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Kräuter - probieren Sie sich durch diese leckeren und gesunden Tipps!

Inhaltsverzeichnis

Schon seit Jahrtausenden werden unter anderem von so genannten „Kräuterhexen“ Tees, Tinkturen, Salben etc. aus Heilkräutern hergestellt. Dieses oft nur mündlich weitergegebene Wissen ist zum Glück nicht verloren gegangen.

Heilpflanzen und ihre Wirkungen werden inzwischen selbst von eingefleischten „klassischen Medizinern“ mehr und mehr in die Behandlung verschiedenster Leiden mit einbezogen.

Aber auch bei Heilpflanzen darf niemals vergessen werden, dass Kräuter Drogen sind und es auch hier zu Falschdosierungen kommen kann. Sie sollten auf jeden Fall einen Naturheilkundler oder Arzt zu Rate ziehen, wenn Sie ständig Medikamente einnehmen, da es zu Wechselwirkungen kommen kann.

Heilkräuter mit langer Tradition

Die erste Erwähnung von Heilkräutern reicht weiter zurück als man wohl vermutet – 6.000 Jahre alte Tontafeln mit Keilschrift aus längst untergegangenen Kulturen am Persischen Golf sind die wohl ältesten Zeugnisse.

Bis zum heutigen Tag gab es immer wieder in der Geschichte viele bedeutende Menschen, die sich mit der Heilpflanzenkunde befassten, zum Beispiel Hippokrates, Hildegard von Bingen, Albertus Magnus, Paracelsus oder Pfarrer Kneipp.

Allerdings ist das fachkundige Sammeln von Heilpflanzen nicht ganz einfach, und es gibt einiges, was Sie wissen müssen. Sammeln Sie ausschließlich Pflanzen, bei denen Sie sich hundertprozentig sicher sind, dass Sie sie kennen.

Bei vielen Pflanzen, speziell bei den Doldengewächsen, besteht eine sehr große Verwechslungsgefahr mit anderen, ähnlichen Pflanzen, und damit teilweise Vergiftungsgefahr.

Bei der kleinsten Unsicherheit lassen Sie die Pflanze stehen und besorgen sich lieber einen Vorrat aus dem nächsten Kräuterladen oder aus Apotheken. Letztere bieten übrigens auch die beste Qualität, da hier strenge Vorschriften und Kontrollen eingehalten werden müssen.

Kräuterwissen: Verwendungsmöglichkeiten

Tee

Der Tee ist die wohl älteste und gebräuchlichste Form der Anwendung. Es gibt 3 wesentliche Möglichkeiten der Zubereitung:

1. Der Aufguss – Die getrocknete Pflanze wird mit heißem, nicht mehr kochenden Wasser übergossen und ca. 10 Minuten ziehen gelassen.

2. Der Auszug – Die getrocknete Pflanze wird mit kaltem Wasser angesetzt und ca. 8 Stunden ausgezogen, abgeseiht und vor der Einnahme leicht erwärmt.

3. Das Abkochen – Die getrocknete Pflanze wird meist mit kaltem Wasser angesetzt, eventuell auch kalt ausgezogen und dann 2 bis 10 Minuten gekocht.

Den Tee können Sie sowohl innerlich wie auch äußerlich (Gurgeln, Umschläge, Bäder, Inhalationen) anwenden.

Tinktur

Die zerkleinerte frische Pflanze wird mit 70 %igem Alkohol aus der Apotheke oder Kornbranntwein in einem gut schließenden Gefäß angesetzt (Faustregel: 1 Teil Pflanze, 5 Teile Alkohol).

Dies lassen Sie 2 bis 10 Wochen auf der Fensterbank in der Sonne destillieren und filtern dann ab. Tinkturen können sowohl innerlich (mit Wasser verdünnt) oder äußerlich angewendet werden.

Kräuteröl

Die frische Pflanze wird in einem guten Öl angesetzt. Auch dies lassen Sie mehrere Wochen in der Sonne destillieren und filtern es dann ab. Kräuteröle werden in der Regel nur äußerlich verwendet. Sie eignen sich sehr gut zur Massage – eine Anleitung zur Partnermassage finden Sie in Ganzheitlich leben 4/2002.

