MenüMenü

Eukalyptus - der starke Helfer gegen Husten & Co.

Vor allem bei Erkältungskrankheiten verwendet man die Blätter oder das aus den Blättern gewonnene Öl des Eukalyptusbaumes. Eukalyptus wirkt gut bei Erkältungskrankheiten und Bronchitis sowie gegen Entzündungen. Darüber hinaus fördern Massagen mit Eukalyptusöl die Durchblutung.

Anwendungsgebiete

Eukalyptusblätter wirken leicht krampflösend und expektorierend (den Auswurf fördernd). Die Blätter und das aus ihnen gewonnene Öl findet man in Präparaten zum Einnehmen wieder.

In der Apotheke erhalten Sie neben dem reinen Eukalyptusöl (10 ml ca. 3 €) Präparate zum Einnehmen (z. B. Soledum® oder ratiopharm Erkältungskapseln®), Inhalieren (z. B. Transpulmin® Balsam, Babix®), Einreiben (z. B. Stas Erkältungssalbe, Pinimenthol®) oder als Badezusatz (z. B. tetesept®, Frühmesner® Badeöl).

Eukalyptusöl verwendet man weitaus häufiger als die reinen Blätter, zum Beispiel als Inhaltsstoff verschiedener Medikamente gegen Erkältungen, Bronchitis oder Nasennebenhöhlenerkrankungen. Darüber hinaus ist das Öl beliebt in Badezusätzen.

Eukalyptusöl

Die Heimat des Eukalyptusbaumes sind Südwestaustralien und Tasmanien. Heute wird er unter anderem auch in den Mittelmeerländern angepflanzt. Der Eukalyptusbaum – auch Fieberbaum genannt – verfügt über ein besonders starkes ätherisches Öl (Eukalyptol).

Dieses soll bereits in der Umgebung des Baumes eine starke antiseptische Wirkung ausüben. Die Blätter bilden dieses wohlriechende Öl in ihren zahlreichen Drüsen. Medizinisch verwendet wird nur eine von den über 100 Eukalyptusarten. Sie hat den höchsten Anteil an Eukalyptol (Cineol).

Der Koalabär wohnt auf dem Fünften Kontinent ausschließlich in den Astgabeln des Eukalyptusbaumes und frisst nichts anderes als seine Blätter. Experten sagen, er sei von dessen ätherischem Öl immer etwas „benebelt“ und sein Stoffwechsel gedrosselt, was in der australischen Hitze von Vorteil ist.

Die australischen Aborigines schwören seit altersher auf Eukalyptus als leicht sedierendes Mittel, das sie in der Hitze des Tages vor allzu viel Aktivität schützt. Doch auch als Antiseptikum bei Fieber und Infektionen werden die Eukalyptusblätter geschätzt.

Und damit haben sie Recht: Eukalyptusöl wirkt stimulierend auf das Immunsystem, es treibt den Schweiß und fördert die Durchblutung. Es senkt Fieber, lindert Ausschlag und beschleunigt das Abklingen von fiebrigen Ausschlägen wie Windpocken oder Masern.

Eukalyptusöl wirkt aber auch hervorragend bei Erkältungen, Grippe, Krupp, Husten, Asthma, Bronchitis, Katarrh, Nasennebenhöhlenentzündungen und Ohrinfektionen. Es hemmt die Schleimbildung in den Atemwegen. Als Absud wirkt das ätherische Öl auch positiv bei Infektionen der Harnwege wie Blasenentzündungen.

Äußerlich angewendet wirkt Eukalyptus antiseptisch, blutstillend und heilungsfördernd. Eukalyptus ist Bestandteil vieler Fertigarzneien, die gegen Husten, Bronchitis und Asthma eingesetzt werden. Es findet sich ebenfalls in Salben und Einreibungen gegen Gicht und Rheuma.

