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Weihrauch – heilender Harz mit großen gesundheitlichen Chancen

Inhaltsverzeichnis

Beim Stichwort Weihrauch denken die meisten sofort an die Heiligen 3 Könige und die Weihnachtsmesse in der Kirche. Tatsächlich ist Weihrauch sehr wertvoll und wurde schon vor vielen Jahrhunderten für kultische und liturgische Zwecke eingesetzt.

Ein deutscher Arzt brachte das heilende Harz aus Indien mit

Die Entdeckung des Weihrauchs als Arzneimittel ist zu einem großen Teil dem Arzt Dr. Rainer Etzel aus Pöcking bei München zu verdanken. Auf der Suche nach neuen Heilmitteln reiste er in den 80er Jahren nach Indien.

Dort wächst der indische Weihrauchbaum (Boswellia serrata). Sein Harz wird nach einem jahrhundertealten ayurvedischen Herstellungsverfahren zu einem Spezialextrakt namens Sallaki verarbeitet.

Was ist Weihrauch?

Als Weihrauch (auch Olibanum genannt) bezeichnet man das Harz des Weihrauchbaumes, das an der Luft getrocknet wird. Das Harz ist von gelber bis fast weißer Farbe und wird in kleinen Körnchen verkauft.

Weihrauchharz besteht aus:

  • 65 % Harz (dabei zu 50 % aus Boswelliasäuren)
  • 30 % Gummi
  • 5 % ätherischen Ölen

Weihrauch wird aus mehreren Balsamstrauchgewächsen gewonnen. Es wirkt beruhigend, ja geradezu sedierend. Die Stimmung hellt sich auf, Nervosität legt sich, und der Geist geht auf Höhenflüge, sagt man. Die berühmteste Räuchermischung des Orients war wohl Kyphi.

Das Rezept stammt ursprünglich aus Ägypten, denn die Ägypter waren Meister in der Zubereitung von Weihrauch für verschiedene Zwecke. Kyphi, das auch als Parfum verwendet wurde, soll die Menschen in höchste Verzückung versetzt haben. Es wurde in einem geheimen Ritual gemischt.

Seine Zusammensetzung ist bis heute nicht genau bekannt. Neben Weihrauch soll auch Myrrhe, Wacholder, Mastix und Bockshornklee enthalten gewesen sein. Man verwendete es auch bei Totenfeiern, denn man war der Überzeugung, das Kyphi mit seinem Rauch die Seelen der Verstorbenen mit in den Himmel nehmen würde.

Und das aromatische Harz des indischen Weihrauchbaumes (Boswellia serrata) hat sogar auch eine starke gesundheitsfördernde Wirkung, die durch den Eintrag ins Europäische Arzneibuch und etliche Studien bestätigt wird. Neueste Forschungen legen sogar eine Wirksamkeit gegen Multiple Sklerose, chronische Entzündungen und einige Krebsarten nahe.

Räuchern Sie sich in Stimmung

Die Rauchmischungen werden heute in speziellen kleinen Räucheröfchen oder -Pfännchen verbrannt, von denen Sie inzwischen eine große Auswahl im Handel finden. Einfacher geht es mit den bekannten Räucherstäbchen und -kegeln. Eine andere Möglichkeit, Duft zu verbreiten, sind Duftlampen und Zimmerbrunnen, in die ätherisches Öl geträufelt wird.

Als Zusatz zum Weihrauch passen Sandelholz, Iriswurzel, Patschuli, Myrrhe, Nelke, Bergamotte, Kreuzkümmel. Lavendel, Majoran und Rosmarin. Natürlich gibt es noch eine Vielzahl anderer Düfte, die sich dafür eignen und Sie in angenehme Stimmung versetzen.

