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Reiseinfektionen: Wie Sie sich schützen und im Ernstfall handeln

Von Jahr zu Jahr registrieren die Gesundheitsbehörden immer häufiger die negativen Begleiterscheinungen der modernen Reiselust: Malaria, Typhus, Tuberkulose, Meningitis (Hirnhautentzündung) & Co. machen als Reisesouvenirs von sich reden. Reisemediziner beklagen den Leichtsinn vieler Touristen. Denn sie nehmen die Möglichkeiten zur Vorsorge nicht ernst und stecken sich deshalb mit den gefährlichen Krankheiten an.

Nahaufnahme einer zustechenden Mücke© Marta Tobolova - Fotolia

Tropenkrankheiten stellen ein besonderes Risiko dar

Rückkehrer aus tropischen Gebieten bringen zu 43 Prozent eine Krankheit mit, weiß Dr. Peter Walger von der Medizinischen Poliklinik der Universität Bonn. Jeder Zweite, der aus Afrika eine Malaria mitbringt, hat sich sogar mit der Malaria tropica angesteckt, die tödlich verlaufen kann. Tropenkrankheiten lassen sich in zwei große Gruppen einteilen: Die erste umfasst Krankheiten, die ausschließlich in heißen Klimazonen auftreten, weil ihre Erreger nur dort vorkommen oder weil sie durch tropische Insekten übertragen werden. Zu den Tropenkrankheiten im engeren Sinn gehören:

  • Bilharziose
  • Schlafkrankheit
  • Leishmaniosen
  • Hakenwurmkrankheit
  • Malaria
  • Gelbfieber

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  • Dengue-Fieber

Zur zweiten Gruppe gehören solche Krankheiten, die eigentlich auf der ganzen Welt vorkommen, aber unter anderem wegen den speziellen klimatischen und hygienischen Bedingungen in heißen Ländern sehr viel häufiger auftreten. Mit diesen Erkrankungen stecken Sie sich in heißen Ländern eher an:

  • Typhus
  • Paratyphus
  • Cholera
  • Amöbenruhr
  • Bazillenruhr
  • Hepatitis A

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  • Borreliose

Vorbeugung ist das A und O

Auch mit Krankheiten wie Kinderlähmung oder Wundstarrkrampf stecken sich viele Urlauber unterwegs leichter an. AIDS und Geschlechtskrankheiten sind leider ebenfalls keine seltenen Reisemitbringsel. Ein Großteil dieser Erkrankungen bricht erst Tage, Wochen oder Monate nach der Rückkehr aus den Ferien aus. Die Symptome werden dann oft nicht mehr mit der Reise in Verbindung gebracht.

Gegen die meisten dieser Infektionen können Sie sich durch Impfungen, die Einnahme von Medikamenten und Sicherheitsmaßnahmen vor Ort schützen. Für manche Länder sind bestimmte Impfungen zwingend vorgeschrieben. Erkundigen Sie sich deshalb unbedingt rechtzeitig vor Reisenantritt, welche Krankheiten in Ihrem Zielland grassieren, welche Impfungen Sie brauchen und welche anderen vorbeugenden Maßnahmen sinnvoll sind. Darüber weiß in der Regel schon Ihr Hausarzt Bescheid. Er schickt Sie auch zum Impfen an die richtigen Institutionen wie das Gesundheitsamt weiter.

Maßgeschneiderte Vorsorge erspart unliebsame Überraschungen

Für jedes Reiseland gibt es detaillierte Tipps zur richtigen Prophylaxe und zum richtigen Verhalten am Urlaubsort, etwa beim Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf. Diese Tipps werden fast wöchentlich auf den neuesten Stand gebracht, denn bei der Malaria ist beispielsweise nicht jedes Medikament in jedem Land wirksam.

Ausgerechnet dort, wo das Risiko am höchsten ist, verlieren bewährte Medikamente ihre Wirksamkeit, weil die Parasiten gegen sie resistent werden. Außerdem verbreiten sich die Seuchen stark unterschiedlich. Allgemeine Empfehlungen sind schwierig. Was Sie brauchen, ist ein maßgeschneidertes Vorsorgeprogramm.

Symptome nach der Rückkehr

Haben Sie Hautstellen, die hartnäckig jucken, Stellen, die nach Bissen oder Stichen keine Ruhe geben oder verdächtige Rötungen auf der Haut? Dahinter können sich Zeckenbisse, Krätzmilben, Bettwanzen, Flöhe oder Pilze verbergen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie Fieberattacken bekommen und unter anhaltenden Kopf- und Gliederschmerzen leiden. Dann sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen und davon berichten, dass Sie auf Reisen waren. Dies gilt auch dann, wenn die Reise schon einige Wochen her ist, vor allem wenn Sie in Thailand, Indien, Indonesien, im tropischen Afrika oder in Südamerika waren. Dahinter könnte sich beispielsweise eine Malaria-Infektion oder das Dengue-Fieber verbergen.

Die für die Malaria typischen Fieberschübe treten bei der Malaria tropica nach etwa zwei Wochen, bei anderen Malaria-Typen oft erst nach etwa sechs Wochen auf. Noch länger dauert der Ausbruch der Infektion übrigens, wenn Sie sich mit Malaria-Medikamenten geschützt haben. Diese wirken nicht immer zu 100 Prozent, Sie können dann aber mit einem milderen Verlauf rechnen. Verdächtig ist es auch, wenn Sie längere Zeit Durchfall oder Bauchkrämpfe haben. Dahinter kann unter Umständen eine Ruhrerkrankung oder ein Wurmbefall stecken. Auch in diesem Fall müssen Sie den Arzt aufsuchen, damit er anhand einer Stuhlprobe die Ursache Ihrer Beschwerden ausfindig macht. Werden keine Parasiten gefunden und bestehen die Beschwerden dennoch weiter, sollten Sie nach einigen Wochen erneut eine Stuhlprobe untersuchen lassen.

Schutz vor Hakenwürmern

Hakenwürmer kommen häufig in Indien, aber auch in Zentralafrika und Südostasien vor. Aber auch in anderen Regionen wird über Infektionen berichtet. Hierzu gehören Südosteuropa und der Süden der USA. Die Larven dieses Wurms leben in der Erde. Berühren Sie diese, können diese Larven direkt über die Haut in Ihren Körper gelangen. Von der Lunge aus wandern sie in den Dünndarm. Nach sechs bis acht Wochen sind sie dann zu erwachsenen Würmern geworden.

Um sie loszuwerden, ist eine medikamentöse Behandlung erforderlich. Der beste Schutz vor diesen Larven ist, die Erde nicht mit der Haut zu berühren. Mit anderen Worten: Vermeiden Sie es, barfuß zu laufen. Tragen Sie nach Möglichkeit immer festes Schuhwerk.

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Alte Kommentare
  • Müller Arnim schrieb am 16.06.2010, 19:42 Uhr

    Hallo, zu den Reiseinfektionen kann ich allen einen guten Tipp geben - Stichwort MMS - Chlordioxit. Seit ich diese super Substanz kennen gelernt habe, kann ich über diese ganze Thematik nur lächen. Bitte informieren sie sich unter www.Alpenparlament.tv Vortrag von Dr. Ralph Manser oder unter YouTube Vortrag Dr.Rohsmann. Viele Grüße A.Müller