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Leseranfrage: Wie komme ich zu einer Kur?

Eine Kur muss normalerweise bei der gesetzlichen Krankenkasse oder der Rentenkasse beantragt werden. Sind Sie in einer privaten Krankenkasse versichert, müssen Sie dafür eine Extra-Versicherung abgeschlossen haben. Dabei gibt es seit einiger Zeit im Rahmen von Sparmaßnahmen und Änderungen eine wachsende Zahl von Einschränkungen. Diese führen dazu, dass es heute nicht mehr ganz einfach ist, eine Kur bewilligt zu bekommen. So gehen Sie am besten dabei vor:

  • Der erste Ansprechpartner ist Ihr behandelnder Hausarzt oder Facharzt. Besprechen Sie mit ihm, welche Art von Kur für Sie, Ihr Anliegen und Ihr Leiden in Frage kommt. Bitten Sie ihn dann um ein Attest für diese Maßnahme.
  • Mit diesem Attest wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse. Dort wird zunächst geklärt, welcher Träger für die Kosten der Kur zuständig ist. Das kann außer Ihrer Krankenkasse zum Beispiel auch der Rententräger oder die Pflegekasse sein. Bei der Krankenkasse bekommen Sie ein Antragsformular. Dieses gibt es ebenfalls bei den Rentenversicherungsträgern oder bei den örtlichen Gesundheitsämtern.
  • Diesen Antrag füllen Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt aus. Steht eine stationäre Kur an, können Sie jetzt schon einen Wunsch äußern, in welchen Kurort beziehungsweise in welche Kurklinik Sie möchten.
  • Der Antrag geht nun zum jeweiligen Kostenträger .
  • Wahrscheinlich werden Sie dann gebeten, einen Arzt des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) oder einen Vertrauensarzt der Rentenversicherung aufzusuchen. Hier wird ein Gutachten über Ihre Rehabilitationsfähigkeit erstellt, auf dessen Grundlage dann endgültig über Ihre Kurmaßnahme entschieden wird.
  • Sie bekommen Bescheid, ob Ihre Kur genehmigt wurde. Seien Sie dabei nicht enttäuscht: In sieben von zehn Fällen wird heute ein Kurantrag zunächst abgelehnt. Dagegen können Sie innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen. Das sollten Sie auf alle Fälle auch tun. Diesen setzen Sie am besten mit Ihrem Arzt zusammen auf. Wird der Widerspruch abgelehnt, bleibt Ihnen der Gang zum Sozialgericht.
  • Ist eine Anschluss-Heilbehandlung nach einer Operation oder einer akuten Erkrankung wie einer Gebärmutterentfernung oder einem Herzinfarkt erforderlich, muss diese 14 Tage nach Beendigung des Krankenhaus-Aufenthaltes angetreten werden. Der Antrag wird bereits in der Klinik durch den Sozialdienst des Krankenhauses in Absprache mit Ihnen beim entsprechenden Kostenträger gestellt.
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Helmut Erb
Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

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Alte Kommentare
  • HAEG schrieb am 03.09.2013, 10:52 Uhr

    Kur alles soweit richtig. Dazu gehört aber auch ein ganzheitliches Gesundheitbild (Krankheitbild) zu beschreiben, das die zentrale Erfolgsverbesserung durch die angestrebte Kurmassnahme klarstellt. (Möglichst mit Referenzen aus dem Kurorte- Bäderkalender.de). Krankheitsbildmuster gab es von der Hörzu TV vor einiger Zeit. Nur so lassen sich im Moment die zu erwartenden Widerstände von d. med. Dienst begegnen. Gruss