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Wenn Prostatamedikamente das Wasserlassen stören

Bestimmte Medikamente können dazu führen, dass der Harn zurückgehalten wird. Das gilt besonders, wenn Sie eine vergrößerte Prostata haben, was auch als benigne (= gutartige) Prostata-Hyperplasie (BPH) bekannt ist.

Diese kann Ihre Harnröhre verengen, sodass sich die Blase nicht vollständig entleeren kann. Dadurch kann der stetige Harnfluss unterbrochen werden. Bestimmte Medikamente können dabei das Problem verschlimmern.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie ein neues Medikament in Betracht ziehen. Einige Präparate – egal, ob verschreibungspflichtig oder nicht – sind bekannt für Auslösung von Harnverhalt und sollten von Ihnen entweder vermieden oder vorsichtig genommen werden, falls Sie eine vergrößerte Prostata haben.

Solche Medikamente dienen zur Behandlung von Husten oder Erkältungen (Schleimlöser), Allergien (alle Antihistaminika), Depressionen (frühe trizyklische Antidepressiva, aber nicht selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, SSRI) und Schlaflosigkeit.

Beispielsweise kann Diphenhydramin, ein aktiver Bestandteil einiger Antihistaminika, zu Harnverhalt führen. Pseudoephedrin, enthalten in einigen Hustensäften, kann sogar in manchen Fällen ein Wasserlassen unmöglich machen.

Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, wenn Sie Schwierigkeiten mit dem Wasserlassen haben, denn Harnverhalt kann ernste Probleme, zum Beispiel Harnwegsinfektionen, verursachen. Das Umsteigen auf andere Präparate kann die Probleme verringern oder sogar ganz beheben.

 

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