Gelenke: Diagnose einer Knochenentzündung
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Eine Osteomyelitis kann in jedem Knochen des Körpers auftreten, aber bestimmte Knochen sind häufiger betroffen als andere. Bei Kindern findet sie sich oft in den langen Knochen der Arme und Beine. Bei Erwachsenen sind oft Wirbelsäule, Hüfte und Füsse betroffen.
Bei Diabetes-Patienten (Zuckerkranke) sind Wunden an den Füßen oft so tief, dass Bakterien eindringen und darunter liegende Knochen infizieren können. Eine Sinusitis (Nasennebenhöhlen- oder Stirnhöhlenentzündung) kann auf die Knochen übergreifen und Schmerzen im Gesicht hervorrufen. Auch das Brustbein (Sternum) kann sich nach einer offenen Herzoperation infizieren. Es ist derjenige Brustkorbknochen, an dem die Rippen zusammenlaufen.
Kinder, alte Menschen (besonders diejenigen, die durch Wundliegen gefährdet oder bei denen offene Hautstellen bereits aufgetreten sind) und Personen mit geschwächtem Immunsystem haben ein erhöhtes Risiko für Osteomyelitis. Das Gleiche gilt für Personen, die Metall- oder Kunststoffteile in ihren Knochen haben (wie z. B. Platten, Schrauben oder künstlichen Gelenkersatz).
Wenn eine Knocheninfektion unbehandelt bleibt, kann sie schließlich das Knochengewebe zerstören und sich in nahegelegene Gelenke oder andere Teile des Körpers ausbreiten. Sie kann auch chronisch werden. Eine Osteomyelitis der Wirbelsäule (Spondylodiszitis) ist besonders gefährlich, wenn sie unbehandelt bleibt, da sie Rückenmarksnerven schädigen und sogar tödlich verlaufen kann.
Zu den Anzeichen und Symptomen einer Knocheninfektion gehören unter anderem:
Bohrende Schmerzen in den Knochen – Der Schmerz kann tief und dumpf sein oder bei Berührung auch schneidend. Eine Spondylodiszitis kann Schmerz- und Berührungsempfindlichkeit über einen oder mehrere Wirbelkörper verursachen. Der Schmerz verschlimmert sich typischerweise bei Bewegung und wird durch Ruhigstellung oder Schmerzmittel gelindert
Empfindlichkeit – Die Haut über einem infizierten Knochen kann gerötet, geschwollen und überwärmt sein. Das ist typisch im Fall von infizierten Knochen, die nahe an der Hautoberfläche liegen, zum Beispiel beim Schienbein. Über einem infizierten Knochen kann sich sogar eine offene Wunde oder Fistel bilden. Wenn ein tief liegender Knochen betroffen ist, müssen keine äußeren Zeichen einer Infektion vorhanden sein
Fieber und Schüttelfrost – Kinder, die an Osteomyelitis leiden, sind besonders häufig davon betroffen
Bildgebende Verfahren ermöglichen eine genaue Diagnose
Knochenschmerzen können auch andere Ursachen als eine Infektion haben. Um eine Osteomyelitis von anderen Erkrankungen zu unterscheiden,kann Ihr Arzt eine Röntgenaufnahme oder andere bildgebende Verfahren veranlassen, wie zum Beispiel eine Computertomographie (CT) oder Kernspintomographie (NMR, MRT) bzw. Skelettszintigraphie.
Auch Untersuchungen des Bluts sind erforderlich. Unter Umständen ist eine Biopsie (Entnahme einer Gewebeprobe) erforderlich, durch die der Arzt die Infektion bestätigen und ihre Ursache finden kann.