Zahngesundheit: Vegetarische Ernährung gefährdet Zähne
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Gesunde Zähne brauchen Fleisch, meldet das Ärzteblatt Medical Tribune. Studien zur Zahngesundheit in den USA und Europa zeigen, dass Karies zwar abnimmt, jedoch bei Fleischverächtern ein verstärkter Verlust von Zahnsubstanz zu verzeichnen ist. Zahnmediziner von der Universität Leipzig fühlten 64 Vegetariern und ebenso vielen Fleischfreunden auf den Zahn. Das Ergebnis: In Sachen Zahnpflegegewohnheiten, Karies, Parodontose und Speichel unterschieden sich die beiden Gruppen nicht. Die Vegetarier hatten jedoch wesentlich häufiger Defekte in der Zahnsubstanz und schwere Erosionen auf dem Zahnschmelz, die nicht auf Karies zurückzuführen waren. Die Forscher führen sie auf einen erhöhten Säurekonsum zurück: „Vegetarier trinken viel Obstsaft und essen besonders oft Salat, der meist mit Essig angemacht ist. Die darin enthaltenen Säuren setzen aber der Zahnhartsubstanz zu." Verschlimmert werde das Ganze, wenn sofort nach dem Essen die Zähne geschrubbt werden. So können Erosionen entstehen. Dr. Regina Purschwitz von der Forschungsgruppe gibt Vegetariern diese Tipps:
- Essen Sie nicht mehr so viele säurehaltige Nahrungsmittel, beziehungsweise essen Sie sie vor allem zu den Mahlzeiten.
- Trinken Sie Wasser oder Tee statt reinen Safts – vor allem, wenn Ihre Zahnsubstanz bereits geschädigt ist.
- Warten Sie nach dem Verzehr von säurehaltigen Lebensmitteln oder Getränken mindestens eine halbe bis eine ganze Stunde mit dem Zähneputzen. Spülen Sie Ihren Mund zunächst nur mit reichlich Wasser aus, das verdünnt die Säure.
- Ein Stückchen Käse nach dem Essen ist gut für die Zähne.
- Kaugummis – am besten ohne Zucker – regen den Speichelfluss an und unterstützen die neutralisierende Wirkung des Speichels.
- Informieren Sie Ihren Zahnarzt über Ihre Ernährungsweise, damit er gezielt nach Schäden schauen kann, und gehen Sie bei Mundtrockenheit zum Arzt, damit er die Ursache feststellen kann.