Die bekanntesten Räucherstoffe

  • Akazienholz wurde schon bei Moses Flucht aus Ägypten erwähnt. Er erhielt von Gott die Anweisung, „einen Räucheraltar zu machen, zum Räuchern von Akazienholz“. Das als Gummiarabikum bekannt gewordene Räucherwerk riecht köstlich und ist bakterienhemmend. Bereits im Pharaonenreich wurde es als Grundlage von Medikamenten erwähnt.
  • Galbanum ist ebenfalls Bestandteil vieler Räuchermischungen. Es wird aus der Ferularinde gewonnen. Riecht scharf und kräftig und braucht die anderen Räucherstoffe zum Abmildern. Galbanum kann Atem- und Hautbeschwerden lindern.
  • Mastix ist das Harz der Pistazie. Es soll ebenfalls die meditativen, ja sogar die übersinnlichen Kräfte stärken.
  • Myrrhe ist ein Harz, das aus der Rinde des Commiphorabaums stammt.
  • Sandelholz ist einer der beliebtesten Duftstoffe, er fördert die Stille und beruhigt den Geist.
  • Weihrauch – auch Olibanum genannt – wird aus mehreren Balsamstrauchgewächsen gewonnen. Es wirkt beruhigend, ja geradezu sedierend. Die Stimmung hellt sich auf, Nervosität legt sich, und der Geist geht auf Höhenflüge, sagt man. Die berühmteste Räuchermischung des Orients war wohl Kyphi. Das Rezept stammt ursprünglich aus Ägypten, denn die Ägypter waren Meister in der Zubereitung von Weihrauch für verschiedene Zwecke.
  • Kyphi – das auch als Parfum verwendet wurde – soll die Menschen in höchste Verzückung versetzt haben. Es wurde in einem geheimen Ritual gemischt; seine Zusammensetzung ist bis heute nicht genau bekannt. Neben Weihrauch sollen Myrrhe, Wacholder, Mastix und Bockshornklee enthalten gewesen sein. Man verwendete es auch bei Totenfeiern, denn man war der Überzeugung, das Kyphi mit seinem Rauch die Seelen der Verstorbenen mit in den Himmel nehmen würde.

Rauch für die Sinnlichkeit

Wenn Sie gerne sinnliche und anregende Düfte schnuppern, sollten Sie einmal diese Mischung ausprobieren (die Zutaten bekommen Sie in der Apotheke, in Bio- oder Esoterikläden):

  • 8 TL Olibanum
  • 4 TL Sandelholz
  • 4 TL Zimt
  • 2 TL Iriswurzel, geschnitten
  • 4 TL Rosen
  • 2 TL Moschus
  • 2 TL Jasminblüten

Alle Zutaten zermahlen Sie grob und verkneten Sie zu einer Paste. Geben Sie ein Teil davon in ein Räucherpfännchen oder auf Räucherkohle und lassen Sie den Duft verströmen.

Nehmen Sie am Anfang nur etwas Räucherwerk und finden Sie nach und nach heraus, welche Mengen und Mischungen Ihnen gut tun. Halten Sie ein Fenster während der Räucherung einen Spalt geöffnet und lüften Sie hinterher gut durch.

Therapeutische Wirkung des heilenden Harzes

Das heilende Potenzial des Weihrauchs wurde schon früh erkannt: Durch die unterschiedlichen Epochen hindurch und an unterschiedlichsten Orten dieser Erde kamen Ärzte zu übereinstimmenden Ergebnissen.

Immer wieder genannt wurden Blutstillung, Atemwegserkrankungen, Bronchitis, Magen- und Darmstörungen, Infektionen, Verletzungen und Gelenkschwellungen – womit wahrscheinlich Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises gemeint waren.

In der Naturheilkunde und in der ayurvedischen Medizin, in der Weihrauch eine bedeutsame Rolle spielt, wurde Weihrauch seit Jahrtausenden als Mittel gegen solche Krankheitsbilder eingesetzt. Dann wurde es – mit dem Aufkommen moderner Medizin Ende des 19. Jahrhunderts – still um den Weihrauch.

Erst in den letzten Jahren wurden zum ersten Mal ernsthafte medizinische Forschungen angestellt, die den Schluss nahelegen, dass das goldene Harz tatsächlich eine hemmende Wirkung auf Entzündungen haben, Schübe von Multipler Sklerose abmildern und Krebszellen zurückbilden könnte.

Viele Wirkungen werden heute zudem wissenschaftlich bestätigt; v. a. Rheuma und entzündliche Darmerkrankungen sprechen gut auf Weihrauch an.

