypentyp. Im Allgemeinen sind hyperplastische Polypen klein – weniger als 0,6 cm im Durchmesser – und stellen kein Gesundheitsrisiko dar. Wenn sie allerdings größer als 1,3 cm im Durchmesser werden, sollten sie entfernt werden, um durch weitere Untersuchungen sicherzustellen, dass sie weder bösartig sind noch sich in einem Darmkrebsvorstadium befinden.
  • Adenomatöser Polyp: Auch diese Art von Polyp ist weit verbreitet und kommt mit zunehmendem Alter häufiger vor. Bei mikroskopischer Betrachtung lassen sich 3 Arten von adenomatösen Polypen unterscheiden. Es sind dies die tubulären röhrenförmigen, villösen zottigen und tubulovillösen Adenome.Am häufigsten treten tubuläre Adenome auf. Sie sind generell kleiner als die weniger verbreiteten villösen Adenome. Von den oft größeren villösen Adenomen haben mehr als die Hälfte einen Durchmesser von 2,5 cm. Die tubulovillösen Adenome tragen sowohl charakteristische Eigenschaften der tubulären als auch der villösen Adenome.

    Adenomatöse Polypen können bösartig werden. Dieses Potenzial nimmt normalerweise mit zunehmender Größe des Polypen zu. Auch vermehrt auftretende villöse Eigenschaften erhöhen das Risiko einer Darmkrebs Erkrankung.

  • Entzündlicher Polyp: Dieser Typ wird auch Pseudopolyp genannt. Man nimmt an, dass er nach Verletzung und Entzündung der Darmschleimhaut entsteht, beispielsweise nach einer geschwürigen Colitis (Darmschleimhautentzündung). Polypen diesen Typs sind nicht sehr häufig und meist nicht so bedeutend für das Darmkrebs-Risiko wie die anderen Polypenarten.

Darmkrebs: Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig

In Deutschland erkranken jährlich etwa 65.000 Menschen an Darmkrebs. Über 26.000 sterben jedes Jahr an den Folgen eines Dickdarmtumors. Damit stellt Darmkrebs die zweithäufigstekrebsbedingte Todesursache in Deutschland dar. Man kann die Erkrankung durch Entfernen gefährlicher Darmpolypen verhindern und im Frühstadium wirksam behandeln. Doch die wenigsten Menschen nehmen am Vorsorge-Programm der gesetzlichen Krankenkassen teil.

Nachlässigkeit im Hinblick auf die Krebsvorsorge kann tödlich sein!“ So warnen Experten der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Die DGVS rät dazu, Angebote zur Früherkennung wahrzunehmen.

Gefahr erkannt – Gefahr gebannt!

Darmkrebs entsteht nicht über Nacht. Er entwickelt sich aus Polypen, die jahrelang vorher im Körper vorhanden waren. Irgendwann entarten die Polypen und der Krebs entsteht. Anhand einer Darmspiegelung erkennt man diese Polypen sicher und trägt sie in gleicher Sitzung ab.

Das Lebenszeitrisiko für Darmkrebs liegt bei etwa 5 Produkt. Anders ausgedrückt: Jeder Zwanzigste bekommt im Laufe seines Lebens Darmkrebs. Zu berücksichtigen ist hier zudem dasgenetische Risiko: Wenn ein Verwandter ersten Grades an Krebs erkrankt, verdoppelt sich das Risiko auf 10 Prozent. Bei richtig durchgeführter Prävention wären nahezu alle Fälle zu vermeiden.

Polypen und Darmkrebs – potenzielle Risikofaktoren

Bei einigen Menschen verursacht eine vererbbare Erkrankung die Polypen, die familiäre adenomatöse Polyposis (FAP). Diese Störung zeichnet sich dadurch aus, dass im gesamten Verlauf des Dickdarms zahlreiche (100 oder zuweilen 1.000 und mehr) Polypen auftreten.

Menschen mit dieser Erbkrankheit erkranken bis zu einem Alter von 40 Jahren zu fast 100 Prozent an Dick- oder Enddarmkrebs. Um die Entstehung von Krebs in solchen Fällen zu verhindern, empfehlen einige Ärzte eine Entfernung des gesamten Dickdarms. Insgesamt scheint eine Reihe von Faktoren das Risiko für Dickdarmpolypen zu erhöhen.

