MenüMenü

Fersensporn: Mögliche Ursachen und Behandlungsformen

Ein Fersensporn ist eine lästige, unangenehme Erscheinung. Häufig wird hierbei zunächst mit Einlagen oder Fersenkissen versucht, Linderung zu schaffen. Es können Akupunktur, Stoßwellentherapie oder bestimmte Röntgen-Bestrahlungen zum Einsatz kommen. Als letzte Mittel bieten sich dann Injektionen von Kortison oder eine Operation an.

Diese Faktoren können Ihre Füße überlasten

  • falsches Schuhwerk: Zu kleine Schuhe oder eine nicht ausreichende Dämpfung der Schuhsohle können zu einer erhöhten Druckbelastung der Ferse führen. Auch das Tragen von Schuhen ohne Absatz mit dünner Ledersohle kann bei Ungeübten Schmerzen an der Ferse auslösen.
  • Fußfehlstellungen: Bei angeborenen und erworbenen Fehlstellungen der Füße wie Hohl-, Senk- oder Knickfuß können die Sehnen der Fußmuskulatur gereizt und überlastet werden.
  • schwache Muskeln: Sind die Muskeln zu schwach, kann es zur Überbeanspruchung der Füße kommen. Eine kraftvolle Muskulatur (Waden, Schienbein, Zehenbeuger und -strecker) schützt die Ferse.
  • häufiges Stehen: Langes Stehen auf harten Böden belastet Ihre Füße.
  • Übergewicht: Je mehr Gewicht Ihre Füße tragen müssen, desto höher ist die Belastung. Beim Gehen und schnellen Laufen werden Ihre Füße mit einem Vielfachen des Körpergewichts belastet (beim zügigen Gehen beispielsweise mit dem Fünffachen).
  • beim Sport: Zu schnelles Steigern von Trainingsumfang und -intensität kann einen schmerzhaften Fersensporn auslösen.

Packen Sie die Ursache an der Wurzel!

Natürlich können schmerzstillende Medikamente in der akuten Phase helfen, überhaupt wieder in Bewegung zu kommen. Kühlen Sie die betroffene Stelle punktuell mit kaltem Wasser oder einem Eiswürfel. Eine erste Entlastung können orthopädische Hilfsmittel bringen. Gepolsterte Fersenkissen verringern den Druck auf Ihre Ferse und die Schmerzen um den Fersensporn herum können abklingen (Sanitätshaus: 15 bis 30 Euro).

Einlagen werden individuell an Ihren Fuß angepasst. Sie helfen aber nur, wenn Sie eine Fußfehlstellung haben. Sprechen Sie mit Ihrem Orthopäden. Die operative Entfernung eines Fersensporns beseitigt die Folge, aber nicht die Ursache des Problems. Kein Wunder, wenn der Fersensporn danach erneut entsteht.

Auch Homöopathie kann bei Fersensporn helfen

Wussten Sie, dass Sie auch mit Homöopathie unterstützend helfen können? Das Mittel dazu wurde in Island entdeckt. Hier gibt es viele Vulkane, welche die Insel prägen. Diese stoßen immer einmal wieder Asche und Lava aus. Der englische Arzt Dr. Garth Wilkinson hatte beobachtet, dass es nach einem Vulkanausbruch des Vulkans Hekla zu Knochenveränderungen bei Tieren kam. Die Weidetiere wiesen plötzlich Exostosen auf, also eine Zunahme kompakter Knochensubstanz.

Da bei der Homöopathie das Motto „Gleiches mit Gleichem heilen“ gilt, nutzte Dr. Wilkinson Hekla-Lava als homöopathisches Mittel erfolgreich auch beim Menschen, unter anderem eben auch bei Fersensporn. Sie erhalten es in der Potenz D6. Bei akuten Beschwerden nehmen Sie pro Stunde fünf bis zehn Globuli, maximal zwölfmal täglich. Bessern sich Ihre Beschwerden, dann nur noch dreimal täglich. Sind Ihre Beschwerden chronisch, nehmen Sie ein- bis dreimal täglich fünf bis zehn Globuli.

Wirksame Übungen gegen Fersensporn-Schmerzen

1. Beim Zehenziehen entlasten Sie den Fersensporn

Setzen Sie sich barfuß auf den Boden und beugen Sie Ihr linkes Knie. Umfassen Sie nun den Vorfuß (bzw. die Zehen) mit beiden Händen und ziehen Sie ihn ganz langsam körperwärts. Sie spüren ein leichtes Ziehen in der Achillessehne und in den Zehenbeugern. Halten Sie die Position etwa 20 Sekunden. Dann lassen Sie die Dehnung langsam nach und wechseln die Seite (dreimal pro Seite).

2. Treppentraining kräftigt und dehnt

Stellen Sie sich mit beiden Füßen auf eine Treppenstufe (am besten die unterste) und halten Sie sich am Geländer fest. Ihre Zehen stehen am Rand der Stufe. Heben Sie nun die Fersen an, drei Sekunden halten. Nun senken Sie die Ferse ab, bis sie sich unterhalb der Horizontale befindet. Halten Sie die Dehnung (spürbar in der Wadenmuskulatur) etwa 20 Sekunden lang (dreimal 15 Wiederholungen). Noch intensiver wird die Dehnung, wenn Sie die Übung nach ein paar Tagen im Einbeinstand durchführen.

3. Entspannt und aktiviert zugleich: Igelball-Massage

Lassen Sie Ihre Fußsohlen über einen am Boden liegenden Igelball rollen (z. B. als Morgen- oder Abendritual). Igelbälle erhalten Sie in Sanitäts- und Sportfachgeschäften sowie in gut sortierten Kaufhäusern in verschiedenen Farben und Größen (meistens 5 und 10 cm). Sie kosten 3 bis 5 Euro.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Prof. DHfPG Dr. Thomas Wessinghage
Über den Autor Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage

Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage ist Prorektor für Hochschulentwicklung und Transfer an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in […]

Regelmäßig Informationen über Orthopädie erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage. Über 344.000 Leser können nicht irren.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!