Das sind die wichtigsten Wirkungen des Weihrauchharzes:

  • entzündungshemmend
  • schmerzstillend
  • beruhigend

Studien legen eine Wirkung von Weihrauch gegen diese Erkrankungen nahe:

  • Asthma bronchiale
  • entzündliche Darmerkrankungen
  • Colitis ulcerosa
  • Crohn-Krankheit (Morbus Crohn)
  • Leberzirrhose
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Rheuma
  • chronische Polyarthritis
  • Arthritis und Arthrose
  • Gicht
  • Lupus erythematodes
  • Multiple Sklerose
  • bestimmte Krebsarten (z. B. bestimmte Hirntumore)

Grundsätzlich sollten solch schwerwiegende Krankheiten allerdings zunächst ärztlich abgeklärt und behandelt werden, bevor eine zusätzliche Therapie mit Weihrauch in Erwägung gezogen wird. Professor Ammon testete den Weihrauchextrakt 6 Wochen lang an 40 Asthma-Patienten, während eine gleich große Kontrollgruppe ein Placebo erhielt.

Bei 70 % der mit Weihrauch Behandelten nahmen die Symptome und die Anzahl der Anfälle nachweisbar ab, in der Placebo-Gruppe jedoch nur bei 27 %, berichtete das Fachmagazin European Journal of Medical Research im Jahr 1998.

Eine ähnlich positive Wirkung beobachtete Dr. Frank Seifert vom Universitätsklinikum Mannheim bei 75 Patienten mit einer aktiven Crohn-Krankheit. Er behandelte 40 Patienten 8 Wochen lang mit täglich 3,6 g Weihrauchextrakt H15, 35 Pateinten erhielten im gleichen Zeitraum täglich 4,5 g des Standardmittels Mesalazin.

Maßeinheit war der „Aktivitätsindex“ der Krankheit, der in Punkten angegeben wird. H15 konnte den anfänglichen Aktivitätsindex von 300 Punkten um 90 Punkte senken, Mesalazin nur um 53 Punkte, wie der Ende 2004 veröffentlichten Dissertation des Wissenschaftlers zu entnehmen ist.

Entzündungshemmendes Gurgelwasser

Auch bei leichteren Erkrankungen wie den Folgenden kann Ihnen Weihrauch In Form von dem Olibanum-Öl, das Sie in der Apotheke erhalten, allerdings behilflich sein:

  • kleine Druckgeschwüre im Mund (Aphten)
  • Zahnfleischentzündung,
  • Mandel- und Rachenentzündungen,
  • Husten und Bronchitis

Und so bereiten Sie sich dies zu: Geben Sie 1 bis 5 Tropfen des Öls in warmes Wasser, Salbei- oder Kamillentee. Damit gurgeln Sie einige Male am Tag.

Wenn Sie unter Akne, kleinen Hautentzündungen oder Lippenherpes leiden, tauchen Sie einen Wattepads in diese Mischung und tupfen damit die betroffenen Stellen ab. Das kühlt, lindert die Schwellung und trocknet den Entzündungsherd aus.

Olibanum-Dämpfe wirken überdies schmerzstillend, entzündungshemmend und desinfizierend. Deshalb eignet sich der Rauch auch gut gegen Schnupfen, Halsweh und eine verstopfte Nase bzw. Heuschnupfen.

Keine Nebenwirkungen

Besonders wirksam und der Grund für den entzündungshemmenden Effekt des Weihrauchs sind neben vielen weiteren Inhaltsstoffen v. a. die Boswelliasäuren (Boswellia serata), die sich im Weihrauchharz finden. Sie scheinen eine große Heilwirkung zu besitzen.

Erklärt wird dies mit ihrem Einfluss auf bestimmte Enzyme, die bei vielen Entzündungskrankheiten eine Schlüsselrolle spielen, die sogenannten Leukotriene. Die Boswelliasäuren verhindern die Ausschüttung dieser Entzündungsstoffe, hemmen also diese Enzyme – und zwar ganz offenbar ohne nennenswerte Nebenwirkungen.

