So werden Sie eine chronische Sinusitis endlich los
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Nasennebenhöhlenentzündung
vom 31. August 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
in der vergangenen Woche klagte mir Leser Fritz sein Leid. Seit Jahren plagt ihn eine Nasennebenhöhlenentzündung, die nicht weichen will. „Ich werd' den Schnupfen halt nicht los", glauben viele, die von einer Sinusitis betroffen sind. Doch im Sommer wird dann meist deutlich: Es muss etwas anderes hinter Husten, Nasenlaufen und Kopfweh stecken als eine „schlichte" Erkältung. Selbst die Schulmedizin setzt hier auf pflanzliche Schleimlöser und Inhalationen.
Meist steht am Anfang einer Sinusitis ein an sich harmloser Schnupfen. Normalerweise werden Ihre Nasenneben- und Stirnhöhlen selbst bei einer Erkältung noch gut bis ausreichend belüftet. Doch wenn die Schleimhäute in der Nase nicht mehr abschwellen und damit verhindern, dass das Nasensekret abfließt, dann vereitern die Nasennebenhöhlen. Bakterien können sich vermehren, und es kommt zu einer Entzündung. Eine Sinusitis hat sich eingenistet. Sie gehört zu den häufigsten Krankheiten überhaupt. Etwa 15 Prozent aller Deutschen haben damit bereits Bekanntschaft gemacht.
Das sind die typischen Symptome einer Sinusitis:
- Kopfschmerzen, die stärker werden, wenn Sie sich bücken
- Mittel-Gesichtsschmerzen
- Schmerzen im Oberkiefer, die in die Zähne ausstrahlen
- Druckschmerz der Nasennebenhöhlen
- Klopfschmerz an den Nervenaustrittspunkten
- Schwellung im Stirn- und Gesichtsbereich
- anhaltendes und manchmal hohes Fieber
- schlechter Allgemeinzustand
- vermindertes Hörvermögen durch mangelhaften Druckausgleich
- Schwindel
Entzündungen des Nasennebenhöhlen sind also quasi Kollateralschäden von Erkältungen. Da die Schleimhaut der Höhlen direkt mit der Nasenschleimhaut verbunden ist, bleibt sie bei einem Schnupfen selten verschont. Sie spüren das dann als verstopfte Nase. Hinter Ihrer Stirn beginnt es zu pochen und zu drücken, Wange oder Schläfe schmerzen - je nachdem welche Seite betroffen ist. Wird die Entzündung der Nasennebenhöhlen chronisch, leiden die Betroffenen auch jetzt im Sommer ständig unter einer verstopften Nase, Reizhusten und Kopfschmerzen. Die Entzündung kann dann auch auf andere Bereiche übergreifen - etwa auf Stirnhöhlen oder Zahnwurzeln.
Außer einer Erkältung kann eine Sinusitis folgende Ursachen haben:
- Allergien
- Verkrümmung der Nasenscheidewand
- Polypen in der Nase
- Kieferhöhlenentzündung
- Zahnwurzelentzündung
Die Medizin unterscheidet diese Formen der Sinusitis:
- akute bakterielle Sinusitis: dauert weniger als 30 Tage
- subakute bakterielle Sinusitis: dauert 30 bis 90 Tage
- rezidivierende akute bakterielle Sinusitis: tritt wiederholt auf mit symptomfreien Intervallen von etwa zehn Tagen
- chronische Sinusitis: Husten, Naselaufen und Schwellungen der Schleimhäute haben sich als Dauergast eingerichtet.
Setzen Sie auf Heilpflanzen statt auf Medikamente
Neben der Bekämpfung der Entzündung ist die bessere Belüftung der Nasennebenhöhlen ist das vorrangige Ziel der Behandlung. Denn diese zieht automatisch eine weitere Heilung nach sich. Bei einer Sinusitis gilt eine Operation unter Umständen als hilfreich, ist aber selten das Mittel der Wahl. In der Schulmedizin werden in der Regel Antibiotika oder kortisonhaltige Nasensprays verordnet. Doch inzwischen mehren sich die Erkenntnisse, dass diese beiden Therapien nicht so viel bewirken wie angenommen. Sie verbessern weder die Symptome noch verkürzen sie die Dauer der Erkrankung. Man vermutet zudem, dass in der Entzündung gar nicht die Bakterien die Haupttäter sind, sondern Viren. Folglich muss nicht die Erkältung, sondern die Entzündung bekämpft werden. Der Einsatz von Antibiotika ist deshalb nach der Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie im Normalfall nicht ratsam.
Bei sehr hartnäckigen Infektionen mit hohem Fieber und einseitigen Schmerzen werden allerdings nach wie vor Antibiotika benötigt. Hier kommen auch Schmerzmittel wie Paracetamol, Diclofenac und Ibuprofen zum Einsatz.
Schleimlösenden Pflanzen räumt man hier bessere Chancen ein. Sie zeigen meist eine erstaunlich schnelle Wirkung:
- Dazu gehört vor allem der Extrakt aus der Schlüsselblume, der nachweislich die Symptome bessert. Er ist gemeinsam mit vier anderen Pflanzenextrakten als Fertigpräparat (Sinupret®) in verschiedenen Darreichungsformen in der Apotheke zu erhalten.