Das Öl wird durch Dampfdestillation aus Blättern und Zweigspitzen gewonnen. Es duftet frisch, ist farblos und enthält bis zu 80 Prozent Cineol. Da das Cineol ein sehr starkes ätherisches Öl ist, dürfen Sie Eukalyptusöl niemals unverdünnt verwenden.

Durch die Reizwirkung des Öls kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen kommen. Experten empfehlen, es durchgängig auch nicht länger als 14 Tage einzusetzen. Bei der Verwendung von Teezubereitungen sind kaum Nebenwirkungen bekannt.

Achtung: Wenn Sie Entzündungen im Magen-Darm-Bereich, der Gallenwege oder Erkrankungen der Leber haben, dürfen Sie Eukalyptus nicht anwenden. Bei Säuglingen und Kleinkindern müssen das Gesicht und der Bereich der Nase bei der Behandlung mit Eukalyptussalben oder anderen Zubereitungen ausgespart werden.

Bei Erkältungen hilft das Öl vor allem dann, wenn Sie es verdampft inhalieren: Geben Sie 5 Tropfen Eukalyptusöl in eine Schüssel mit heißem Wasser, halten Sie sich ein Handtuch über den Kopf und inhalieren Sie den Dampf etwa 10 Minuten lang.

Lässt man einen Absud der Blätter in einem Krankenzimmer verdunsten, kann man damit die Luft reinigen. Geben Sie ein Tropfen Eukalyptusöl in Ihren Zimmerbrunnen, wenn Sie erkältet sind oder Fieber haben.

Für eine Massage vermischen Sie 100 Milliliter Jojoba- oder Mandelöl mit 20 Tropfen Eukalyptusöl. Damit können Sie schmerzende Muskeln und Gelenke massieren oder bei einer Erkältung den Oberkörper mit kreisenden Bewegungen einreiben.

Damit können Sie Pickel, Herpes und Fußpilz behandeln, indem Sie das Ölgemisch einfach auf die kranken Stellen geben und es sanft einmassieren. Es wirkt auch bei Fieberbläschen, Gürtelrose, Windpocken und anderen Hautbeschwerden. Außerdem vertreibt der Geruch von Eukalyptusöl stechlustige Mücken.

Eukalyptustee

Einen Tee gegen Husten, Asthma und Bronchitis bereiten Sie am besten so zu: 3 Teelöffel Eukalyptusblätter mit ¼ l kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. Über den Tag verteilt in kleinen Schlucken trinken.

Als Teemischung für diese Beschwerden empfiehlt der bekannte Apotheker Mannfried Pahlow, Eukapyptusblätter, Huflattichblätter und Thymianblättchen zu gleichen Teilen zu mischen, 2 Teelöffel dieser Mischung mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen und wie oben beschrieben weiterverfahren.

Auch als homöopathisches Heilmittel ist Eukalyptus beliebt. Es wird vor allem bei Erkrankungen der Luftwege eingesetzt, aber auch bei steifen Gelenken sowie Knochen- und Muskelbeschwerden. Eukalyptus wird den Menschen empfohlen, die geistig und körperlich erschöpft sind – vor allem durch anhaltende Erkältungsbeschwerden.

Methoden und Nebenwirkungen

Eukalyptus hilft Erkrankten auf verschiedene Art und Weise. Eukalyptusbonbons helfen, indem sie beispielsweise bei Halsschmerzen ein kühlendes Gefühl verschaffen. Bei empfindlichen Personen können als Nebenwirkungen Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auftreten.

Darüber hinaus setzt es unter Umständen die Wirksamkeit anderer Arzneimittel (z. B. Homöopathika, Antibiotika oder der „Pille“) herab. Achtung: Wenden Sie Eukalyptus nicht bei Kindern unter sechs Jahren an.

Die Anwendung von Eukalyptus in der Schwangerschaft ist umstritten. Ziehen Sie hier lieber einen Arzt zur Rate. Darüber hinaus ist die Anwendung bei Kindern unter sechs Jahren gefährlich.

Gratis PDF

Die besten
7 Rezepte
mit Ingwer