Kräutersalbe

Hier gibt es 2 Verfahren: das Abkochen der getrockneten Pflanze in frischem Schweineschmalz oder die Pflanze im Verhältnis 1:3 in Alkohol ansetzen, Tinktur bereiten und diese Tinktur einer Salbengrundlage zusetzen (erhältlich in Apotheken). Das Gemisch erwärmen Sie vorsichtig, bis der Alkohol verdampft ist; damit die Salbe nicht ranzig wird, geben Sie am besten ein paar Tropfen Thymol dazu.

Breiumschlag

Die zerkleinerte Heilpflanze wird hierbei direkt auf die betreffende Stelle aufgetragen. Damit der Breiumschlag besser haftet, können Sie die Pflanze mit Weizenmehl, Kleie oder Quark vermischen.

Kräuterbad

Sie bereiten einen hoch konzentrierten Tee und geben diesen ins Badewasser. Auch Kräuterreste aus dem Vorjahr können Sie sehr gut als Kräuterbad verwenden.

Kräuteressig

Kräuteressig gewinnen Sie, indem Sie die zerkleinerte, frische Pflanze zu gleichen Teilen mit Wein- oder Apfelessig ansetzen, 14 Tage ziehen lassen und dann abseihen.

Kräutersirup

Auch hier gibt es 2 verschiedene Möglichkeiten der Herstellung: Ursprünglich wurden die frischen Blätter schichtweise abwechselnd mit Zucker in ein Einmachglas dicht eingepresst und beschwert. Dann soll das Ganze ca. 3 Monate bei gleichmäßiger Wärme vergären (dazu vergrub man das Gefäß in der Erde).

Nach den 3 Monaten wurde der Sirup abgepresst, kurz aufgekocht und in Flaschen abgefüllt. Die andere Möglichkeit besteht darin, die Blätter mit Zucker zu versetzen und einige Wochen in der Sonne destillieren zu lassen, dann wird der Sirup abgepresst, ein Aufkochen entfällt.

Kräuterpulver

Hierzu vermahlen Sie die getrocknete Pflanze im Mixer oder im Mörser. Kräuterpulver können Sie in Wein trinken oder auch beim Kochen dem Essen zufügen, es teelöffelweise einnehmen oder auch auf Wunden streuen.

Diese 7 Kräuter müssen Sie kennen

Es empfehlen sich im Allgemeinen folgende sieben Kräuter und ihre Heilwirkungen:

  1. Basilikum gilt als ideale Begleitung zu Tomaten und als Solist über frischen Nudeln. Wirkung: verdauungsfördernd, krampflösend und wassertreibend. Das Kraut empfiehlt sich bei besonders nervösen Menschen, weil es zur inneren Ruhe verhilft.
  2. Salbei: Schon die Römer schätzten dieses schöne und wohlschmeckende Kraut als entzündungshemmend und reinigend. Darüber hinaus stellt Salbei bei Wechseljahrsbeschwerden ein bewährtes Mittel dar und bei Entzündungen im Mund-Rachen-Raum wirkt er desinfizierend. Das Kraut schmeckt ideal zu gebratenem Kalbfleisch.
  3. Dill stärkt den Magen und regt den Appetit an. Sogar bei Schlafproblemen und nervösen Störungen soll Dill helfen. Man gibt es gerne an schwerverdaulichen Gurkensalat.
  4. Rosmarin gilt als echter Tausendsassa. Bei zu niedrigem Blutdruck wirkt Rosmarin unterstützend, er reguliert Magen und Darm und hilft bei Erschöpfungszuständen. Ein paar Zweige Rosmarin zwischen Kartoffeln auf einem Blech im Backofen machen aus der Knolle eine Delikatesse.
  5. Brennnessel: Für die einen ist es ein Unkraut, für die anderen eine der potentesten Heilpflanzen überhaupt. Brennnessel wirkt harntreibend, blutreinigend und blutzuckersenkend als Tee ebenso wie als Brennnessel-Salat. Pflücken Sie die Blätter mit Handschuhen und waschen Sie sie kurz, danach verlieren sie ihren Schrecken. Verwenden Sie ausschließlich die jungen Triebe und bereiten Sie die gewaschenen Blätter mit Zitronensaft, Joghurt, Olivenöl und einer Prise Pfeffer zu.
  6. Pfefferminze: Nach schwerem Essen dankt Ihre Galle Ihnen, wenn Sie auf ein frisches Blatt Pfefferminze aus Ihrem Kräutergarten heißes Wasser gießen und diese Zubereitung nach dem Essen genießen. Pfefferminze lindert Erkrankungen der Atemwege und wirkt bei Magen-Darm-Beschwerden entkrampfend.
  7. Zitronenmelisse gilt als perfekter Gutenachttrunk an heißen Tagen. Neben den antibakteriellen Eigenschaften wirkt Zitronenmelisse nervenstärkend und beruhigend. Genießen Sie dieses duftende Kraut als frischen Tee und trocknen Sie sich einen Vorrat für den Winter!

