Zahngesundheit: Erste Hilfe bei Zahnschmerzen
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Ob Schüßler-Salze, ätherische Öle oder homöopathische Kügelchen – mit dem richtigen Mittel überstehen Sie die quälende Wartezeit
Kennen Sie das auch? Meist bekommt man genau dann Zahnweh, wenn kein Zahnarzt zu erreichen ist: spät abends, am Wochenende oder an Feiertagen. Um die Zeit bis zum Zahnarztbesuch zu überbrücken, müssen Sie aber nicht gleich zu Schmerztabletten greifen. Die natürliche Hausapotheke enthält eine ganze Reihe schmerzlindernder Mittel. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Sie z. B. die homöopathischen Mittel Belladonna und Apis, die Schüßler-Salze Silicea und Magnesium phosphoricum oder die Gewürznelken aus Großmutters Notfallapotheke anwenden.
Bei akuten Entzündungen: Schüßler-Salze!
In der Biochemischen Therapie nach Dr. Schüßler und in der klassischen Homöopathie richtet sich die Wahl der Mittel nach den Auslösern der Zahnschmerzen.
Das sind die wichtigsten Schüßlersalze bei Zahnschmerzen:
- Der Entzündungsschmerz nimmt abends zu, Kälte lindert ihn: Lassen Sie alle 15 Minuten 1 Tablette Silicea D 12 oder Ferrum phosphoricum D 12 im Mund zergehen.
- Die Wange ist entzündlich geschwollen: Nehmen Sie abwechselnd alle 15 Minuten je 1 Tablet-te Kalium chloratum D 6 und Silicea D 12 ein.
- Der Schmerz strahlt bis in die Ohren aus: Lassen Sie abwechselnd alle 10 Minuten je 1 Tablet-te Silicea D 12, Kalium chloratum D 6 und Natrium chloratum D 6 unter Ihrer Zunge zergehen.
- Die Zahnschmerzen wurden durch Stress ausgelöst: Lösen Sie je 3 Tabletten Kalium phosphoricum D 6 und Magnesium phosphoricum D 6 in einem halben Glas heißem Wasser auf. Trinken Sie davon alle 30 Minuten 2 bis 3 Schlucke.
Auch Wärme- oder Kälteanwendungen können Linderung bringen. Dabei gilt im Allgemeinen: Kälte hilft bei Entzündungen, Wärme bei Nervenschmerzen. Besonders praktisch sind Kirschkernsäckchen oder Gelpackungen, die Sie in Apotheken oder Drogerien erhalten. Sie können sie ganz einfach nach der Gebrauchsanweisung im Gefrierfach abkühlen oder in heißem Wasser bzw. in der Mikrowelle erhitzen.
Unsere Großmütter schworen auf Gewürznelken
Ätherische Öle wie Teebaum- oder Nelkenöl wirken ebenfalls ausgesprochen schmerzlindernd. Wenn Sie Teebaum- oder Nelkenöl im Haus haben, können Sie ein paar Tropfen auf einen Wattebausch oder ein Wattestäbchen geben und damit das Zahnfleisch um den schmerzenden Zahn massieren. Diese Behandlung können Sie etwa alle zwei Stunden wiederholen. An Stelle des Öls können Sie auch eine Gewürznelke auf oder an den schmerzenden Zahn bzw. in das Loch legen und sie stündlich erneuern.
Ätherische Öle hemmen die Wirkung von homöopathischen Mitteln! Daher müssen Sie sich für das eine oder das andere Verfahren entscheiden.
Auch diese Mittel gehören zu den Rettern in der Not:
- Cayennepfeffer ist ein natürliches Anästhetikum. Streuen Sie etwas Pulver direkt auf die schmerzende Stelle.
- Zitronensaft lindert Schmerzen und stillt Blutungen, wenn Sie ihn in das entzündete Zahnfleisch reiben.
- Holunderbeeren beruhigen nervöse Gesichtsschmerzen, die mit Zahnweh einhergehen. Kauen Sie einige getrocknete Beeren.
Auch wenn Ihnen die natürlichen Mittel gut geholfen haben, sollten Sie baldmöglichst zu Ihrem Zahnarzt gehen, damit er die Ursachen Ihrer Beschwerden abklären und behandeln kann. Denn so wirksam die Apotheke der Natur auch ist: Eine Zahnkaries oder eine tief sitzende Zahnwurzelvereiterung kann sie nicht heilen!
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