MenüMenü

Fußgelenks-Arthrose: Darauf kommt es an

Nicht nur die Kniegelenke bereiten oft Beschwerden beim Gehen. Auch Fuß- und Zehengelenke können betroffen sein: vom Großzehen-Grundgelenk bis zum oberen Sprunggelenk. Häufig sind Fehlstellungen oder Fehlbelastungen die Ursache. Hier erfahren Sie alles rund um Fußgelenks-Arthrose.

Für gesunde Füße: Laufen Sie wie eine Katze …

… und nicht wie ein Elefant. Im Gegensatz zum stampfenden Gang eines Elefanten geht die Katze schleichend und schwingend. Sie sollten Sie ebenfalls über den ganzen Fuß abrollen.

D. h. die beim Aufsetzen entstehende Energie wird von der Ferse über Rück- und Mittelfuß zum Vorfuß hin abgeleitet. Dabei führt der Fuß eine leichte pronatorische Bewegung durch, sprich: von hinten, außen (äußerer Fersenrand) nach vorn, innen (zur Großzehe).

Bei harten Absätzen (z. B. bei vielen Lederschuhen) wird der Auftritt-Impuls ungebremst auf Ihre Gelenke übertragen. Ein weicher Absatz wie bei Turn- oder Jogging-Schuhen schluckt einen Teil der Aufprall-Energie – wie bei einer Knautschzone im Auto. Oder Sie nutzen gelartige Fersen-Einlagen als Stoßdämpfer in Ihren Schuhen.

High Heels nur zu gegebenem Anlass

Hohe Absätze haben 2 gravierende Nachteile:

  1. Sie verhindern die Dämpfung Ihrer Schritte. Die Ferse prallt hart auf den Boden, das natürliche Dämpfungs-System Ihrer Füße wird außer Kraft gesetzt.
  2. Die höher stehende Ferse muss durch ein verstärktes Hohlkreuz ausgeglichen werden, was den Druck auf die Wirbel-Gelenke stark erhöht.

Hilfe bei Senk-Spreiz-Füßen

Bei dieser sehr häufigen Fußfehlstellung verliert der Fuß seine natürliche Quergewölbe-Form, die dem Vorfuß Stabilität und Federungs-Eigenschaften verleiht:

Statt auf dem 1. und 5. Zehenballen liegt die Hauptbelastung auf dem 2., 3.(4.) Mittelfuß-Köpfchen. Als Folge drohen Hallux valgus sowie Hammer- und Krallenzehen.

Spreizfüße können mit einer Pelotte stabilisiert werden. Das tropfenförmige, aber breitflächige Polster sollte gerade so viel stützen, dass der Fuß in seine normale anatomische Form zurückgeführt wird.

In Ausnahmefällen kann auch eine Schmetterlings-Sohle verwendet werden. Sie entlastet das 2., 3. und 4. Mittelfuß-Köpfchen, verändert aber die Fehlstellung des Fußes nicht. Lassen Sie sich von Ihrem Orthopäden beraten.

Fußgelenks-Arthrose: Arthrose des Großzehen-Grundgelenks

Barfußgehen bildet den natürlichen Bewegungs-Ablauf ab (von hinten, außen nach vorn, innen). Dabei trifft der Vorfuß zuerst auf den Boden, dann wird der Schritt weich abgefangen.

Bei Fußfehlstellungen (z. B. einer Arthrose des Großzehen-Gelenks) ist Barfußlaufen hingegen nicht ratsam. Die natürlichen Dämpfungs-Mechanismen des Fußes sind nicht mehrvorhanden und damit steigt die Belastung stark an.

In solchen Fällen sind weich dämpfende Sohlen empfehlenswert.

Aber: Gibt es eigentlich ein Verfahren, mit dem bei einer Arthrose im Großzehen-Grundgelenk die Beweglichkeit wieder gut hergestellt werden kann?

Arthrose im Großzehen-Grundgelenk: Diese Möglichkeiten gibt es

Heute wird bei einer Arthrose im Großzehen-Grundgelenk, die nicht mit einer Fehlstellung einhergeht, in aller Regel das Gelenk versteift und nur sehr selten eine Prothese eingesetzt.

  • Bei einer Versteifung geht dann zwar die Beweglichkeit verloren. Dafür aber können Sie, wenn die Heilung problemlos abläuft, am Ende wieder gut laufen. Zudem müssen Sie wahrscheinlich nicht mehr erneut operiert werden.
  • Wird dagegen ein Kunstgelenk eingesetzt, ist die Beweglichkeit natürlich auf der einen Seite besser. Die Ergebnisse der Operation sind aber auf der anderen Seite in den meisten Fällen nicht so gut, da sich die eingesetzten Kunstgelenke häufig lockern. Meist erfolgt dann im 2. Schritt zusätzlich die oben genannte Versteifung des Gelenks.

Möglichkeiten bei Fehlstellungen:

  • Wenn eine Fehlstellung nach außen hin vorliegt, ein sogenannter Hallux valgus, dann wird versucht, die Gelenkstellung zu korrigieren und das Gelenk wird verkürzt, um es zu erhalten. Nur noch sehr selten werden Teile des Gelenks entfernt.
  • Beim Hallux rigidus werden zunächst Spritzen ins Gelenk gegeben, zudem wird eine Ballenrolle eingesetzt, bevor operiert werden muss.
© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten