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Intueat: Essen – nicht nach Plan

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Intuitives Essen, oder „Intueat“ ist sehr gesund © Matthew Cole - Fotolia

Seien Sie einmal ehrlich zu sich selbst: Viele Ernährungsfehler passieren, weil man nicht auf den eigenen Körper achtet.

Vielleicht haben auch Sie sich schon einmal im Nachhinein darüber geärgert, dass Sie im Stress ganz nebenbei viel zu viel von etwas absolut Ungesundem in sich hinein geschlungen haben.

Vielleicht haben Sie schon einmal vor dem Fernseher eine ganze Tüte Chips verzehrt, ohne dass Sie dies möglicherweise so richtig mitbekommen haben.

Auch Diäten rufen bei den meisten Menschen nichts als Ärgernis hervor. Sie trainieren sich förmlich an, Ihre eigenen Bedürfnisse zu unterdrücken. Im Mittelpunkt stehen stattdessen Kalorienzählen und Verzicht. Sie essen nicht, wann und was Sie wollen, sondern so, wie ein Plan es Ihnen vorgibt.

Die wenigsten Menschen halten das auf Dauer durch. Schnell machen sich Hunger und schlechte Laune bemerkbar.

Der Gegenentwurf dazu ist, auf die Signale des Körpers zu hören und ihm zu geben, was er braucht. Das beinhaltet, nur dann zu essen, wenn man wirklich Hunger hat – und nicht um Stress zu kompensieren oder aus Langeweile.

Grundsätzlich ist bei „Intueat“ alles erlaubt. Wenn Sie mal Lust auf ein Stück Kuchen haben, dann müssen Sie darauf nicht verzichten. Denn fällt die ständige Selbstreglementierung weg, so meinen es die Intueat-Initiatoren, dann fällt es Ihnen auch leichter weniger gesunde Lebensmittel in vernünftigem Maße zu essen.

Die Idee von Intueat, also mehr auf sich selbst zu achten, ist nicht neu. Im Grunde genommen ist das Konzept mehr als 2.500 Jahre alt, denn solange wird es im Buddhismus bereits praktiziert.

Nach einer Diät ist das alte Gewicht meist schnell wieder da

Auch das spricht für intuitives Essen: Studien belegen, dass eine aufgezwungene Reglementierung wenig sinnvoll ist. So haben Untersuchungen zeigen können, dass 95 Prozent aller Diäthaltenden nach einigen Jahren ihr altes Gewicht wieder erreicht haben. Und 85 Prozent wiegen nach einer Diät sogar mehr als vorher, der berüchtigte Jo-Jo-Effekt.

Laut einer Untersuchung, die 2014 von Wissenschaftlern der Universität von Barcelona an 608 Personen durchgeführt wurde, leiden Diäthaltende etwa doppelt so häufig unter Heißhunger und anschließenden Fressattacken als Menschen, die noch nie eine Diät gemacht haben.

Da erstaunt es nicht, dass Menschen, die häufig Diät halten, ein höheres Risiko haben an einer Essstörung, wie z. B. Bulimie zu erkranken. Das ist zumindest die Einschätzung der „Academy for Eating Disorder“, einer internationalen Vereinigung von Wissenschaftlern, die es sich zum Ziel gemacht hat, Ess-Störungen zu bekämpfen.

Und es überrascht dann auch nicht, dass Menschen, die sich noch nie einer Diät unterzogen haben, ein geringeres Körpergewicht aufweisen, als Menschen, die Diät halten. Das zeigte eine Untersuchung von US-Wissenschaftlern der Universität von Minnesota, Minneapolis, bei der das Gewicht von insgesamt 3552 Frauen und Männern zwei Jahre lang beobachtet wurde. Hier waren die Frauen, die sich einer Diät unterzogen hatten im Schnitt 1 Kilogramm schwerer. Bei den Männern betrug die Differenz sogar 2 Kilogramm.

Mein Fazit: Um dauerhaft und gesund Gewicht zu verlieren, ist bewusstes Essen nach den eigenen Bedürfnissen sicherlich ein sinnvoller Ansatz. Wenn Ihnen ein Online-Coaching zu aufwendig ist, dann probieren Sie doch zunächst einmal eigenständig mehr Bewusstsein in Ihren Ernährungsalltag zu integrieren. Ein paar Tipps habe ich Ihnen untenstehend zusammengestellt.

Im Alltag bewusstes Essen umzusetzen

  1. Nehmen Sie sich Zeit zum Essen. Das klingt banal, ist im Alltag aber leider überhaupt nicht selbstverständlich. Essen Sie nicht nebenher im Gehen, im Auto, oder während Sie am Computer arbeiten.
  2. Setzen Sie sich zum Essen immer an einen Tisch. Nutzen Sie Ernährung als bewusste Auszeit zum Entspannen.
  3. Essen Sie langsam. Das ist wichtig, weil es bis zu 20 Minuten dauern kann, bis sich ein natürliches Sättigungsgefühl einstellt. Wenn Sie zu schnell essen, kann das dazu führen, dass Sie ständig mehr zu sich nehmen, als Ihr Körper benötigt.
  4. Nehmen Sie sich auch bewusst Zeit zum Kauen. Und legen Sie während der Mahlzeit öfter mal das Besteck ab. So reduzieren Sie automatisch das Essenstempo. Schließlich wollen Sie das Essen genießen und nicht hinunterschlingen.
  5. Es ist nicht peinlich, beim gemeinsamen Essen der Langsamste zu sein, und es ist auch nicht schlimm, den Teller nicht leer zu essen, wenn die Portion zu groß war, sondern vernünftig.

Was genau kann man sich unter „Intueat“ vorstellen?

„Intueat“, also intuitives Essen, ist ein Online-Abnehmprogramm, bei dem die Teilnehmer im Rahmen von wöchentlichen Lektionen gecoacht werden. Sie erhalten Videos und Audiodateien über intuitives Essen, sowie Texte und Arbeitsblätter. Das gesamte Material können Sie daheim von Ihrem Computer oder unterwegs von Ihrem Smartphone abrufen.

Entwickelt von zwei angehenden Ärzten, wurde das Programm einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, als es im September 2016 im Rahmen der VOX-Fernsehshow „Die Höhle des Löwen“ vorgestellt wurde.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter

www.intueat.de

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Über den Autor
Christine Pauli
Christine Pauli

Christine Pauli ist Chefredakteurin  des E-Mail-Newsletters „Ernährungstipps“.

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