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Das sind die quälendsten Fußprobleme

Der Spreizfuß:

Eine der häufigsten Fehlbildungen des Fußes ist der Spreizfuß. Er entsteht durch eine anlagebedingte Schwäche einiger Muskeln sowie durch Fehl- und Überbelastung. Durch Absenkung des mittleren Fußteils – des Quergewölbes – kommt es zu einer Verbreiterung des vorderen Fußes. Die Knochen treten auseinander, die typische „Spreizung“ wird sichtbar. Das verursacht starke Schmerzen und zieht wegen der veränderten Stellung der Zehengrundgelenke meist  Ballen- und/oder Hammerzehen nach sich.

Ist der Spreizfuß erst einmal ausgebildet, lässt sich das eingesunkene Quergewölbe nicht mehr aufrichten. Die Beschwerden können Sie jedoch durch eine spezielle Schuheinlage für Spreizfüße abmildern. Und natürlich heißt es: Füße weg von zu engen und zu hohen Schuhen.

Der Fersensporn:

Das ist eine Art dornähnlicher Knochenauswuchs im Fersenbereich. Meist steckt eine chronische Entzündung dahinter, die auch den Schleimbeutel am Fersenbein betrifft. Es kommt dabei zu Rissen in den Sehnen. Um diese zu reparieren, lagert Ihr Körper an diesen Stellen Kalk ab – so wie er dies auch bei einem gebrochenen Knochen tun würde. So entsteht mit der Zeit ein kleiner Auswuchs an der Ferse. Der Fersensporn ist entweder eine Folge von Sport (vor allem Laufen) oder eine Alterserscheinung, die eine Auswirkung von permanenter Überbelastung der großen Sehnenplatte unter der Fußsohle ist.

Übergewichtige, Menschen, die beruflich viel stehen müssen oder unter nicht korrigierten Fehlstellungen des Fußes leiden, haben ein erhöhtes Risiko für einen Fersensporn. Als Behandlung kommen entzündungshemmende Medikamente in Betracht, die in den schmerzenden Bereich gespritzt werden.

Entzündete Füße sollen ruhig gestellt und gekühlt werden. Einlagen helfen, die Schmerzpunkte zu entlasten. Sie verhindern überdies, dass die Ferse beim Laufen direkt mit dem Boden in Kontakt kommt. Die Stoßwellentherapie soll die Schmerzzellen mit gebündelten Schallwellen außer Gefecht setzen. Bei 60 bis 80 Prozent der Betroffenen schlägt diese Therapie an. Eine Operation, bei der der Fersensporn abgetragen wird, ist das letzte Mittel der Wahl. Krankengymnastik und gezielte Massage bringen Erfolg beim Fersensporn, da die Sehnen der Unterschenkelmuskulatur meist durch Bewegungsmangel verkürzt sind.

Der Hammerzeh:

Diese Verformung der Füße – medizinisch Hallux valgus – ist das schmerzhafteste Fußproblem. Es betrifft meist die zweite oder dritte Zehe. Das Mittelglied der Zehen wölbt sich nach oben, das Endglied zeigt hingegen hammerartig nach unten.

Normalerweise werden die Zehen gestreckt gehalten. Doch in engem Schuhwerk können die Zehen und Fußmuskeln aufgrund von mangelnder natürlicher Bewegung verkümmern. Nach und nach zieht die Beugemuskulatur die Zehen immer weiter nach unten. Der Hammerzeh tritt meist in Gesellschaft von Ballenzeh oder einem Spreizfuß auf. Er bereitet oft heftige Schmerzen beim Gehen. Meist hilft hier nur eine Operation. Danach sind spezielle Einlagen empfehlenswert.

 

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Helmut Erb
Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

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Alte Kommentare
  • Oups schrieb am 28.08.2012, 08:15 Uhr

    Beim Hallux valgus handelt es sich nicht um den beschriebenen Hammerzeh. Dieser heißt auf lat. digitus malleus. Der Hallux valgus ist die bekannte "Schiefzehe".

  • Heinrich Alker schrieb am 28.08.2012, 10:05 Uhr

    zum Fersensporn: Mein Orthopäde (auch Unterfeldarzt der Bundeswehr) hat mir eine elastische (Silikon) Fersenunterlage verschrieben, die sofort geholfen hat. Seit 5 Jahren keine Beschwerden. Gruß, Heinrich Alker

  • Elisabeth Casanova schrieb am 28.08.2012, 10:46 Uhr

    Mit Spiraldynamik kann sehr wiôhl etwas gegen Fussprobleme unternommen werden. Das ist aber ein Prozess der Geduld und ein Umdenken im Körpergebrauch im Alltag erfordert

  • Michael Geiger schrieb am 28.08.2012, 19:23 Uhr

    Hammerzehen sind Zehen, die in den Mittel-und Endgelenken nach unten gebogen sind (Beugekontraktur). Der Patient läuft nicht mehr auf der Zehenbeere sondern auf der Zehenspitze, was zu Schmerzen auf den Zehen im Bereich des Schuhleders führen kann, desweiteren zu Clavi (Hühnerauge) im Bereich der Apex(Zehenspitze) und somit zu starken Schmerzen. Hallux Valgus ist eine Veränderung im Großzehengrundgelenk, mit Schrägstand der Großzehe nach innen und starker Ausbildung des Zeheballens nach außen, einhergehend mit teils starken Schmerzen beim Laufen und Druckstellen am Zehenballen. Wenn man schon etwas schreibt sollte man wissen was man schreibt.