Kräuter schützen oft besser als Obst

Um Ihren Körper vor den Angriffen aggressiver Sauerstoffverbindungen (freie Radikale) zu schützen, empfehlen viele Wissenschaftler regelmäßig den Verzehr von mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse täglich. Diese Lebensmittel enthalten viele Antioxidantien, die die freien Radikale neutralisieren.

Das schützt Sie unter anderem vor Krebs, Arteriosklerose, Alzheimer und dem Grauen Star. Wie das Journal für Orthomolekulare Medizin im Januar 2005 berichtete, sollten Sie auch die antioxidative Schutzwirkung von Gewürzkräutern nicht unterschätzen.

Viele Gewürze enthalten deutlich mehr Antioxidantien als Obst und Gemüse. Die „Hitliste“ führen an: Nelken, Piment, Zimt, Rosmarin, Thymian und Majoran. Diese Kräuter gelten daher als ideale Ergänzung für eine gesunde Ernährung.

Mit diesen Heilzgewürzen peppen Sie Ihr Essen auf

  • Kurkuma: Wird auch Gelbwurz genannt und ist Bestandteil von Currymischungen. Wirkt vorbeugend gegen Arteriosklerose, Darminfekte und Gallenentzündung.
  • Macisblüte: Beugt Durchblutungsstörungen und Hautproblemen vor.
  • Muskat: Die Nuss hat eine drogenähnliche Wirkung, kann Räusche erzeugen und in Überdosierung sogar tödlich sein. In normalem Maß genossen hat Muskat eine angenehm stimmungsaufhellende Wirkung. Darüber hinaus soll sie Giftstoffe aus dem Körper schneller abbauen und sich günstig auf den Stoffwechsel der Leber auswirken.
  • Nelken: Die Gewürznelke gilt als heilsames Mittel für die Psyche. Sie beruhigt aufgeregte Gemüter und lindert Schmerzen. Appetit und Verdauung werden angeregt.
  • Piment: Die kleinen getrockneten Beeren entfalten Heilwirkungen ganz besonders bei allen Formen von Nervosität, Stress und dem Gefühl von Überforderung. Außerdem wirken sie verdauungsanregend.
  • Safran: Das gelbe Gewürz gilt als das teuerste der Welt. Es enthält große Mengen an B-Vitaminen und soll vorbeugend gegen Konzentrationsschwäche und Magenträgheit wirken.
  • Schwarzkümmel: Wird aus der „Jungfer im Grünen“ gewonnen und galt bereits bei den Ägyptern als Allheilmittel, denn er enthält viele ätherische Öle. Er fördert die Verdauung, stillt Schmerzen und mildert Arthritis.
  • Sternanis: Die hübsche kleine Frucht gleicht einem Sternchen und ähnelt im Geschmack dem Anis, mit dem sie jedoch nicht verwandt ist. Sternanis öffnet die Sinne und mildert Ängste.
  • Süßholz: Lindert Erkältungen, Halsweh und Husten. Treibt dem Blutdruck in die Höhe, deswegen Vorsicht bei Bluthochdruck.
  • Tamarinde: Mildert Verstopfung und Leberprobleme.
  • Vanille: Lässt sich auch gut bei salzigen Gerichten einsetzen, wirkt vorbeugend gegen Hautprobleme. Verwenden Sie nur echte Vanille beziehungsweise Vanillestangen.
  • Zimt: Die duftenden Röllchen aus der Rinde des Zimtbaum stabilisieren Ihre innere Harmonie und stärken Ihre Seele. Das Gewürz beruhigt diese und führt ihr neue Energie zu. Zimt gilt als appetitanregend und verdauungsfördernd. Bevorzugen Sie Zimt aus Ceylon.