Sie sollen ebenfalls einen stärkenden Effekt auf das Immunsystem ausüben. Einer weiteren Studie zufolge kann Weihrauch eventuell sogar die Ausbreitung von Krebszellen verhindern und die DNA bereits befallener Zellen reparieren – und das ohne Nebenwirkungen, wie sie bei einer Chemotherapie auftreten.

Bisher ist es allerdings noch nicht gelungen, den entscheidenden Stoff im Harz zu identifizieren, sodass daraus ein Medikament entwickelt werden könnte. Es bleibt also zu hoffen, dass die Forschungen weiter vorangetrieben werden und man in Zukunft wirksame Medikamente auf Grundlage von Weihrauch entwickeln kann.

Weihrauch wirkt wie eine Droge

Sobald ausreichend Weihrauchduft den Raum erfüllt, lacht das Wohlbefinden. Religiöse Zeremonien, bei denen Weihrauch geschwenkt wird, erhalten eine besondere Tiefe. Die Kirchgänger und Betenden atmen dabei einen psychoaktiven Stoff des Weihrauchs ein – das Weihrauchazetat.

Den schweren Duft des Weihrauchs untersuchte jetzt ein israelisches Forscherteam. Dieser beeinflusst das Gehirn und kann Angstzustände und Depressionen mildern. Weihrauch aktiviert die Fröhlichkeit, es vermittelt ein wohlig warmes Gefühl.

Auch das heilende Potential des Weihrauch wird heute wissenschaftlich bestätigt. Bei Arthose beispielsweise sollen vor allem die Boswelliasäuren (Boswellia serata), die sich im Weihrauchharz finden, wirksam sein.

Erklärt wird dies mit ihrem Einfluss auf die so genannten Leukotriene, die bei vielen Entzündungskrankheiten eine Schlüsselrolle spielen. Die Boswelliasäuren verhindern die Ausschüttung dieser Entzündungsstoffe, und zwar ganz offenbar ohne nennenswerte Nebenwirkungen. Sie sollen ebenfalls einen stärkenden Effekt auf das Immunsystem ausüben.

In Deutschland sind derzeit nur homöopathische Weihrauchpräparate rezeptfrei zu erhalten. „Olibanum RA“ können Sie als Tropfen, Tabletten, Globuli oder Salbe in der Apotheke kaufen. Sinnvollerweise sollten Sie dieses Homöopathikum in Absprache mit einem versierten Homöopathen einnehmen.

Weihrauch nur auf Rezept – hierzulande noch nicht zugelassen

Und so reichen die bisherigen Erfahrungen mit Weihrauchextrakt für eine Zulassung als Medikament in Deutschland noch nicht aus, da die geforderten Wirkungsnachweise fehlen. Nach aktuellem Kenntnisstand spricht aber nichts dagegen, bei Arthritis oder den genannten anderen entzündlichen Erkrankungen Weihrauch einzunehmen.

Gerade wenn Ihnen die üblichen Medikamente nicht helfen oder Sie diese schlecht vertragen, bietet das Harz eine gute Alternative, denn außer leichter Übelkeit wurden bislang keine Neben- oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten beobachtet.

Den Extrakt können Sie auch als Begleitmaßnahme zu schulmedizinischen Mitteln anwenden. Zu therapeutischen Zwecken wird Weihrauch als Kapsel eingenommen, denn das Verräuchern des Harzes hat keine gesundheitsfördernde Wirkung.

Wer Weihrauch einnehmen möchte, muss auf Präparate aus der Apotheke zurückgreifen. Da Sie Weihrauchpräparate (Das gebräuchlichste heißt H15Gufic.) in deutschen Apotheken nur auf Rezept erhalten, lassen Sie sich am besten von Ihrem Arzt ein Privatrezept geben und fragen dann Ihre Krankenkasse, ob sie die Kosten übernimmt.

Manche Weihrauchmittel werden als Nahrungsergänzungsmittel angeboten; damit umgehen die Hersteller das Zulassungsverfahren zum Medikament. Professor Ammon rät allerdings zur Vorsicht: „Sie sind als solche wissenschaftlich nicht untersucht, auch besteht Unklarheit über deren pharmazeutische Qualität.“ Beziehen Sie also auf jeden Fall Ihren behandelnden Arzt in Ihre Entscheidung mit ein!