Dazu gehören:

  • familiäre Vorgeschichte von Dick- und Enddarmkrebs oder Polypen
  • persönliche Krankenvorgeschichte bezüglich Polypen oder entzündlicher Darmerkrankungen
  • Rauchen (auch zu einem früheren Zeitpunkt)
  • zwei oder mehr alkoholische Getränke pro Tag
  • Ernährung mit einem hohen Anteil an tierischem Fett
  • Übergewicht oder Fettleibigkeit

Die Ergebnisse einiger Studien zeigen, dass folgende Faktoren das Risiko für Dickdarmpolypen reduzieren:

  • Verzicht auf Rauchen
  • Einschränkung des Alkoholkonsums
  • regelmäßiger Sport
  • Einnahme von Kalzium-Nahrungsergänzungspräparaten
  • Einnahme von ASS (Acetylsalicylsäure, z. B. Aspirin®) oder ähnlichen anti-entzündlichen Medikamenten

Erhöhtes Risiko in höherem Alter

Ab dem Alter von 50 Jahren steigt das Darmkrebs-Risiko rapide an. Gegenüber einem 40-Jährigen weist ein 50-jähriger Mann ein um das Vierfache erhöhtes Risiko auf, in den folgenden zehn Jahren an Darmkrebs zu erkranken. Bei einem 70-Jährigen erhöht sich das Risiko um den Faktor 18. Obwohl Frauen seltener an Darmkrebs erkranken, nimmt die Bedrohung mit dem Alter zu.

„Das wirksamste Mittel gegen eine Darmkrebs-Erkrankung stellt die Früherkennung dar.“ Dies betont Professor Peter R. Galle, Direktor der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik am Universitätsklinikum Mainz. „Mit der Darmspiegelung steht uns ein hochwirksames Instrument zur Verfügung, um Darmpolypen zu finden und entfernen, bevor sie zu einem bösartigen Tumor entarten.

Darüber hinaus gibt der Okkultbluttest einen Hinweis auf Darmkrebs oder seine Vorstufen“, so der Pressesprecher der DGVS. „Jeder Mensch mit einem Anspruch auf die Früherkennungsuntersuchung sollte diesen geltend machen!“

Verschiedene Möglichkeiten der Vorsorge

  • Test auf okkultes (verstecktes) Blut im Stuhl: Für Menschen zwischen 50 und 55 Jahren übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland die Kosten für einen jährlichen Stuhltest. Bei diesem Okkultbluttest untersuchen die Mediziner den Stuhl im Labor auf Blut. Im Falle eines Blutnachweises veranlasst der Arzt eine Darmspiegelung.
  • flexible Sigmoidoskopie: Bei dieser Untersuchung benutzt Ihr Arzt ein langes, schlankes faseroptisches Schlauchsystem, um Bilder Ihres Enddarms (Rektum) und der letzten 60 cm Ihres Dickdarms (S-Schleife oder Sigmoid) zu gewinnen. Nahezu die Hälfte der Dick- und Enddarmkrebsformen diagnostiziert man in diesem Darmabschnitt. Diese Untersuchung dauert in der Regel wenige Minuten.
  • Koloskopie: Bei dieser Methode verwendet man ein ähnliches Gerät wie das flexible Sigmoidoskop, allerdings ist das Kolonoskop länger. Damit gewinnt Ihr Arzt ein Bild des Dick- und Enddarms in seiner gesamten Ausdehnung. Die Koloskopie liefert den verlässlichsten Nachweis für Dickdarmpolypen und für Dick- und Enddarmkrebs. Sie dauert etwa eine halbe Stunde. Die Patienten bekommen bei der oft als unangenehm empfundenen Untersuchung vor der Untersuchung ein leichtes Beruhigungsmittel.
Darmpolypen bösartig
Bei Verdacht auf Darmpolypen und als regelmäßige Vorsorgeuntersuchung ist die Koloskopie ein wichtiger Aspekt, um der Entstehung eines Darmkrebs frühzeitig zu entgegnen. © Adobe Stock - RRF

Menschen ab 55 Jahren können eine Darmspiegelung vornehmen und diese nach zehn Jahren wiederholen.

Während der Darmspiegelung führt der Arzt zangen- oder schlingenförmige Instrumente über das Endoskop ein. Im Falle von Auffälligkeiten entnimmt er Gewebeproben und entfernt Darmpolypen.

Tumorzellen im Darmpolyp

Wenn Ihr Arzt bei einer Koloskopie einen Polypen findet, wird er ihn in der Regel direkt entfernen. Dazu muss er einen dünnen Draht durch einen Kanal im Kolonoskop schieben, die Schlinge um den Polypen legen und ihn abtrennen. Sowohl sessile als auch gestielte Polypen können so entfernt werden.

