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Grundlagenwissen zum Thema Hüftschmerzen

Hüftschmerzen sind nicht klar definiert, werden häufig mit Schmerzen des Beckens oder des Oberschenkel-Bereichs verwechselt und können eine ganze Reihe von Ursachen haben. Darum ist es nötig, zuallererst Ursachen-Forschung zu betreiben und eine genaue Diagnose zu stellen, bevor an eine Behandlung gedacht werden kann.

Häufige Ursachen von Hüftschmerzen

Zu den häufigen Ursachen zählen u. a.:

  • Hüft-Frakturen, die immer eine Operation erfordern
  • andere Verletzungen der Hüfte
  • sportliche Überlastung
  • Durchblutungs-Störungen
  • falsch angewandte physiotherapeutische Maßnahmen
  • das Verrutschen des Gelenkkopfs in der Hüftgelenkschale
  • Osteoporose
  • Schleimbeutel-Entzündung (Bursitis)
  • Muskelverspannungen
  • angeborene Fehlstellungen und daraus resultierende Fehlbelastung der Hüfte
  • Knochen-TTumore
  • Arthritis sowie flüchtige Entzündungen des Hüftgelenks
  • Die häufigste Ursache von Hüftschmerzen sind aber nach wie vor Abnutzungs-Erscheinungen, also eine Arthrose.

Diagnose und Behandlung

Oft liefert die Schilderung der Beschwerden beim Arzt erste Hinweise zur Ursache.

Die Behandlung von Hüftschmerzen hängt immer von der festgestellten Ursache ab; so können verschiedene Optionen in Betracht gezogen werden:

  • die Verabreichung entzündungshemmender Medikamente und Schmerzmittel,
  • die Verordnung von Physiotherapie,
  • eine Operation
  • sowie alternative Heilmethoden wie Akupunktur und Magnetfeld-Therapie.

Lesen Sie hier mehr über mögliche Ursachen, erfahren Sie, wann Sie zum Arzt gehen sollten, welche Erkrankungen schuld sein können und wie neue Verfahren die Heilungsdauer verändern.

Die Hüft-OP: Wenn Ihr Hüftgelenk zur Schwachstelle wird

Etwa 180.000 künstliche Hüftgelenke werden pro Jahr als Ersatz für verschlissene eigene Gelenke eingesetzt. Hüft-Operationen gehören heute zu den Eingriffen, denen am meisten Erfolge nachgesagt werden – vorausgesetzt, es werden belastbare und ordentliche Hüftgelenke eingesetzt.

Vor allen Dingen die vorher unerträglichen Schmerzen sind rasch weg. Dennoch handelt es sich um einen großen und komplizierten Eingriff, den Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten.

Unter uns Pastorenkindern: Eine Ursache für defekte Hüftgelenke liegt oft im Bewegungs-Mangel. Deshalb müssen vor einem Eingriff alle anderen Maßnahmen – v. a. ausreichend gelenkschonende Bewegung, die den Gelenkknorpel wieder aufbaut –  ausgereizt sein.

Tatsächlich kann das Leiden wieder zum Stillstand kommen, wenn die Gelenke richtig be- und entlastet werden. Denn Bewegung regt die Gelenk-Innenhaut an, wieder Gelenk-Schmiere zu bilden, die den Knorpel ernährt.

Das Hüftgelenk verschleißt schleichend, aber stetig

Meist wird die Operation jedoch nötig, weil der elastische Gelenk-Knorpel allmählich abnutzt und zerstört wird. Dieser schleichende Verschleiß-Prozess beginnt mit winzigen unbemerkten Verletzungen, kleinen Entzündungen sowie Fehlstellungen von Beinen und Hüften. Die glatte Fläche des Knorpels schrumpft und läuft nicht mehr rund.

