MenüMenü

Tipps, Tricks und Fragen rund um’s Thema Fahrrad

Fahrradfahren kann fast jeder – und trotzdem gibt es noch ein paar Tricks, mit denen sich die Freude am Fahren noch steigern lässt. Außerdem können Sie so Ihre Gesundheit und Sicherheit schützen.

5 Tipps, mit denen das Radfahren zum Vergnügen wird

  1. Achten Sie auf die Lenkereinstellung. Der Lenker sollte immer etwas höher als der Sattel sein. Breit genug ist er, wenn Ihre Hände eine Handbreit weiter als Schulterbreite greifen. Handrücken und Unterarme bilden eine Linie. So vermeiden Sie, dass Sie die Nerven an den Handaußenkanten zu stark dehnen und es zu einem unangenehmen Kribbeln kommt.
  2. Nutzen Sie die richtigen Griffe. Sie sollten zur Mitte hin dicker sein. So entlasten Sie Ihre Hände und Unterarme, weil sie besser „in der Hand“ liegen.
  3. Wählen Sie einen Gelsattel. Er bringt spürbare Erleichterung, weil er den Druck auf die Genitalien auf 50 bis 80 Prozent verringern kann. Sie können auch für Ihren bereits vorhandenen Sattel einen Gel-Überzug kaufen.
  4. Wählen Sie die richtige Rahmenhöhe. Es gibt zwar immer noch die typischen 26- und 28-Zoll-Räder. Sie unterscheiden sich aber trotzdem durch verschieden hohe Rahmen. Ihre Rahmenhöhe finden Sie, indem Sie die Länge der Innenseite Ihres Beins mal 0,65 nehmen. Bei einer Innenbeinlänge von zum Beispiel 80 cm sollte die Rahmenhöhe also 52 cm betragen.
  5. Achten Sie auf dieFederung Ihres Sattels. Sie ist das A und O, um Ihre Wirbelsäule zu entlasten, denn nur sie sorgt dafür, dass Stöße richtig abgefangen werden. Ist Ihr Sattel nicht gefedert, nehmen Sie automatisch eine falsche Haltung ein, um die Stöße auszugleichen. Das schadet auf Dauer den Handgelenken, den Armen und Ihrem Rücken.

Die richtige Fahrrad-Kleidung

Gerade beim Radfahren gilt: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Auch bei Regen brauchen Sie auf’s Radfahren nicht zu verzichten. Wählen Sie dann Funktionskleidung für die entsprechenden Temperaturen. Diese schützt Sie vor Kälte und Regen. Sie leitet aber andererseits Schweiß nach außen ab. Klassische Regenkleidung ist nicht atmungsaktiv und macht das Radfahren zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Die einzigen Tage, an denen Sie das Rad im Ständer stehen lassen sollten, sind die, an denen es Glatteis gibt. Dann ist die Sturzgefahr zu hoch.

Nebeneinander auf dem Fahrrad fahren

Darf man im Freundeskreis auf der Straße nebeneinander fahren? Das kommt darauf an: Nebeneinander dürfen Sie fahren, wenn der Verkehr nicht behindert wird. Lässt sich Ihre Gruppe von einem Auto nicht überholen, so ist das Nebeneinanderfahren verboten. So sieht es die Straßenverkehrsordnung vor. Es empfiehlt sich daher, auf alle Fälle hintereinander zu fahren.

Tempolimits für Fahrradfahrer

Die Straße vor unserem Haus ist seit einiger Zeit zur Schritt-Tempo-Zone geworden. Was uns auffällt: Die Fahrradfahrer rasen wie doll durch diese Zone. Dabei gilt die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht nur für Autos, sondern auch für Radfahrer. Da Fußgänger in der Regel 4 bis 7 Stundenkilometer schnell sind, beträgt die erlaubte Schrittgeschwindigkeit etwa 15 Stundenkilometer. Auf Gehwegen darf ein Radfahrer nur Schrittgeschwindigkeit fahren. Meine Frau stellte kürzlich die interessante Frage, was denn mit Joggern sei, die auch vor unserem Haus mit großem Tempo vorbeilaufen. Leider konnte ich ihre Frage nicht beantworten. Aber ich denke, von ihnen geht auch keine große Gefahr aus.

Auch Fahrradfahrer müssen mit Bußgeld und Punkten in Flensburg rechnen. Die Regeln sollen sogar noch verschärft werden. Telefonieren, Walkman auf dem Kopf, rote Ampeln überfahren, in Einbahnstraßen in die falsche Richtung oder Schlangenlinien fahren, freihändig radeln: All das wird mit Bußgeldern, Punkten in Flensburg oder sogar mit dem Entzug des Autoführerscheins geahndet. Den Bußgeldkatalog für Fahrradfahrer finden Sie auf der Webside des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs ADFC. Die Bußgelder können inzwischen recht saftig sein. Das ist auch richtig so, denn unter Fahrradfahrern hat sich mancherorts eine richtigeUnkultur des unfairen Straßenverhaltens entwickelt.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Helmut Erb
Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

Regelmäßig Informationen über Sport und Fitness erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Helmut Erb. Über 344.000 Leser können nicht irren.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

Alte Kommentare
  • Gerhad Lisenz schrieb am 26.03.2013, 06:55 Uhr

    Es gibt seit jahren die unsinnige bezeichnung " Stundenkilometer " = Stunden pro kilometer, nicht mehr. Soll heißen km/m = kilometer pro Stunde. Schöne Grüße

  • Otto Ellers schrieb am 26.03.2013, 09:13 Uhr

    Guten Tag, der Beitrag über Radfahrer ist fast richtig. Aber lt. § 27 StVO dürfen mehr als 15 Radfahrer einen Verband bilden und zu zweit nebeneinander auf der Fahrbahn fahren. Viele Grüße Otto Ellers Fahrlehrer

  • Rathmayer Martina schrieb am 26.03.2013, 10:22 Uhr

    Der Artikel ist sehr wirklichkeitsnah, es ist ein großer Ärger mit den vielen rücksichtslosen Radfahrern, die sich weder um Verkehrsregeln noch um Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmern kümmern! Gut kommentiert!

  • Helene Janzer schrieb am 26.03.2013, 13:13 Uhr

    das ist ein aufschlussreicher Beitrag für Radfahrer, vielen Dank, da ich täglich mit meinen Hunden unterwegs bin, mache ich immer wieder die selben Erfahrungen, dass die Radfahrer von hinten kommend nicht imstande sind, sich bemerkbar zu machen, da wäre es manchmal gut, es gäbe ein Kennzeichen um diese Rücksichtslosen Fahrer einen Denkzettel zu überreichen. Das ist sehr ärgerlich und ich bin wirklich schon deswegen sehr erschrocken!!!!!

  • Disch Harald schrieb am 27.03.2013, 18:00 Uhr

    Bin der selben Meinung, wie Frau Rathmayer Martina, sollte zusätzlich stärker kontrolliert, bestraft und dokumentiert werden, sonst zeigt es keine Wirkung.