Mundgeruch: Ursachen für schlechten Atem
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Das sind die häufigsten Ursachen für schlechten Atem:
- Entzündungen, v. a. des Zahnfleischs oder der Wurzelspitzen der Zähne
- zu geringe Speichelbildung, z. B. durch zu wenig Kauen, geringe Trinkmengen, trockene Zimmerluft, vieles Sprechen, Stress sowie Medikamente, v. a. Antibiotika, Antidepressiva, Blutdrucksenker, Hormonpräparate, abschwellende Nasentropfen, Antiallergika
- austrocknende Zahnpflegemittel, z. B. Zahnpasta mit Natriumlaurylsulfat als Zusatz und alkoholhaltige Mundwässer
- Beläge auf der Zunge
- Sekrete chronischer Infektionen und Allergien, v. a. Nebenhöhlenentzündungen und Heuschnupfen
Nach heutiger Erkenntnis, die inzwischen auch Eingang in die Behandlungsleitlinie der amerikanischen Zahnärzte gefunden habt, führt bei den meisten Patienten eine Störung der normalen Bakterienflora in der Mundhöhle und besonders im hinteren Teil der Zunge zu schlechtem Atem.
Zu wenig Speichel schädigt die gesunde Mundflora
Wie der Darm verfügt auch die Mundhöhle über verschiedene Bakterien, die als „Polizei“ Speisereste, Schleimhautzellen sowie Entzündungssekrete zersetzen. Dabei entstehen unangenehm riechende flüchtige Schwefelverbindungen. Normalerweise hält der Sauerstoff des Speichels jedoch die Anzahl der geruchsbildenden Bakterien in gesunden Grenzen, sodass kein Mundgeruch entsteht. Fehlt jedoch Speichel, können sich die Bakterien ungehindert vermehren und entsprechend mehr üble Schwefelgerüche produzieren.
Ein weitere häufige Ursache für das vermehrte Bakterienwachstum sind die bereits erwähnten Zungenbeläge. Sie sind häufig die Folge von Infektionen bzw.Allergien und bestehen aus Nasensekreten, bei deren Abbau ebenfalls Schwefelgeruch entsteht. Noch häufiger kommen Zungenbeläge allerdings durch unzureichendes Kauen oder zu weiche Nahrung zustande. Denn durch das Kauen gröberer Nahrung reinigen Sie Ihre Zunge ganz automatisch und sorgen dafür, dass die mikroskopisch kleinen Hornspitzen auf der Zunge, die für den Transport der Nahrung zuständig sind, regelmäßig abgeschilfert werden. Passiert dies nicht, bleiben Nahrungsreste in den Zwischenräumen hängen: Mundgeruch ist die Folge. Außerdem sind kräftige Kaubewegungen die beste Methode, den heilsamen Speichelfluss anzuregen.
Fördern Sie die natürliche Bakterienflora im Mund
Während die Schulmedizin das vermehrte Wachstum der geruchsbildenden Bakterien einfach mit starken desinfizierenden Gurgellösungen bekämpft, setzt die Naturheilkunde bei den tatsächlichen Ursachen an. Dazu gehört zuallererst, die an sich notwendigen hilfreichen Mundbakterien nicht einfach auszurotten, sondern ihnen die Arbeit zu erleichtern und ihre Vermehrung in gesunden Grenzen zu halten. Im Kasten oben haben wir für Sie dazu die besten Tipps zusammengestellt.
Falls die dortgenannten Hilfen nicht ausreichen, z. B. weil die Ausheilung Ihrer Nasennebenhöhlenentzündung Zeit braucht, Sie an einer Allergie leiden oder nur weiche Nahrung zu sich nehmen können, empfehlen wir Ihnen ein Spezialzahngel mit Gurgellösung aus den USA (Thera-Breath®): Deren Inhaltsstoffe (u. a. Sauerstoff und Natrium) wandeln die schwefelhaltigen Verbindungen in geruchlose Schwefelsalze (Sulfate) um. Wie alle natürlichen Maßnahmen wirkt auch dieses Präparat nicht von heute auf morgen: Erst nach vier Wochen lässt sich beurteilen, ob es auch bei Ihnen Erfolg hat.
Bezugsquelle für TheraBreath®: glasow & wagatha medical GmbH, Solalindenstr. 71, 81827 München, Tel.: 089/43 57 28 04, Fax: 089/43 57 28 16, www. therabreath-shop.de (100 ml Zahngel, 500 ml Mundspülung und 1 Zungenputzer ca. 29 €, reicht 3 bis 4 Monate).