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Tödliches Risiko: Kitesurfen ohne Messer

In der aktuellen Ausgabe der ärztlichen Fachzeitschrift „Medical Tribune“ las ich heute über einen Unfall mit Todesfolge beim Kitesurfen, über den ich Ihnen unbedingt berichten muss. Kitesurfen ist eine Mischung aus Windsurfen, Wakeboarding und Paragliding – also von Haus aus schon nicht ganz ungefährlich. Ein großer Risikofaktor ist das Wetter. Ein anderer – so kann ich es mir vorstellen – ein Mangel an körperlicher Fitness bei denjenigen, die glauben, diesen Trendsport trotzdem machen zu müssen.

Bei dem Fall, über den das Ärzteblatt berichtet, hatte der 52-jährige Mann bereits Basiskenntnisse erworben, die er bei einem Karibik-Urlaub vertiefen wollte. Seine erste Stunde begann er ausgerüstet mit Kiteboard, Hüftgurt, Helm und Schutzweste. Der Lehrer begleitete seinen Schüler in einem Fischerboot. Bei der zweiten Fahrt fiel der Deutsche ins Wasser. Dabei verdrehte sich das Kite-Segel um seine eigene Achse. Bei einem erneuten Startversuch vollführte das Kite mehrere Loopings und riss den Surfer mit sich. Die Leinen des Kites verfingen sich im Trapezhaken des Deutschen, so dass es weder dem Trainer noch dem Opfer gelang, das Gerät zu lösen – obwohl das Sicherheitssystem  funktionierte. Zwar konnte der Lehrer zum Fischerboot schwimmen und ein Messer zum Durchtrennen der Seile besorgen – doch der 52-Jährige war derweil ertrunken.

Spezielle Sicherheitsmesser gehören zur Standardausrüstung eines Kitesurfers und können ohne Sicherheitsgefährdung an Trapez oder Schutzweste befestigt werden. Also bitte führen Sie bitte dieses beim Kitesurfen auch stets bei sich!

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Helmut Erb
Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

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