MenüMenü

Portulak: Deshalb lohnt sich der Verzehr des gesunden Blattgemüses

In unseren Breiten ist nur wenig darüber bekannt, wie wertvoll Portulak eigentlich ist. Andernorts jedoch hat die Pflanze eine lange Geschichte. Bereits die alten Ägypter kannten vor 3.000 Jahren das Blattgemüse: Bei Blasenentzündungen verzehrten sie große Mengen davon.

Die alten Griechen nutzten vor 2.000 Jahren die Wirkung der etwa 40 cm hohen Heilpflanze, vor allem bei Verdauungsbeschwerden. In der Chinesischen Medizin wird Portulak traditionell gegen Entzündungen eingesetzt. Und auch in Indien und anderen asiatischen Ländern ist das Gemüse weit verbreitet.

Portulak© Adobe Stock – TwilightArtPictures

Bei diesen Beschwerden kann Ihnen Portulak helfen

  • Blähungen, Durchfall und Verstopfung
  • Sodbrennen
  • Diabetes Typ II (Altersdiabetes)
  • Arteriosklerose
  • erhöhter Cholesterinspiegel
  • Erkältung, geschwächtes Immunsystem
  • Harnwegsinfektionen, Blasenentzündungen

  • Was Sie bei Gicht essen und trinken dürfen!

    Prima Checkliste gibt einen schnellen Überblick . . .

    Hier Klicken und Gratis abrufen ➜


  • Husten, Asthma
  • Entzündungen im Mundraum
  • Hautentzündungen, Geschwüre

Die gesunden Inhaltsstoffe von Portulak sind vielfältig: Flavonoide, eine Untergruppe der Polyphnole, wirken antioxidativ, fangen also zellschädigende Sauerstoffradikale ab und bieten Ihnen so beispielsweise Schutz vor Entzündungen. Glykoside wirken anregend auf Ihre Magen- und Gallensaftsekretion und auf diese Weise letztendlich verdauungsfördernd.

Portulak senkt Glukosespiegel

Die Wirkung von Portulak konnte mehrfach auch in wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen werden. Wie effektiv das Blattgemüse etwa gegen Diabetes hilft, zeigte 2011 eine Studie der Universität Sana’a im Yemen. Dort bekamen insgesamt 30 Diabetes-Typ-II-Patienten entweder täglich zweimal 5g Portulakextrakt oder 1500 mg Metformin, ein Diabetes-Medikament.

Nach zwei Monaten war der Blutglukosespiegel (postprandial, also nach dem Essen) in der Portulakgruppe von zuvor etwa 14 auf beachtliche 4,7 mmol/l gesunken. Das war sogar mehr als in der Metformin-Gruppe (6,8 mmol/l). Die blutzuckersenkende Wirkung des Gemüses beruht hauptsächlich auf den Inhaltsstoffen Niacin und Thiamin: Diese B-Vitamine setzen als Co-Enzyme Stoffwechselprozesse in Gang, die letztendlich Ihre Körperzellen veranlassen, Zucker aus dem Blut aufzunehmen.

Vielfältige Wirkung

Wie effektiv Portulak zudem Ihren Cholesterinspiegel senken kann, zeigte 2014 eine Studie der Universität Isfahan im Irak an 72 Übergewichtigen mit erhöhtem Cholesterinspiegel: 36 von ihnen erhielten dreimal täglich 500 mg Portulakextrakt, die übrigen Patienten ein wirkstofffreies Kontrollpräparat (Placebo). Nach einem Monat war der Gesamtcholesterinwert in der Portulakgruppe von durchschnittlich 204 auf 189 mg/dl gesunken. In der Placebo-Gruppe blieb er nahezu unverändert.

Verantwortlich für den cholesterinsenkenden Effekt des Blattgemüses sind die Phytosterine. Diese haben eine cholesterinähnliche Struktur und hemmen die Cholesterinaufnahme in Ihrem Darm. Denn sie konkurrieren mit dem Cholesterin um dieselben Transportwege durch die Darmwand. Zellbiologische Untersuchungen konnten sogar nachweisen, dass Portulak das Wachstum von Krebszellen hemmt. Das zeigte 2010 unter anderem die Universität Lanzhou in China. Studien deuten außerdem darauf hin, dass das Blattgemüse dank seiner antioxidativen Eigenschaften auch einer Arteriosklerose (Arterienverkalkung) vorbeugen kann. Sie sehen: Das Potential der alten Heilpflanze ist riesig. Bauen Sie das gesunde Blattgemüse in Ihren Speiseplan ein.

So wenden Sie Portulak an

  • Beim Gemüsehändler oder in Bio-Läden kosten 100g des Gemüses etwa 2 €.

  • Essen ohne Kohlenhydrate?

    Diese Lebensmittel sollten Sie dann meiden . . .

    Hier Klicken und Gratis abrufen ➜


  • Da Portulak schnell seine Wirkstoffe verliert, sollten Sie Ihn frisch und innerhalb von zwei bis drei Tagen konsumieren. Zum Einfrieren ist Portulak ungeeignet.
  • Wollen Sie dich dennoch einen Vorrat anlegen, dann legen Sie das Blattgemüse in Salz oder Essig ein.
  • Verzehren Sie es roh als Salat, gedünstet wie Gemüse oder blanchiert wie Spinat. Die Knospen der Blüten können Sie übrigens als Kapernersatz nutzen.

Rezept für Portulak-Salat

Schneiden Sie 300g Portulak klein. Verrühren Sie den Saft einer Zitrone mit vier Esslöffeln Öl. Fügen Sie eine Tasse grob gemahlene Walnüsse und 250g Joghurt hinzu. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, über den Portulak gießen. Portulak schmeckt säuerlich-nussig. Sie können die Blätter beispielsweise auch zum Würzen nutzen, etwa als Beilage zu einer Suppe. Es darf allerdings nicht mitgekocht werden, sonst verliert es sein Aroma.

Portulak als Tee

  • Für die Tee-Zubereitung nehmen Sie 15 g frischen Portulak, den Sie mit einem Liter kochendem Wasser übergießen und dann fünf Minuten ziehen lassen. Anschließend Blätter abfiltern.
  • Trinken Sie bei akuten Beschwerden mindestens drei bis vier Tassen täglich: Trinken Sie reichlich Portulak-Tee beispielsweise bei Husten, Asthma, Verdauungsproblemen oder Harnwegsinfektionen.
  • Oder nutzen Sie den Tee zur Desinfektion bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum: Gurgeln Sie für 20 Sekunden mit der Flüssigkeit.
  • Auch äußerlich können Sie von den gesunden Inhaltsstoffen profitieren: Reiben Sie Ihre Haut bei Ekzemen, Geschwüren und anderen Hautentzündungen mit Portulak ein. Tunken sie dafür einen Wattebausch in eine mit Portulak-Tee gefüllte Schale und tupfen Sie damit zweimal täglich die betroffene Hautregion ab.

Portulak als Extrakt

Portulak gibt es zudem als Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform (z. B. von DS-Pharmagit oder Terraternal) in Apotheken oder Drogerien. 100 Stück kosten ungefähr 40 €. Nehmen Sie bei akuten Beschwerden drei Kapseln täglich. Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Christine Pauli
Über den Autor Christine Pauli

Beim FID Fachverlag für Gesundheitswissen ist sie Chefredakteurin des Informationsdienstes "Food Inspector" und des E-Mail-Newsletters „Ernährungstipps“.

Regelmäßig Informationen über Pflanzenheilkunde erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Christine Pauli. Über 344.000 Leser können nicht irren.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!