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Studie fördert die Wahrheit über Nackenschmerzen zutage

Eine Studie an mehr als 1.000 Patienten mit Nackenschmerzen förderte über deren Entstehung und Therapie verblüffende Erkenntnisse zutage:

  • Je mehr Ärzte die Betroffenen konsultieren, desto schlimmer wird das Leiden. Durch die häufigen Arztbesuche ohne Besserung werden die Betroffenen einem zunehmend hohen psychischen Druck ausgesetzt. Zudem liefern die bildgebenden Verfahren (CT und MRT) meist keine Anhaltspunkte. – Kein Wunder, …
  • … denn: 94% aller Nackenschmerzen haben keine organischen Ursachen. Mediziner gehen davon aus, dass es sich um ein hochkomplexes Leiden handelt, bei dem sowohl die physische als auch die psychische Verfassung des Patienten eine Rolle spielen.
  • Ruhe und Schonung sind die schlechtesten Therapien für Nackenschmerzen. Halskrawatten verzögern den Heilungsprozess, da die Halsmuskeln dadurch noch mehr an Kraft verlieren.
  • Heiße Wickel, Eisbeutel, Ultraschall & Co. bewirken wenig. Sie haben keinen Einfluss auf die Dauer der Schmerzen, können aber in einigen Fällen die Stärke des Schmerzes lindern.
  • Als wirksam haben sich erwiesen: Bewegungsübungen unter Anleitung eines Chiropraktikers oder Arztes, Spazierengehen, Schwimmen, moderates Aerobic-Training. Ebenfalls erfolgversprechend: Massage und Akupunktur.
  • Stress verschlimmert Nackenschmerzen, hiergegen helfen Entspannungs-Techniken wie Yoga oder autogenes Training. Sehr heilsam ist es auch, wenn der Patient seine Therapie aktiv angeht und mitmacht, anstatt sie über sich ergehen zu lassen.

4 Übungen gegen Nackenschmerzen

Im Folgenden finden Sie 4 Übungen, die Ihnen helfen können, Ihre Schultern und die Hals-Nacken-Region zu lockern. Machen Sie diese Übungen immer einmal wieder zwischendurch, z. B. im Büro oder vor dem Fernseher. Achten Sie darauf, dass Sie während der Übungen nicht die Luft anhalten. Atmen Sie einfach gleichmäßig und ruhig weiter.

Beginnen Sie vorsichtig! Ein Ziehen bei der Dehnung ist normal. Treten jedoch Schmerzen auf, brechen Sie die Übung besser ab. Und haben Sie Geduld: Es braucht i. d. R. einige Tage, bis die Wirkung eintritt.

Übung 1: Entspannung der Schultermuskeln

  1. Stehen Sie aufrecht oder setzen Sie sich gerade auf einen Stuhl. Ihre Schultern lassen Sie entspannt fallen.
  2. Neigen Sie Ihren Kopf langsam zur rechten Schulter. Fassen Sie Ihren Kopf mit der rechten Hand in Höhe des linken Ohrs.
  3. Ziehen Sie Ihren Kopf vorsichtig und langsam weiter zur rechten Schulter. 6 bis 10 Sek. halten, dann Seite wechseln.

Übung 2: Lockerung für Schultern und Nacken

  1. Stellen Sie sich gerade hin. Nehmen Sie Ihre Schultern zurück (Schulterblätter nähern sich an) und lassen Sie sie ganz locker hängen.
  2. Ziehen Sie beide Schultern gleichzeitig langsam in Richtung der Ohren. Die Spannung der Schulterblattmuskeln bleibt bestehen. 6 bis 10 Sek. halten.
  3. Lassen Sie Ihre Schultern mit einem kräftigen Ausatmen langsam wieder fallen. 3 bis 5 Wiederholungen.

Übung 3: Dehnung der Nackenmuskulatur

  1. Stellen Sie sich gerade hin und ziehen Sie Ihre Schultern nach hinten unten.
  2. Neigen Sie Ihren Kopf zur linken Schulter.
  3. Bewegen Sie Ihren geneigten Kopf in mehreren (z. B. 5) Schritten langsam im Halbkreis nach vorn unten zur rechten Seite. Halten Sie die Dehnung bei jedem Schritt 10 bis 15 Sek. lang. Mit der anderen Seite wiederholen.