Setzen Sie auf Kräuter gegen Schwitzen

Schwitzen ist normalerweise sehr gesund, und frischer Schweiß riecht auch nicht unangenehm. Erst wenn Bakterien den Schweiß zersetzen, beginnt es zu „müffeln“. Dann fühlen sich viele von dem „Duft“ genervt. Willentlich beeinflussen können Sie die Aktivität Ihrer Schweißdrüsen nicht, denn sie werden von Ihrem vegetativen Nervensystem reguliert.

Ob Sie viel oder wenig schwitzen, ist in der Regel genetisch bedingt beziehungsweise liegt darun begründet, ob Sie viel Sport treiben. Sportler schwitzen schneller als Untrainierte, da ihr Körperthermostat mehr gefordert wird. Oft sind auch Hormone die Auslöser – beispielsweise in den Wechseljahren oder bei einem Schilddrüsenleiden.

Die meisten Menschen greifen automatisch zu einen Deodorant oder Antitranspirant. Wirkstoffe wie Methenamin hemmen die Keime und überdecken den Geruch. Ein Antitranspirant dagegen enthält Aluminiumsalze, die die Ausgänge der Schweißdrüsengänge verengen. Diese können allerdings die Haut reizen.

Doch es gibt auch pflanzliche Alternativen: Gerbstoffe aus der Eichenrinde werden sehr gut mit Schweiß fertig. Sie wirken zusammenziehend auf die Drüsen. Bei Schwitzfüßen können Sie einfach etwas Eichenrinde abkochen und Ihre Füße darin baden.

Viele schwören auf Salbeitee, der die Schweißbildung mindert. Sie erhalten Salbei auf dem Markt als frisches Kraut. In der Apotheke ist es als getrocknetes Kraut oder in Form von Tee, Kapseln, Homöopathika und als Badezusatz erhältlich. Auch Umschläge mit Bockshornklee sind ein bewährtes Mittel.

Nutzen Sie Kresse als natürliches Antibiotikum

Gartenkresse verfügt über eine ganze Reihe von Inhaltsstoffen, die sie für unsere Gesundheit sehr wertvoll macht. So können die Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in der Kresse das Blut reinigen und den Stoffwechsel anregen. Am interessantesten sind allerdings die Senföle, die in der Gartenkresse in hohem Maße enthalten sind.

Diese Substanzen wirken wachstumshemmend auf Bakterien, Pilze und Viren, weshalb die Gartenkresse auch als natürliches Antibiotikum bezeichnet wird. Wenn Sie Kresse selbst züchten, haben Sie eine wirkungsvolle Unterstützung für Ihr Immunsystem auf der Küchenfensterbank.

Legen Sie einfach etwas feuchte Watte in eine flache Schale und streuen Sie den Kressesamen darauf. Bereits nach ein bis zwei Tagen beginnt die Saat zu keimen, und etwa nach fünf Tagen können Sie die Sprossen bereits ernten.

Die Verwendungsmöglichkeiten der kleinen grünen Blättchen sind sehr vielseitig. Sie können mit der Kresse z. B. Ihre Salate und Soßen würzen, einen Kräuterquark herstellen oder sie in Kräuterbutter verwenden.

Schnittlauch: Mehr als nur ein leckeres Gewürz

Als Heilpflanze ist er inzwischen in Vergessenheit geraten: Schnittlauch wirkt wie auch alle anderen Laucharten schleimlösend, antibakteriell und harntreibend. Und ganz nebenbei hat er eine positive Wirkung auf Ihre Blutgefäße. Es handelt sich dabei um eine mehrjährige Pflanze, die im Frühjahr schnell aus der Erde wächst.

Er hat runde, hohle Stängel, die bis zu 30 cm hoch werden können. Meist im Mai wachsen Blütenstängel, an denen sich die Blüten bilden. Diese sind kugelförmig und rosa bis violett. Sie können die Blüten essen oder als Dekoration für Ihre Salate verwenden. Im Winter zieht sich die Pflanze in die Erde zurück.

Schnittlauch als Heilpflanze

Schnittlauch war schon im Altertum eine beliebte Heilpflanze. Die alten Chinesen nannten ihn das Juwel der Gemüsepflanzen. Sie setzten ihn zum Kochen und zum Heilen ein. Schnittlauch wurde von abergläubischen Menschen im ganzen Haus verteilt. Sie glaubten, dass sie so vor dem „bösen Blick“ geschützt waren.

