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Kurkuma (Gelbwurz) - die ebenso gesunde Alternative zum üblichen Ingwer

Kurkuma ( lat. Curcuma longa), auch als Gelbwurz bekannt, gehört zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Die Pflanze stammt aus Südasien und kann unter optimalen Bedingungen eine Wachstumshöhe von bis zu einem Meter erreichen.

Ähnlich wie der Ingwer bildet auch Kurkuma sog. Rhizome aus. Rhizome sind knollenähnliche Pflanzenteile, in denen die Pflanze Wasser und Nährstoffe speichert. Zwar werden Rhizome oft als Teile der Wurzeln bezeichnet, was eigentlich naheliegen ist, da sie unterirdisch, bzw. unmittelbar über der Erdoberfläche wachsen.

Dies ist jedoch Falsch. Tatsächlich sind Rhizome Teile der Sprossachse, zu der auch der Stängel gehört und verfügt über keine Merkmale von Wurzeln. Die Rhizome von Kurkuma enthalten neben ätherische Öle den gelben Farbstoff Curcumin, dem die Pflanze die umgangssprachliche Bezeichnung Gelbwurz, Gelber Ingwer oder Safranwurzel verdankt.

Kurkuma wird vor allem in getrockneter und gemahlener Form verwendet und wird gleichermaßen als Gewürz und als Färbemittel verwendet. Als einer der Hauptbestandteile in Currypulver ist er für dessen kräftige gelbe Färbung verantwortlich.

Der Farbstoff Kurkumin wird in der Lebensmittelindustrie vielfältig verwendet, u.a . zur Färbung von Senfzubereitungen, Marmeladen und Teigwaren. Die Gelbwurz ist in der traditionellen Naturmedizin von großer Bedeutung.

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen zählen:

  • ätherische Öle:
  • Curcuma longa bis 5 % (z. B. Turmeron, ar-Turmeron und Zingiberen)
  • Curcuma xanthorrhiza bis 11 % (z. B. Xanthorrhizol)
  • Farb- und Scharfstoffe (z. B. Curcumin)

Frische Gelbwurz schmeckt harzig-brennend, getrocknete eher mild und etwas bitter. Kurkuma-Pulver gibt vielen Curry-Mischungen die charakteristische gelbe Farbe.

Gelbwurz: ein fester Bestandteil der ayurvedischen Medizin

In der altindischen Heilkunst Ayurveda gilt die Gelbwurz bereits seit 4.000 Jahren als „heißes“, energiespendendes Mittel. Ähnlich sieht die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) die Chiang Huang, wie sie in China genannt wird.

So wirkt Chiang Huang nach der chinesischen Medizin:

  • Sie regt den Fluss der Lebensenergie Qi an.
  • Sie löst Blutstauungen.
  • Sie beruhigt Nerven und Geist.
  • Sie regt den Gallenfluss an.

Die indonesische Volksmedizin nutzt die Gelbwurz zur Stärkung der Immunabwehr und bei Atemwegsinfektionen. Die meisten dieser Wirkungen wurden auch von der westlichen Pflanzenheilkunde bestätigt.

Nach westlicher Erkenntnis wirkt das Ingwergewächs:

  • sekretionsfördend, v. a. auf Galle, Magen und Bauchspeicheldrüse
  • leberstärkend
  • entzündungshemmend

Kurkuma kann auch die Blutfettwerte senken. Laborversuche, die auf eine krebshemmende Wirkung von Curcumin hindeuten, konnten am Menschen nicht bestätigt werden.

Bei diesen Beschwerden sollten Sie an Gelbwurz denken:

  • Verdauungsschwäche mit Blähungen und Völlegefühl
  • Gallen- und Leberschwäche
  • Nebenhöhlenentzündungen

Bei längerem Gebrauch können in Einzelfällen Magenbeschwerden und eine verstärkte Blutungsneigung auftreten. Deshalb darf das Ingwergewächs nicht während der Schwangerschaft und der Stillzeit eingenommen werden. Bei einem Verschluss der Gallenwege ist die Einnahme ebenfalls verboten. Bei Gallensteinleiden dürfen Sie die gelbe Wurzel nur in Absprache mit Ihrem Arzt anwenden.

Killt Kurkuma Rheuma?

Das in Asien so beliebte Gewürz Gelbwurz – Kurkuma – ist offenbar in der Lage, Entzündungen in den Gelenken zu stoppen. Nach aktuellen Erkenntnissen soll es sogar bei Osteoporose wirken. Denn es gelang, die Reaktionskette zu unterbrechen, die zum Zerbröseln der Knochen führt.

Hierbei handelt es sich jedoch zunächst nur um Tierversuche. Wirksam sollen die so genannten Kurkuminoide sein. Diese Pflanzenstoffe – so die Forscher der Universität von Tuscon in Arizona – hemmen ein bestimmtes Eiweiß in den Gelenken, das an der Bildung von Entzündungsstoffen beteiligt ist.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Gelbwurz auch gegen andere Krankheiten helfen könnte, die mit Entzündungen einher gehen – etwa Asthma, Multiple Sklerose oder chronische Darmentzündungen.

Kurkuma gibt es als Fertigarzneimittel in der Apotheke. Es ist aber auch Hauptbestandteil von Currypulver, das in der Küche von Rheumatikern folglich häufiger Verwendung finden sollte.

Kurkuma-Inhaltsstoff: In Zukunft Therapie bei Alzheimer?

Vor einer Demenzerkrankung fürchten sich viele Menschen. Das Schlimme an diesen Erkrankungen sind Gehirnschäden, die sich nicht wieder rückgängig machen lassen. Zumindest sind wir bisher davon ausgegangen.

