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Singen unter der Dusche: Die Musikauswahl ist entscheidend!

Wer in aller Welt hat die Studie in Auftrag gegeben, mit der ermittelt wurde, wie viel Prozent der Deutschen unter der Dusche singen? Ich will Sie da gar nicht auf die Folter spannen: Es sind58 Prozent.

Doch offensichtlich ist die Leidenschaft, unter der Dusche zu singen, weltweit verbreitet. Deshalb gibt es einen „Sing in the Shower Day“. Den haben Sie allerdings verpasst, wenn Sie nicht sowieso immer unter Dusche singen. Der „Sing in the Shower Day“ findet immer am 13. Mai statt. Andererseits haben Sie jetzt die Möglichkeit, noch fast ein Jahr üben zu können, bevor es wieder soweit ist. Vergessen Sie allerdings nicht, je nachdem wie es um Ihre Gesangeskünste bestellt ist, vorher die Nachbarn zu warnen und eventuell vorhandene Haustiere in Sicherheit zu bringen.

Lieder, die sich für die Dusche eignen sind unter anderem:

  • „Regentropfen, die an mein Fenster klopfen.“
  • „Raindrops keep falling on my head.“
  • „Barfuß im Regen“
  • „Crying in the rain“
  • „I’m singing in the rain“
  • „Dusche“ von Farin Urlaub („Die Ärzte“)

Die Musikauswahl ist dabei entscheidend, das macht ein Blogbeitrag zum Thema „Singen unter der Dusche“ deutlich:

Meine Kollegin wirkt heute leicht zerknirscht. Sie hat private Probleme. Die ansonsten recht liebenswerte Tochter versucht, ihr das Singen unter der Dusche zu verbieten. Das schockt mich natürlich. Nach einer kurzen Pause der Betroffenheit stelle ich die einzig richtige Frage. Welche Lieder sie denn unter der Dusche singen würde? 

Die knappe Antwort haut mich um: ‚Religiöse Lieder‘. Richtig gelesen, sie singt unter der Dusche religiöse Lieder! Großer Gott, wir loben dich und so. Das kann doch fast nicht wahr sein. Ich glaube kaum, dass ein zweiter Mensch auf dieser Welt religiöse Lieder unter der Dusche singt. Wie dem auch sei, die Kollegin tut es.

Gemeinsam suchen wir nach einer innovativen Lösung. Ich frage zum Beispiel nach der favorisierten Musik ihrer Tochter. Siehe da, die Antwort führt schon ans Licht. Zur Zeit höre sie gerne Xavier Naidoo. Prima, singt der nicht religiös anmutende Lieder? Und ab damit unter die Dusche: „Alles kann besser werden. Hol‘n wir uns den Himmel auf Erden.“ Die Kollegin lacht. Außerdem vermutet sie, dass ich mir vorstelle, wie sie duscht und singt. Nein, nein, eigentlich nicht.

Nun ja, bis zum nächsten 13. Mai ist ja noch ein wenig Zeit und bis dahin heißt es einfach üben, üben, üben. Außer meine Holde. Sie hat viele Talente. Singen gehört nicht dazu. Zumindest habe ich noch nie einen Menschen erlebt, bei dem das heiße Wasser unter der Dusche schlagartig gefror, als die ersten Töne erklangen. Aber man muss ja nicht alles können können. Summen geht ja auch. Aber leise. Ganz, ganz leise.

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