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Bursitis: Nehmen Sie eine Schleimbeutelentzündung ernst!

Bei einer Bursitis handelt es sich um eine Schleimbeutelentzündung. Über 200 Schleimbeutel (Bursae) beherbergen Sie in Ihrem Körper. Sie sind wie eine Art winzig kleines Kissen und finden sich überall dort, wo eine besondere Beanspruchung besteht: An den Gelenken, wo Haut, Sehnen oder Muskeln direkt neben einem Knochen liegen. Sie sorgen dafür, dass Sie sich reibungslos bewegen können, indem sie die Reibung der Knochen aneinander verhindern. Schleimbeutel bestehen ähnlich wie Ihre Gelenkkapseln aus einer festen Bindegewebsschicht und beherbergen die Gelenkflüssigkeit (Synovia). Diese macht sie elastisch.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Aufbau der Gelenke
  2. Wie bemerken Sie eine Schleimbeutelentzündung?
  3. Möglichkeiten der Behandlung

Bursitis-Schmerz im Ellbogen© Adobe Stock – psdesign1


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Aufbau der Gelenke

Herzstück Ihrer Gelenke ist der Knorpel. Er ist in jedem Gelenk vorhanden und verhindert, dass sich die Reibung der Knochen aneinander reiben. Der Knorpel sichert gelenkschonende Bewegungen. Geht diese Gleitwirkung des Knorpels verloren, reiben die Knochen direkt aufeinander und es entwickeln sich heftige Schmerzen.

Das Knorpelgewebe ist sehr empfindlich. Es wird nicht von Blutgefäßen durchzogen, sondern bekommt seine lebenswichtigen Nährstoffe von der Synovia. Diese Flüssigkeit wird von der Gelenkinnenhaut gebildet und durchspült den Knorpel bei jeder Bewegung. Sie „drückt“ dadurch alle notwendigen Stoffe an die Stellen, an denen sie gebraucht werden. Allerdings liefert die Synovia nicht nur die Nährstoffe, sie nimmt die Abbauprodukte auch wieder mit. Insgesamt ein kompliziertes und genau abgestimmtes System, das jedoch durch eine Reihe von Störfaktoren aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann.

Wie bemerken Sie eine Schleimbeutelentzündung?

  • Schmerzen bei bestimmten Bewegungen
  • eingeschränkte Bewegungen eines Gelenks
  • Reiben und Brennen in der Gelenkregion
  • Schwellung
  • Überwärmung und Rötung in der jeweiligen Gelenkgegend

Was geschieht im Körper?

Die schützenden Schleimbeutelkissen können sich entzünden. Zu einer Bursitis kommt es meistens durch Überlastung. Ein besonderes Risiko dafür tragen alle, die viel am Schreibtisch sitzen und Ihre Gelenke (vor allem die Ellenbogen) vor dem Computer strapazieren. Bestimmte Berufsgruppen machen häufiger mit Schleimbeutelentzündungen Bekanntschaft: So etwa Fliesenleger, die viel auf den Knien arbeiten. Auch Sportler sind häufiger betroffen, etwa durch Stöße oder Stürze beziehungsweise wenn sie sich zu häufig einseitig belasten.

Auslöser können auch bakterielle Infektionen sein, zu denen es nach einer Verletzung in der Nähe des Schleimbeutels kommen kann. Das Gefährliche: Die Entzündung kann sich in diesem Fall ausbreiten und im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung führen. Deshalb sollten Sie mit einer Schleimbeutelentzündung immer einen Arzt aufsuchen. Zumal Sie damit auch verhindern, dass die Entzündung chronisch wird.


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Schleimbeutelentzündung© Adobe Stock – Henrie

Welche Körperteile sind betroffen?

Besonders oft betroffen sind Schulter, Ellenbogen, die Außenseiten der oberen Oberschenkel und das Kniegelenk. Häufig macht sich eine Bursitis nicht mit Schmerzen, sondern mit einer Schwellung bemerkbar. Der Beutel bildet dann mehr Flüssigkeit und schwillt an. Er ist überwärmt und kann in der Folge starke Schmerzen verursachen.

Die entzündeten Schleimbeutel des Knies, der Schulter und der Hüfte machen sich allerdings zunächst gar nicht bemerkbar, denn sie liegen tiefer im Gewebe. Bei einem Verdacht auf eine Schleimbeutelentzündung wird der Arzt eine Ultraschalluntersuchung vornehmen.

Möglichkeiten der Behandlung

Kernstück der Therapie ist die Entlastung des jeweiligen Gelenks mit dem entzündeten Schleimbeutel. Darüber hinaus kommen kalte Umschläge und Kältepackungen (Coldpacks) zum Zuge. Auch eine leichte Bewegungstherapie und Injektionen mit abschwellenden oder entzündungshemmenden Wirkstoffen (Ibuprofen, Diclophenac) können die Beschwerden lindern. In leichteren Fällen helfen Tabletten und Salben mit diesen Wirkstoffen.

Scheuen Sie sich nicht, diese Schmerzmittel in Absprache mit Ihrem Arzt kurzfristig einzunehmen. Unterstützen können Sie die Behandlung auch mit schmerzlindernden Mittel aus der Naturapotheke, zum Beispiel mit Präparaten aus der Teufelskralle (z. B. Rivoltan®, Teufelskralle von Stada® oder ratiopharm®) oder der Weidenrinde (z. B. Assalix®, Optovit actiflex®, Proaktiv®). Wenn die Beschwerden nicht verschwinden, kann der entzündete Schleimbeutel mit einer kleinen Operation entfernt werden. Bei bakteriellen Infektionen ist dieser Eingriff die Regel. Der Körper bildet dann eine Art Ersatzgewebe.

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