- Inhalationen mit Kamillenblüten, Salbeisud oder Eukalyptusöl befreien die Nasenwege.
- Einreibungen des Brust- und Halsbereiches mit Eukalyptus und Methol befreien die Atemwege und kurbeln die Durchblutung an.
- Zum Hustenlösen eignen sich Fertigpräparate aus der Apotheke mit Efeu- oder Thymianextrakten.
- Die ätherischen Öle von Eukalyptus, Menthol und Fichtennadeln wirken auch als Badezusatz krampf- und schleimlösend.
- Hustenbonbons mit Kräutern aus der Apotheke (am besten ohne Zucker) lindern Ihren Hustenreiz.
- Pelargonien-Extrakt aus der südafrikanischen Kapland-Pelargonie lindert nachweislich die Bewerden der Sinusitis wie Naselaufen und den typischen Reizhusten.
- Spitzwegerichkraut wirkt reizmildernd und entzündungshemmend insbesondere bei Reizhusten
- Primelwurzel, Isländisch Moos und Eibisch bilden einen schützenden Film auf den Schleimhäuten.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von schmelzer brigitte (31.08. 2010 07:27 Uhr):
Sehr geehrtes Team! ich litt jahrelang an chronischer Sinusitis, mir half Zink, Selen und regelmäsiges Inhalieren mit Salzwasser und anschließendes Bestrahlen mit einer sehr guten Rotlichtlaserlampe , sowie das behandeln mit einem mit einem Rotlichtlaserstick wo punktuell behandelt wurde,nehme seit 1,5 Jahren keine Antibiotika mehr , sondern Achte darauf das ich genügend Zink und Selen und Vitamin C nehme .Und lebe nach dem Motto : Halte Kopf und Füsse warm, dann wird jeder Doktor arm.Außerdem ein herliches Danke, für die immer tollen Berichte, und das tolle BuchNatürlich heilen. Mit lieben Grüssen Schmelzer Brigitte
Antworten - Kommentar von s a (31.08. 2010 07:51 Uhr):
Ja, und, wie wird er sie nu los? Das wird angekündigt und nicht beschrieben.
Antworten - Kommentar von Antonia Rose (31.08. 2010 08:32 Uhr):
so werden sie die chr. Sinusitis los -- das ist die Überschrift ... aber wie denn ?? und mit WAS ? das interessiert doch den Leser. Welche Mittel zum Inhalieren usw usw Gruß A.Rose
Antworten- Antwort von brigitte schmelzer (03.09. 2010 15:24 Uhr):
ich habe es beschrieben, inhalieren mit salzwasser, bestrahlen mit rotlichtlampe, nehmen sie zink, selen, vit, C, mir hat es jedenfalls geholfen, nur mit ausdauer und konsequenz.lg
- Antwort von brigitte schmelzer (03.09. 2010 15:24 Uhr):
- Kommentar von Uli Scribiac (31.08. 2010 16:01 Uhr):
Bei chronischer Sinusitis ist aber auch unbedingt der Zustand der Nieren zu überprüfen! Die Giftstoffe können nicht mehr ausreichend über die Nieren ausgeschieden werden und der Körper sucht sich einen anderen Weg...
Antworten - Kommentar von Marion Scholz (31.08. 2010 18:25 Uhr):
Bezugnehmend auf den Beitrag Sinusitis. meine Diagnose lt. Kiefer CT: Umschriebene polypoide Sinusitis in der rechten Kieferhöhle antero basal, festgestellt nachdem der wurzelbehandelte 13 Zahn nicht schmerzfrei wird. Mein Zahnarzt weiß keine Lösung. Vielleicht könnten Sie mir helfen? Vielen Dank Marion Scholz
Antworten
- Kommentar von lindner maike (31.08. 2010 21:47 Uhr):
hallo an alle betroffenen, ich hatte jahre lang ein chronische sinusitis bin dann irgendwann zu einem naturheilarzt geganten, weil mir nichts mehr eingefallen ist nach den ganzen schmezen.... er hat muskeltests mit mir gemacht und mich direkt zum kieferchirurgen geschickt, der ein ein dreid keineahnung was bild gemacht und es kam raus dass ich zwei zystem im kiefer hatte wegen schlechtbehandelter wurzelbehandlungen. drei zähne gezogen, zysten abgesaugt drei implantate und seit dem habe ich keinerlei beschwerden mehr! sagt einem keiner!!!! schlimm! leute lasst enfach umgehend mal euren kopf scannen.... viel glück! elke
Antworten - Kommentar von Wolfgang Ludwig (31.08. 2010 22:18 Uhr):
Ich würde mich freuen, wenn Sie mal über den Tinitus schreiben. Seit Jahren piepst und zischt es in meinen Ohren. Gibt es irgendwelche Abhilfe ?
Antworten - Kommentar von Gabriella (08.11. 2010 09:07 Uhr):
Ich ärgere mich über eure Beiträge sie sind viele geben aber nicht wirklich Antworten. Eine menge Reklame sonst nichts
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