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Safran: Die Krokusart mit Heilwirkung

Der Safran gehört zur Familie der Krokusse (Crocus sativus). Er blüht im November zartlila und wächst hauptsächlich im Mittelmeerraum sowie im nahöstlichen Asien (Iran). Dort wird er in großen Mengen angebaut und in mühevoller Handarbeit gepflückt.

Im Handel erhalten Sie Safran dann in winzigen Mengen abgefüllt. Der Grund: Als Gewürz dienen nur die feinen Stempelfäden der Safranblüte. Angeboten wird er Ihnen gemahlen oder ganz.

Heilpflanze Safran

In seinen Heimatländern wird er seit vielen Jahrhunderten für ganz unterschiedliche Zwecke eingesetzt – von Magenschmerzen bis Nierensteinen ist fast jede Krankheit dabei. Das ist auch nicht verwunderlich. Denn er wirkt entzündungshemmend schmerzlindernd und antioxidativ.

Das sind Eigenschaften, die Ihnen bei vielen Erkrankungen und Beschwerden eine Hilfe sind, wie zum Beispiel Regel-, Magen- und Erkältungsbeschwerden. Verantwortlich für diese Wirkung sind beispielsweise die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe im Safran, wie z. B. die Carotinoide (Crocin/ Crocetin).

Sie lösen auch die gelbe Farbe des Safrans aus. Sie sollen insbesondere Ihre Haut von innen vor Hautkrebs schützen und die Sehfähigkeit verbessern. Safran enthält aber auch leichte Bitterstoffe, die Ihnen bei Leberbeschwerden helfen.

Safranfäden© Adobe – Lukas Gojda

Hilfe bei Husten

Auch bei lästigem Husten kann er Ihre Beschwerden lindern, denn er wirkt schleimlösend und entzündungshemmend. Ideal ist hier eine heiße Suppe, die Sie mit ein paar Safranfäden würzen und dann in kleine Schlucken genießen.

In seinen Heimatländern trinken die Menschen Safranmilch gegen Husten und Atemwegserkrankungen wie Asthma. Safranmilch können Sie Sie mit Tiermilch zubereiten, aber auch mit pflanzlichen Ersatzprodukten (Reis-, Mandel- oder Hafermilch).

Safranmilch gegen Husten

Die traditionelle Safranmilch bereiten Sie mit 0,1 g Safran (5 – 8 Safranfäden) pro halbem Liter Milch zu. Dazu kochen Sie die Milch mit dem Safran kurz auf. Es reicht, wenn die Milch ein paar Minuten dampft. Dann lassen Sie die Milch etwas abkühlen und trinken Sie in kleinen Schlucken mit etwas Honig gesüßt.

Er hilft auch beim Abspecken

Safran unterstützt Ihre Abnehmpläne gleich zweifach: Er hemmt Ihren Appetit und verstärkt das Sättigungsgefühl. Der Grund: Er hebt Ihren Serotoninspiegel an. Das „Glückshormon“ hebt nicht nur Ihre Stimmung, sondern macht auch satt.

Zuviel des Guten schadet

Wenn Sie mehr als fünf Gramm aufnehmen, kann das zu negativen Effekten führen. Dazu zählen Schwindelgefühle, eine Verminderung des Pulsschlages, Nasenbluten, Übelkeitsgefühle und Gesichtsrötung sowie im schlimmsten Fall ein Abbruch der Schwangerschaft.

Dosierungen über zehn Gramm können für den Menschen tödlich sein. Also dosieren Sie ihn sparsam. Würzen Sie Ihre Fisch- oder Hühnersuppe, die Paella oder Ihr Risotto damit. Kleine Mengen (bis 1 Gramm pro Tag) dagegen können Ihren Geist und Körper beleben und die Nerven beruhigen.

Das teuerste Gewürz der Welt

Es ist das kostbarste Gewürz der Welt ist. Für 5 Gramm müssen etwa 800 Safran-Blüten geerntet werden: ein halbes Gramm kostet um die 10 Euro. Daher strecken die Händler ihn auch gerne mit anderen Pflanzenteilen. Besonders leicht gelingt die Schummelei bei gemahlenem Safran.

Kaufen Sie die ganzen Safranfäden, dann ist die Chance höher, dass Sie auch wirklich nur die Stempelfäden in der Packung finden. In vielen Gerichten (z.B. Paella) wird er inzwischen oft durch künstliche Lebensmittelfarbstoffen ersetzt.

So entlarven Sie gefälschten Safran

Mit diesem Test können Sie herausfinden, ob Sie gestreckten Safran erstanden haben: Geben Sie eine kleine Menge Ihres Safranprodukts in warmes Wasser oder warme Milch. Wenn sich die Flüssigkeit nun unverzüglich tiefgelb oder gar bräunlich verfärbt, handelt es sich bei Ihrem „Safran“ um eine Fälschung.

Echter Safran muss im warmen Wasser oder warmer Milch für mindestens 10 bis 15 Minuten einweichen, bevor sich seine gelbe Farbe in der Flüssigkeit ausbreitet.

Machen Sie den Geschmackstest

Faustregel: Echter Safran riecht süß, schmeckt aber leicht bitter. Gefälschter hingegen riecht nicht nur süß, sondern schmeckt auch süß. Typisch ist auch, dass echte Safranfäden in Flüssigkeit – auch nach einigen Minuten – ihre rötliche Farbe nicht verloren haben.

Sie färben zwar die Flüssigkeit, behalten selbst aber nach wie vor ihre Farbe. Gefälschte Fäden sind oft schon nach wenigen Minuten blass und farblos.

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