Danach kann der Polyp unter dem Mikroskop näher untersucht werden, um eine exakte Zuordnung treffen zu können. Polypen sind weitaus häufiger gutartig (benigne) als bösartig (maligne). Bei gutartigen Polypen wird Ihr Arzt Ihnen regelmäßige Dickdarmuntersuchungen empfehlen, um neu entstandene Polypen frühzeitig aufzudecken und zu entfernen.

Wenn ein Polyp nur wenige mikroskopisch kleine entartete Krebszellen enthält, kann schon mit seiner Entfernung bei einer Koloskopie der Krebs erfolgreich behandelt werden. Wenn Ihr Arzt Bedenken hat, ob der Krebs vollständig entfernt werden konnte oder über den Polypen hinaus gestreut hat , wird er zur weiteren Behandlung eine Operation vorschlagen.

Darmkrebs-Behandlung

Bestätigt sich bei den ärztlichen Untersuchungen der Krebsverdacht, erfolgt notwendigerweise eine Operation. Bei einer solchen Operation entfernt man den Bereich um den Tumor mit den Lymphknoten. Viele Patienten haben Angst, dass sie danach einen künstlichen Darmausgang benötigen. Das ist aber fast nie der Fall. 99 Prozent der Operierten brauchen ihn nicht.

In den meisten Fällen bleibt die Operation die einzige Behandlung, die Sie als Patient über sich ergehen lassen müssen. Eine Chemotherapie ist fast nie nötig. Darmtumore reagieren nicht auf das verwendete Zellgift.

Lediglich bei Mastdarmkrebs erfolgt zusätzlich eine Bestrahlung. Erkennt man die Tumore früh genug, liegen die Heilungschancen bei bis zu 50 Prozent bei einem zusätzlichen Befall der Lymphknoten. Sind diese frei von Krebs, betragen die Heilungschancen 60 bis 80 Prozent, je nach Tumoralter und -größe.

Untersuchungen zur Darmkrebs-Vorsorge

Zusammengefasst gehören folgende Untersuchungen zur Darmkrebs-Vorsorge:

Das zahlt Ihre Kasse ab dem 45. Lebensjahr:

  • Test auf verstecktes Blut im Stuhl (Okkultbluttest)
  • Tastuntersuchung des Enddarms

Das zahlt Ihre Kasse ab dem 56. Lebensjahr

  • Darmspiegelung

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Bluttest erleichtert Früherkennung

In Gemeinschaftsarbeit entwickelten amerikanische und deutsche Forscher einen neuartigen Test, der die Stuhlanalyse und die Darmspiegelung als Früherkennnungsmaßnahme gegen Darmkrebs ersetzt. Der Bluttest reagiert auf veränderte Zellteilchen, die vom Tumor aus ins Blut gelangen.

Diese Zellteilchen weist man nach bisherigem Kenntnisstand bei mehr als 60 Prozent der an Darmkrebs im Frühstadium erkrankten Menschen nach.


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Damit ist der Bluttest nicht ganz so sicher wie Stuhlprobe und Darmspiegelung. Er stellt jedoch für „Vorsorgemuffel“ eine Erleichterung dar. Die Hoffnung der Forscher ist, dass sich ein weiterentwickelter Test zur Früherkennung anderer Krebsarten einsetzen lässt.

Geringe Teilnahme an Präventionsuntersuchungen

Wie aktuelle Daten des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) zeigen, nehmen nur wenige Menschen das Angebot zur Vorsorge wahr. Das Erschreckende: Rund die Hälfte stirbt an dieser Krankheit, obwohl es nicht nötig wäre.

Im Jahr 2008 nahmen insgesamt 15,5 Prozent der Versicherten im Alter zwischen 50 und 74 Jahren einen Okkultbluttest in Anspruch. Nur 2,4 Prozent der 55- bis 74-Jährigen nahmen an einer Darmspiegelung teil. Wie die Daten zeigen, scheuen vor allem Männer den Gang zum Arzt.

Gründe sind oft Unkenntnis, falsche Scham oder die Angst, einen Krebs zu entdecken. Aber sogar dann besteht eine Heilungschance von über 90 Prozent, wenn der Krebs auf die Polypen beschränkt ist.

„Die Vorbereitung zu den Untersuchungen kann unangenehm sein“, räumt Galle ein. „Doch jeder sollte sich vor Augen halten, welche Qualen ihm durch eine vereitelte Darmkrebserkrankung erspart bleiben.“

Menschen mit erhöhtem Darmkrebsrisiko (z.B. bei familiären Häufungen der Erkrankung) sollen sich ab einem Alter von 40 oder 45 Jahren regelmäßig durchchecken, empfiehlt Galle.