In ihm steckt mehr Vitamin C als in Äpfeln. 100 g enthält so viel Vitamin C wie ein Kilo Äpfel. Die Heilpflanze enthält große Mengen an Senfölen und heilsamen Schleimstoffen (Saponine).

Er liefert fast alle Mineralstoffe und Spurenelemente, die Mutter Natur Ihnen anbietet: Schnittlauch ist reich an Eisen und das in einer Form, die Ihr Körper besonders schnell und gut aufnimmt.

Das Gute darin: die ätherischen Öle

Wie seine anderen Familienmitglieder Knoblauch, Bärlauch und Porree hat Schnittlauch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen. Und für Ihre Gesundheit haben die es in sich: Sie wirken bakterienhemmend, blutdrucksenkend und sie fördern Ihre Verdauung. Der typische Geruch verrät es Ihnen: Schnittlauch enthält schwefelhaltige Verbindungen.

Sie regen Ihren Zellstoffwechsel an. Genau wie Knoblauch enthält auch er den Stoff Allicin, der eine antibakterielle Wirkung hat. Allicin schütz aber auch ihr Herz. Der Grund: Der Stoff beugt zu hohen Cholesterinwerten vor und senkt zu hohen Blutdruck. Verwenden Sie immer die frischen Stängel, denn die getrockneten Röllchen haben kaum noch eine Heilwirkung.

Auch als Gewürz sehr gesund

Selbst wenn Sie Schnittlauch nur als Gewürz Ihren Speisen beimengen, profitieren Sie von den gesunden Eigenschaften der Heilpflanze. Auch derregelmäßige Verzehr kleiner Mengen kann dazu beitragen, dass Ihr Blutdruck und Cholesterinspiegel sinkt.

Die geschnittenen Röhrchen können Sie einfrieren: So bleibt die Heilpflanze gesund und kann für einige Wochen konserviert werden. Schnittlauch ist am wirksamsten, wenn Sie ihn frisch verzehren. Ob im Hauptgericht oder im Salat ist er immer eine gesunde, wohlschmeckende Beigabe.

Sie können ihn auch in einen Topf aussäen und dann auf der Fensterbank züchten. Inzwischen erhalten Sie ihn im Topf auch bereits im Supermarkt. So können Sie die Blüten und Blätter je nach Bedarf ernten. Wenn Sie die Blütenknospen regelmäßig abzupfen, bleiben die Blätter sehr lange saftig und frisch.

Kann die Pflanze voll erblühen, werden die Blätter derb und fest. Am besten passt er zu Suppen, Salaten, Kräuterbutter, Kräuterquark und Rührei.

Liebstöckel wirkt wassertreibend

Medizinisch wirkt die Heilpflanze nachgewiesenermaßen harntreibend, deswegen ist sie vor allem in wassertreibenden Teemischungen zu finden. Hin und wieder ist sie auch in Magen- und Blutreinigungstees enthalten.

Die Gesundheitsbehörden haben die Wirkung des Liebstöckeltees bei Verdauungsbeschwerden wie Aufstoßen, Sodbrennen und Völlegefühl anerkannt. In der Volksmedizin wird das Heilkraut geschätzt bei Magenbeschwerden, Blasen- und Nierenleiden, rheumatischen Beschwerden, bei Gichtleiden, Menstruationsschmerzen oder Migräne.

Das sind die Heilwirkungen von Liebstöckel:

  • regt den Appetit an
  • unterstützt die Bildung von Magensäften und die Ausscheidung der Galle
  • löst Blähungen
  • lindert Erkrankungen der Harnwege und der Blase
  • wirkt bei nervösen Erschöpfungszuständen und Nervenlabilität
  • mildert die Symptome von Rheumatismus

Gegenanzeigen: Entzündungen der ableitenden Harnwege und der Nieren sowie eine eingeschränkte Herz- oder Nierentätigkeit. Wegen der möglichen abtreibenden Wirkung sollten Schwangere auf Tee und Aufgüsse verzichten.

Ansonsten sind keine Nebenwirkungen bekannt. Zu medizinischen Zwecken wird meist die getrocknete Wurzel verwendet, zum Würzen von Speisen die frischen oder getrockneten Blätter.

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