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Grundlagenwissen zum Thema Borretsch

„Der Borretsch kann sagen, und das ist die Wahrheit: Ich mache leichte Herzen, bringe Fröhlichkeit.“ So wurde in der Schule von Salerno, der ältesten medizinischen Fakultät Europas, der Borretsch, Borago officinalis, den angehenden Ärzten des späten Mittelalters als Heilkraut nahegebracht.

Azurblaue Blütenstände bilden die Spitze von hohlen, dicken, behaarten Stengeln. Die Blätter sind breit und ebenfalls behaart. Der Borretsch kam wahrscheinlich aus Nordafrika zu uns. Er wächst auch in unseren Gefilden fast überall wild und läßt sich gut im Garten züchten. Mit Sonne und auf fettem Boden kann er 40 bis 70 cm hoch werden. Der Borretsch – im Volksmund auch Herzfreude, Herzblümlein, Wohlgemuth oder Gurkenkraut genannt – ist so recht eine Pflanze für die gestreßte Frau, die etwas für ihr gesamtes physisches und psychisches Wohlbefinden tun und ihren Stoffwechsel aktivieren will, die sich mehr Spannkraft und Vitalität wünscht, die Beschaffenheit von Haut, Haaren und Nägeln verbessern will. Alten und Kränkelnden kann er zu mehr Lebensfreude verhelfen

Näheres zum Borretsch

Borretsch, auch als Gurkenkraut oder Kukumerkraut bekannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Raublattgewächse. Borretsch stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, wo er wild wächst. Nach Mitteleuropa kam das Kraut erst im späten Mittelalter. Es ist ein beliebtes Kraut für traditionelle Bauerngärten.

Anspruchsloses Gewächs und ausgezeichnetes Küchenkraut

Borretsch liebt sonnige und halbschattige Standorte und feuchte Böden, ist aber ansonsten unkompliziert. Die einjährige Pflanze wird bis zu 70 cm groß. Stängel und Blätter sind borstig behaart. Borretsch blüht von Mai bis September. Die anfangs rosafarbenen Blüten färben sich später leuchtend blau.

Die Blätter des Borretschs riechen und schmecken gurkenähnlich. Sie können Salaten beigegeben werden und verfeinern Dips, Kräuterbutter und Grüne Sauce. Größere Blätter bereitet man als Blattgemüse zu, ähnlich wie Spinat oder Brennnesse. Die hübschen Blüten sind ebenfalls essbar und verzieren Süßspeisen oder Salate. Sie reagieren mit Essig und verändern dann ihre Farbe. Aus den Borretschsamen gewinnt man Öl. Frischer Borretsch ist bundweise auf Wochenmärkten zu haben.

Borretsch als Heilpflanze

Borretsch ist eine alte Heilpflanze. Sowohl die Blüten als auch die Blätter und das aus den Samen gewonnene Öl finden Anwendung in der Pflanzenheilkunde. Borretsch enthält unter anderem Bornesit, Allantion, Schleimstoffe, Kaliumsalze, Gerbstoffe, Kieselsäure und Pyrrolizidinalkaloide.

Tee und Blätter können als Tinktur oder Tee zubereitet werden. Borretsch wirkt stimmungsaufhellend, beruhigend, harntreibend, entzündungshemmend und reinigend. Schon Plinius schrieb, dass der Borretsch Fröhlichkeit bringe. Mit ihm behandelt man Husten, Rheuma, Kinderkrankheiten und Hautkrankheiten. Das aus den Samen gewonnene Borretschöl wirkt nicht nur bei Ekzemen und Neurodermitis, sondern pflegt allgemein reife und empfindliche Haut. Es anhält einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren.

Mit Vorsicht zu genießen

Der hohe Anteil an Pyrrolizidinalkaloiden ist der Grund, warum Borretsch heute in der Medizin wenig Verwendung findet: Er ist leicht toxisch und seine Vorteile sind nicht nachgewiesen. Vor einem sorglosen Umgang und Selbstmedikation ist deshalb abzuraten.

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