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Hopfen - erfahren Sie mehr über die beruhigende Wirkung der Pflanze

Er treibt den Harn, reinigt das Blut und er fördert die Menstruation – auch ohne alkoholische Zubereitung ist der Hopfen (Humulus lupulus) eine schätzenswerte Heilpflanze und wurde nicht ohne Grund zur Arzneipflanze des Jahres 2007 gekürt.

Hopfen entspannt das Gemüt und erleichtert damit das Einschlafen. Oft wird Hopfen auch in Kombination mit Baldrian angewendet.

Die Pflanze

„Hopfen und Malz, Gott erhalt’s“, sagen die Bayern und meinen damit das Bier, dem Hopfen als Bittermittel Haltbarkeit und Würze gibt. Die Pflanze wird in großen Kulturen angebaut, aber sie wächst auch wild in feuchten Niederungen und an Flussufern.

Auch als Fassadenpflanze erfreut sich Hopfen, der eine Höhe bis zu 10 Metern erreicht, großer Beliebtheit. Dabei winden sich die rasch wachsenden Ranken immer rechts um ihre Kletterhilfe herum. Die gegenständigen Blätter sind langgestielt, rau behaart und grob gesägt.

Bei Humulus lupulus handelt es sich um eine zweihäusige Pflanze, das heißt diese Art wächst getrenntgeschlechtlich, sodass es rein männliche und rein weibliche Pflanzen gibt. Blütezeit des Hopfens ist von Juli bis August.

Dabei tragen die „männlichen“ Blütenstände grünlichgelbe, hängende Rispen; die „weiblichen“ bilden Scheinähren, die zu gelblich-grünen, länglich eiförmigen Zapfen reifen. Die „Schuppen“ der Zapfen sind innen mit gelb-roten Drüsen besetzt, die den Bitterstoff Lupulin enthalten.

Im September werden die Zapfen geerntet und in Bündeln in einem luftigen Raum rasch getrocknet. Hopfen sollte nicht länger als ein Jahr lagern, da er sonst seine Wirksamkeit verliert.

So nutzen Sie den Hopfen

Beim Trocknen lassen sich die Drüsen von der Innenseite her ablösen. Aus den Drüsen wird das Lupulin als feines gelbes Pulver gewonnen, das aber nicht für die Selbstbehandlung geeignet ist. Eine zu hohe Dosis kann zu Lähmungen führen. Keine Gefahr besteht jedoch, wenn die getrockneten Zapfen für eine Teezubereitung verwendet werden.

Die Naturmedizin nutzt den Hopfen als Tinktur, als Tee oder Tablette. Auch in der Homöopathie nutzt man die gesunden Inhaltsstoffe der Pflanze zur Behandlung leichter Erkrankungen, die sich unter anderem in Schlafstörungen und Nervosität äußern.

Die beruhigende und einschlaffördernde Wirkung des Hopfens kann man sich auch in Form eines Hopfenkissens zu Nutze machen. So können auch diejenigen von der Wirkung des Hopfens profitieren, die ihn nicht als Tee, Tablette oder Tinktur einnehmen wollen.

Hopfen bei Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden

Dass der Hopfen bei grundsätzlicher Unruhe wahre Wunder bewirken kann ist allgemein bekannt. Auch dass der Hopfen harntreibend und blutreinigend wirkt, dürfte den meisten Menschen geläufig sein. Doch Hopfen kann darüber hinaus auch Linderung bei den klassischen Frauenleiden verschaffen.

Wenn Sie während der Wechseljahre gelegentlich Herzrasen bekommen, kann ein Bier am Abend für eine ruhige Nacht sorgen. Trinken Sie allerdings mehr davon, kann sich die Wirkung in ihr Gegenteil verkehren. Außerdem regt Hopfen den Appetit an, und seine harntreibende Wirkung kann die Nachtruhe empfindlich unterbrechen.

Bei nervöser Unruhe schont ein Hopfentee am späteren Nachmittag den Nachtschlaf besser und sorgt trotzdem für blutreinigende Entwässerung. Von den Hopfenpflückerinnen ist seit langem bekannt, dass während der Hopfenernte ihre Regel oft früher einsetzte.

Heute kennt man den Grund: Hopfen enthält reichlich pflanzliche Östrogene. Ausstehende Menstruation, aber auch typische Wechseljahrsbeschwerden reagieren darauf positiv.

Die Hopfen-Östrogene, die den Frauen so gut tun, verhelfen allerdings vielen Männern nach jahrelangem reichlichen Biergenuss (neben dem Bierbauch) ebenfalls zu einer gewissen weiblichen Fülle in Form eines Busenansatzes. Ihre männliche sexuelle Energie kann entsprechend nachlassen.