Am Vortag der Untersuchung dürfen Sie nichts essen und Sie trinken am Tag der Untersuchung die „Lavage“. Das bezeichnet eine spezielle Flüssigkeit, die abführend wirkt und den Darm reinigt.

Einfache Mittel zur Bekämpfung und Vorbeugung

Vorbeugende Lebensmittel

Äpfel, Brokkoli, Sellerie und Zwiebeln eignen sich nach Erkenntnis des britischen Instituts für Ernährungsforschung in Norwich am besten zur Vorbeugung gegen Darmkrebs. Vor allen Dingen das Flavonoid Quercetin in Äpfeln und Zwiebeln blockiert die COX-2-Enzyme.

Die Enzyme ermöglichen sonst den Krebszellen das Überleben in den Darmwänden. Dies erläuterte der leitende Wissenschaftler Dr. Ian Johnson im Juli 2004 dem britischen Fernsehsender BBC.

Der Pflanzenstoff Apigenin kommt in Petersilie, Artischocken, Basilikum und Sellerie vor. Nach den Forschungen „schärft“ eine unidentifizierte Substanz in Brokkoli und anderen Kohlsorten diesen und greift beschädigte oder erkrankte Schleimhautzellen des Darms an.

Beherzigen Sie die alte Weisheit von dem Apfel, der den Doktor fern hält: Essen Sie jeden Tag einen Apfel. Von den genannten Gemüsesorten sollten Sie mindestens zwei Portionen pro Woche zu sich nehmen.

Milch kann vor Darmkrebs schützen

Ein Glas Milch soll ausreichen, um Sie vor einer Darmkrebs-Erkrankung zu retten. Das berichten Forscher von der Harvard Universität in Boston. Sie analysierten die Ergebnisse von zehn Studien, die die Daten von einer halben Million Menschen erfassten, von denen 5.000 an Darmkrebs erkrankten.

Die Annahme, dass eine kalziumreiche Ernährung der Entstehung von Darmkrebs entgegenwirkt, bestätigten sie vorher bereits im Tierversuch. Mit der Analyse gelang das auch für den Menschen.

Die tägliche Aufnahme von 1.000 mg Kalzium senkt das Risiko bei Frauen um 15 Prozent, bei Männern um 10 Prozent. Für Käse und Joghurt wiesen sie dies nicht nach. Der Genuss von einem Glas Milch pro Tag ließ die Wahrscheinlichkeit für eine Krebserkrankung um 15 Prozent sinken. Wichtig ist aber, dass der Milchkonsum in eine abwechslungsreiche und ausgewogene Kost eingebettet ist.

Bestätigte Wirkung von Probiotika bei Darmkrebs

Eine der Studien zur positiven Beeinflussung von Darmkrebsbehandlung durch Probiotika ist abgeschlossen. Das Ergebnis ist überaus positiv: Wissenschaftler der Universität Osaka in Japan behandelten 190 Darmkrebs-Patienten zwei Jahre lang mit einem Probiotikum (1010 Keime des Bakteriums Lactobazillus täglich).

Eine gleich große Kontrollgruppe erhielt ein Scheinpräparat (Placebo). In der Probiotika-Gruppe fiel die Wahrscheinlichkeit für das Wiederaufflackern des Krebses um 35 Prozent niedriger aus als in der Kontrollgruppe.

Wie das International Journal of Cancer im Dezember 2005 schrieb, verhindern die Bakterien laut Forschern DNA-Schäden in der Darmschleimhaut. Wenn Sie an Darmkrebs erkrankt sind, sollten Sie diese Studie mit Ihrem Arzt besprechen und über die Einnahme von Probiotika ernsthaft nachdenken.

Kaugummi fördert die Genesung

Die Therapie wirkt auf den ersten Blick seltsam: Wenn Sie nach einer Darmoperation kräftig zuckerfreien Kaugummi kauen, genesen Sie schneller und verlassen das Krankenhaus zwei Tage früher als ohne diese „Therapie“. Das fanden amerikanische Forscher in Santa Barbara/USA heraus.

Sie untersuchten 34 Patienten, denen man einen Teil des Dickdarms (Sigmoid) entfernte. Die Hälfte der Patienten kaute nach der Operation dreimal täglich einen zuckerfreien Kaugummi, die andere Hälfte nicht.

Die 17 Patienten der Kaugummigruppe verließen das Krankenhaus im Durchschnitt nach rund vier Tagen, zwei Tage eher als die Kontrollgruppe. Die Forscher nehmen an, dass das Kaugummikauen die Ausschüttung heilungsfördernder Hormone im Magen-Darm-Trakt anregt. Dies berichtete die Fachzeitschrift Archives of Surgery im Februar 2006.

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