Übung 4: Dehnung der vorderen Halsmuskeln

  1. Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl.
  2. Legen Sie eine Hand an den Hinterkopf und die andere unter das Kinn.
  3. Bewegen Sie Ihren Kopf langsam möglichst weit in den Nacken. Mund schließen.
  4. Drücken Sie für 10 Sek. lang mit dem Kinn leicht gegen die Hand am Hinterkopf, dann entspannen. 2 bis 3 Wiederholungen.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten

Alte Kommentare
  • viktor frick schrieb am 24.07.2012, 14:00 Uhr

    Guter Rat

  • Bernd Zielinski schrieb am 24.07.2012, 20:30 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren; aus meinen persönlichen Erfahrungen machen es sich die Mediziner heut zu Tage zu einfach. Kann keine Objektivität an Hand der MRT/CT Aufnahmen erkannt werden, hat der Patient physische als auch psychische Probleme. Nach meinem Arbeitsunfall stellte ein Osteopath nach 2 Jahren fest, daß mein Kopfdreher blockiert war. Alle behandelnden Ärzte sowie einige Therapeuten konnten (oder wollten?) das nicht feststellen obwohl ich eigentlich ziemlich genau die Stellen zeigte und darauf hinwies. Denn immerhin konnte man an Hand der MRT nichts objetives feststellen. Einfacher scheint es zu sein, den Patienten dann von einer Begutachtung zu einer weiteren Begutachtung, natürlich psychosomatischer Art, zu schicken. Man könnte ja noch Probleme aus der Kindheit haben. Ich ignoriere solche Untersuchungen nicht, da es bestimmt Menschen gibt die unter traumatischen Erlebnissen aus der Vergangen leiden. Meine Erfahrungen sind, daß viele Ärzte keine Zeit mehr haben den Patienten richtig zu untersuchen/behandeln und aus Kostengründen die Untersuchungen immer "oberflächlicher" werden. Allerdings möchte ich hier nicht alle Ärzte über einen "Kamm" scheren. Mit entscheidend zur Verbesserung der eigenen Gesunheit ist das eigene Wollen und eigenen Aktivitäten. Mit freundlichen Grüßen Bernd Zielinski

  • Dagmar Mackel schrieb am 24.07.2012, 23:34 Uhr

    2 Jahre habe ich versucht in eine Gruppe für die Rückenschule zu kommen. Keine Chance. Erst eine Kapselentzündung in der rechten Schulter mit angerissener Sehne, diese Diagnose stellte erst ein 2.Arzt, brachte meinen Hausarzt auf den Plan. Mir wurde ein Jahr Funktionstraining von der Krankenkasse bewilligt. Heute bin ich froh, dass ich eine Einrichtung gefunden habe, bei der ich unter Anleitung Muskelkräftigungsübungen, Dehnungen und Spass habe. Im Grunde müssen die Ursachen für diese Volkskrankheit beseitigt werden. Einseitige Arbeitshaltung duch Spezialisierung in den Arbeitsbereichen. Und es ist einfacher, billiger und schonender bei akuten Beschwerden von der Krankenkasse Krankengymnastik bewilligt zu bekommen. Ich hatte Glück. Manch einer benötigt nur wenige Behandlungen, manch anderer bis zu 1 Jahr. Es ist aber besser diese Form als OP`s, Reha`s oder bleibende Einschränkungen bis zur Erwerbsminderung. Auch weil alle nur den Kostenfaktor sehen. Unsere Arbeitskraft ist mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen. Ich kann nur jedem raten sich zu erkundigen und Selbstinitiative zu ergreifen. Es lohnt sich, macht Spass und man lernt sehr wertvolle Menschen kennen. Also kommt die Psyche auch nicht zu kurz. Ich bleibe am Ball. Mein Korsett liegt seit1 Jahr im Schrank und ich kann mich in meinem geliebten Garten nach Herzenslust bewegen.