Forscher des Instituts für Neurowissenschaftlen und Medizin Jülich aber haben nun eine Möglichkeit gefunden, die in Zukunft zur Therapie von Demenzerkrankungen gehören könnte. Es kann sein, dass es ihnen tatsächlich gelungen ist, einen Weg zu finden, gesunde Gehirnzellen nachwachsen zu lassen.

In Tierversuchen hatten die Forscher Ratten, die an Alzheimer litten, den Kurkuma-Inhaltsstoff Turmeron gespritzt. Kurkuma kenne Sie sicherlich als Bestandteil von Curry. Im Laufe der Studie stellten die Wissenschaftler dann fest, dass beschädigte und geschrumpfte Bestandteile des Gehirns langsam wieder wuchsen und zu funktionieren begannen.

Turmeron war dafür verantwortlich. Je mehr von diesem Stoff die Wissenschaftler gaben, umso mehr gesundes Gewebe entstand in den Gehirnen. Allerdings reicht es nicht, hohe Dosen an Kurkuma bzw. Curry zu essen. Vielmehr muss der Wirkstoff direkt ins Gehirn injiziert werden, was seinerseits mit hohen Risiken verbunden ist.

Auch ist für Menschen eine sehr hohe Menge Turmeron nötig. Dennoch gilt die Entdeckung als Meilenstein, denn es besteht die Aussicht, auf diese Weise Stammzellen behandeln zu können. Diese werden dann zu Gehirnzellen, die Reparaturmechanismen im Gehirn auslösen.

Gelbwurz bekämpft kranke Zellen

Kurkuma (Gelbwurz) wirkt grundsätzlich sekretionsfördernd, leberstärkend und entzündungshemmend und wird vor allem bei Verdauungsproblemen, Gallen- und Leberschwäche und Nebenhöhlenentzündungen eingesetzt. Doch eine ganz andere Eigenschaft macht den Gelbwurz so besonders und wertvoll.

Was US-amerikanische Forscher zum Gelbwurz herausgefunden haben, erfahren Sie hier. Das asiatische Gewürzkraut Gelbwurz (Kurkuma) veranlasst kranke Zellen, sich selbst zu zerstören. Das hat ein Forscherteam der Universität Houston/US-Bundesstaat Texas unter der Leitung von Dr. Bharrat Aggarwal herausgefunden.

Die Selbstzerstörung von kranken Zellen ist ein angeborener Selbstschutzmechanismus des menschli-chen Körpers. Auf diese Weise schützt sich der Körper sogar vor Krebszellen.

Wie die Forscher im Juli 2005 in der US-Fachzeitschrift Cancer schrieben, unterbindet Gelbwurz die Bildung von zwei Eiweißstoffen, mit deren Hilfe sich z. B. Krebszellen der Haut und der Brustdrüse am Leben halten bzw. vermehren.

Unser Rat: Die mild aromatisch schmeckende Gelbwurz ist v. a. in Curry enthalten und sorgt für dessen gelbe Farbe. Wer nicht so gerne scharf isst, kann auch reines Kurkuma verwenden, z. B. zu Reis- oder Eierspeisen. Das gelbe Pulver erhalten Sie in den Gewürzregalen großer Supermärkte und in Asia-Geschäften.

So wenden Sie Gelbwurz an

Frischen Kurkuma erhalten Sie unter dem indonesischen Namen Temulawak in Asia-Läden. Für medizinische Zwecke kaufen Sie getrockneten Kurkuma (Rhizoma curcumae xanthorrhiza, ganz oder gemahlen) am besten in Apotheken.

Grundrezept für Kurkuma-Tee

Überbrühen Sie 1 TL (1 g) Gelbwurzpulver mit 150 ml kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 10 Minuten zugedeckt ziehen. Trinken Sie 2- bis 3-mal täglich je 1 Tasse frisch zubereiteten, nicht abgeseihten Tee 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten. Dieser Tee empfiehlt sich bei leichten Verdauungsbeschwerden, da er sehr mild wirkt.

Kurkuma-Pulver gegen Gallenschwäche

Verrühren Sie 1/2 bis 1 TL Gelbwurzpulver mit etwas warmem Wasser zu einer glatten Paste. Nehmen Sie diese Menge 3-mal täglich frisch angerührt 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten ein. Diese Paste hilft Ihnen v. a. bei Gallen- und Leberschwäche.

Nehmen Sie nicht mehr als 3 g Kurkuma-Pulver pro Tag ein. Auch Patienten mit Gallensteinen sollten sich vor der Einnahme von Kurkuma erst von ihrem Arzt beraten lassen.

Kurkuma-Rauch befreit verstopfte Nebenhöhlen

Tauchen Sie ein Stück getrocknete Kurkumawurzel in Kokos- oder Neemöl. Rösten Sie die Wurzel in einer feuerfesten Räucherschale. Inhalieren Sie den entstehenden Rauch vorsichtig mittels eines aus Papier gedrehten Trichters – und zwar pro Nasenloch 3-mal. Wiederholen Sie diese ayurvedische Technik 1-mal täglich, maximal 7 Tage lang.

Fertigpräparate mit Kurkuma (Gelbwurz)

Wer den Geschmack von Kurkuma nicht mag, kann auf fertige Präparate aus der Apotheke zurückgreifen.

Mono-Präparate: Curcumen® (20 Kps. ca. 7,59 €), Infitract® (25 Kps. ca. 10,60 €), Pankreaplex® mono (30 Kps. ca. 9,00 €)

Kombi-Präparate: Bilisan® duo mit Mariendistel (100 Tabl. ca. 27,84 €), Choleodoron® mit Schöllkraut (20 ml ca. 7,85 €), Hevert-Cholosom-Tee mit Kümmel, Löwenzahn, Mariendistel und Pfefferminze (80 g ca. 4,85 €).

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