Knorpel ist in jedem Gelenk vorhanden und vermindert die Reibung der Knochen. Mit zunehmendem Alter nutzt sich der knochenschützende Gelenk-Knorpel ab, er wird rau und rissig. Am Anfang macht sich das noch nicht bemerkbar. Schreitet der Verschleiß jedoch fort, können sich die Gelenke entzünden und anschwellen. Im Spätstadium ist der Knorpel völlig „abgewetzt“; Knochen reibt auf Knochen. Die Schmerzen werden schier unerträglich. In diesem Stadium hilft oft nur noch der Austausch des verschlissenen Gelenks gegen ein künstliches.

Mögliche Ursachen für Gelenk-Verschleiß

  • Bewegungs-Mangel
  • zu starke Belastung der Gelenke durch Übergewicht (insbesondere bei Knie- und Hüftgelenken)
  • Entzündungen in den Gelenken
  • einseitige Belastung (etwa im Beruf, durch ständiges Tragen von hohen Schuhen oder beim Leistungssport)
  • falsche Ernährung
  • Fehlstellungen der Beine
  • angeborene Hüftfehler (Dysplasien)
  • Infektionen (Borreliose, Streptokokken, Viren, Chlamydien)
  • kleinste Verletzungen (Mikrotraumen),Unfälle mit Gelenk-Verletzungen und Knorpelschäden
  • Stoffwechsel-Störungen (Diabetes, Gicht)
  • erbliche Veranlagung

Das geschieht nach einer Hüft-OP

Nach dem Eingriff müssen Sie quasi zum 2. Mal laufen lernen. Zudem haben sich die Muskeln oft durch eine Fehlbelastung bzw. durch eine Schonhaltung wegen der Schmerzen in der Zeit vor der OP zurückgebildet und müssen durch die richtige Bewegung erst einmal wieder „aufgepäppelt“ werden. Die ersten Bewegungs-Übungen beginnen deshalb schon wenige Stunden nach der OP. Die ersten Gehversuche mit Unterarm-Stützen schließen sich bald an.

Eine zu starke Belastung des operierten Beins sollten Sie jedoch vermeiden. Denn sonst lockert sich die Prothese und heilt nicht richtig in den Knochen ein. Die Schmerzen beim Gehen verbessern sich nach der OP allerdings oft so rasch, dass bereits bald gänzlich auf Schmerzmittel verzichtet werden kann. Hierin schlummert die Gefahr, dass die Operierten ihre Bewegungs-Übungen nicht ernst nehmen und wieder in ihren alten Schlendrian verfallen.

Wärmstens zu empfehlen: Die „Reha“

Deshalb sollten Sie das Angebot der sogenannten Anschluss-Heilbehandlung unbedingt wahrnehmen. Diese findet dann in einer Rehabilitations-Klinik statt, die sich auf Erkrankungen des Bewegungs-Apparates spezialisiert hat und wird von der Krankenkasse oder – bei Berufstätigen – vom Rententräger gezahlt.

Neuerdings gibt es auch ambulante Reha-Möglichkeiten. Hier werden Sie sehr wahrscheinlich das Gehen neu erlernen. Oft müssen die Muskeln gedehnt oder falsche Bewegungs-Muster abtrainiert werden, die sich infolge jahrelanger Schonhaltung oder durch mangelnde Bewegung eingeschlichen haben.

Je fleißiger Sie die in der Rehabilitation empfohlenen Übungen anschließend umsetzen, desto höher ist die durchschnittliche Lebensdauer der künstlichen Gelenke – und desto höher auch die damit verbundene Lebensqualität.

Hilfreiche Naturheilkunde

Neben krankengymnastischen Übungen, Bewegungs-Bädern und Training für richtiges Bewegen im Alltag werden auch eine Reihe naturheilkundlicher Maßnahmen durchgeführt, u. a.:

  • Massagen,
  • Entspannungs-Übungen,
  • Wärme-Anwendungen einschließlich Bädern,
  • Kältepackungen
  • und Lymphdrainagen.

Medikamentös helfen Rosskastanien-Extrakte zur inneren Anwendung sowie Arnika, Beinwell und Retterspitz als Salben zur äußeren Anwendung.

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