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Prießnitzwickel & Co. anstatt Antibiotika bei einer Mandelentzündung

Eine akute Mandelentzündung ist eine plötzlich einsetzende Entzündung der Gaumenmandeln. Wenn Ihre Mandeln (Tonsillen) mit der Abwehr von Krankheitskeimen überfordert sind, entzünden sie sich. Dann machen Ihnen starke Halsschmerzen, Ohrenschmerzen, Schluckbeschwerden, Fieber, Mattigkeit und gelegentlich sogar Gelenkbeschwerden zu schaffen.

Eine Angina tonsillaris ist mit einem starken Krankheitsgefühl verbunden. Vor einigen Jahren noch war diese Infektion besonders gefürchtet, da sie Folgeerkrankungen an Herz und Nieren nach sich ziehen kann. Heute sind solche Komplikationen aufgrund der verbesserten Behandlung eher selten.

Frau mit Halsschmerzen© Photographee.eu - Fotolia

Typische Symptome einer Mandelentzündung

  • Schluckbeschwerden
  • Halsschmerzen, die in den Kieferwinkel ausstrahlen
  • kloßige Sprache ohne Heiserkeit
  • Fieber über 38 °C
  • allgemeines Krankheitsgefühl

Die Mandeln selbst sind dabei gerötet und geschwollen, wodurch die Schmerzen beim Schlucken entstehen. Eventuell zeigen sich auch eitrige Stippchen auf der Mandeloberfläche.


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Warum sich Ihre Mandeln entzünden

Als Tonsillen werden die Gaumenmandeln rechts und links der Zunge bezeichnet. Wie alle Mandeln bestehen sie aus einem besonderen Gewebe, das viele weiße Blutkörperchen enthält. Sie bilden mit den Rachenmandeln im Nasenrachenraum, den Mandeln unter der Zunge und kleineren Ansammlungen von Abwehrgewebe den lymphatischen Rachenring. Seine Aufgabe ist es, alles zu kontrollieren, was beim Atmen, Essen und Trinken durch Ihren Mund und Ihre Nase hereinkommt.

Wenn die Abwehrfunktion der Mandeln überlastet ist, können sich Viren oder Bakterien in den Grübchen der Mandeln ansiedeln und eine heftige Entzündung auslösen. Der Begriff „Angina“ bedeutet wörtlich „Enge im Hals“. Dieses Gefühl tritt auf, wenn die Gaumenmandeln anschwellen. Hinzu kommen meist ebenfalls angeschwollene Lymphknoten im Hals und am Unterkiefer, die ebenfalls mit Schmerzen verbunden sind.

Häufig sind Bakterien im Spiel

Die Mandelentzündung wird häufig als Kinderkrankheit bezeichnet. Doch sie ist auch im Erwachsenenalter nicht selten. Meistens steht am Anfang eine Infektion mit Viren, die infolge eines grippalen Infekts auftritt. Oft folgt danach jedoch eine bakterielle Superinfektion. Hier sind die Symptome Fieber, Ausschlag hauptsächlich an den Leisten und Achseln sowie eine Himbeerzunge vorrangig. Diese Angina kennen Sie wahrscheinlich eher unter dem Namen Scharlach.

Eine besondere Form der Mandelentzündung ist das Pfeiffersche Drüsenfieber, das durch den Eppstein-Barr-Virus verursacht wird. Eine weitere spezielle Form der Virus-Angina ist die Herp-Angina, die durch Coxsackie-Viren hervorgerufen wird. Haben sich Bakterien in den Mandelgrübchen angesiedelt, ist eine eitrige Angina entstanden, die man an den gelblichen Belägen erkennt. Eine unkomplizierte Mandelentzündung heilt in der Regel mit naturheilkundlichen Maßnahmen innerhalb von ein bis zwei Wochen aus. Drei Tage dürfen Sie sich hierbei auch durchaus selbst behandeln. Wenn Sie allerdings über 38,5 °C Fieber haben und sich eitrige Beläge auf den Mandeln zeigen, sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen.

Lindern Sie die Entzündung mit Salbei & Co.

Verschiedene Heilpflanzen können aufgrund ihrer ätherischen Öle, Schleim- oder Gerbstoffe entzündungshemmend, reizlindernd oder abschwellend wirken. Die wirksamsten Heilpflanzen gegen Angina sind:


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Aus diesen Pflanzenteilen, die Sie getrocknet in der Apotheke erhalten, können Sie sich einzeln oder in Kombination einen starken Tee zubereiten und damit mehrmals täglich gurgeln. Zusätzlich gibt es auch pflanzliche Präparate in Tablettenform, die eine Kombination dieser und anderer Heilpflanzen enthalten.

Bewährte Mittel aus der Homöopathie

Lassen Sie von dem zu Ihren Beschwerden am besten passenden Mittel dreimal täglich drei Globuli in der Potenz D6 langsam im Mund zergehen.

  • Apiskommt in Frage, wenn die Mandeln hellrot geschwollen sind und Sie im Hals ein zusammenschnürendes Gefühl haben.
  • Belladonnahilft, wenn die Erkrankung mit plötzlichem Fieber einsetzt, der Rachen hochrot geschwollen ist und Sie trotz Schmerzen einen ständigen Schluckreiz haben.
  • Hepar sulfuris ist ein gutes Mittel bei splitterartig-stechenden Halsschmerzen und beginnender Eiterbildung auf den Mandeln.
  • Phytolacca ist angezeigt, wenn die Mandeln stark geschwollen sind und der Schluckschmerz im Vordergrund ins Ohr ausstrahlt.

Prießnitzwickel: Das brauchen Sie

  • ein Leintuch für innen
  • ein kleines Frotteetuch als Zwischenwickel
  • einen Wollschal für außen
  • eine Schale mit kaltem Wasser

Machen Sie das Leintuch nass, wringen Sie es gut aus und legen Sie es möglich faltenfrei um den kranken Hals. Lassen Sie dabei hinten den Bereich der Halswirbel frei. Nun wickeln Sie das Frotteetuch darüber und danach den Wollschal, den Sie gut feststecken sollten. Nun geht es ab ins Bett zur Ruhepause. Haben Sie eine akute Entzündung, entfernen Sie den Wickel, sobald er beginnt, sich zu erwärmen. Bei einer chronischen Entzündung können Sie ihn ruhig über Nacht liegen lassen. Wenn Sie den Wickel abgenommen haben, sollten Sie Ihren Hals gut trockenreiben und ein trockenes Handtuch oder einen Schal umwickeln. Bleiben Sie unbedingt noch eine Weile im Warmen.

Sie können den Wickel einmal täglich machen. Bei einer chronischen Mandelentzündung ist die beste Zeit dafür abends vor dem Zubettgehen. Wenn Ihre Schmerzen während der Anwendung schlimmer werden, sollten Sie den Wickel gleich wieder abnehmen und mit Ihrem Arzt sprechen. Alternativ können Sie Wickel auch mit handwarmen Salzwasser, zerdrückten gekochten Kartoffeln, Arnikatinktur, Zitronensaft, Heilerde oder essigsauer Tonerde tränken beziehungsweise dick mit Quark bestreichen.

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