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Meine 6 Tipps gegen Alltagskopfschmerz: So reduzieren Sie die schmerzhaften Tage

Alltagskopfschmerzen sind kein seltenes Phänomen – immerhin nur 12 % der Männer und 6 % der Frauen in Deutschland sind pro Jahr komplett frei davon. Der Rest der Bevölkerung leidet mindestens an einem Tag unter Kopfschmerzen, meist aber viel häufiger. Ich zeige Ihnen hier sechs einfache Methoden, mit denen Sie diese Kopfschmerzen aus Ihrem Leben verbannen oder zumindest reduzieren können.

Kopfschmerzen© WavebreakmediaMicro - Fotolia

Alltagskopfschmerzen, auch Spannungskopfschmerzen genannt, treten häufig am Ende eines anstrengenden Tages auf. Sie treffen die Hausfrau genauso wie den Manager, können beim Schüler ebenso auftreten wie beim Rentner. Häufig werden die Ursachen erst einmal gar nicht mit den Kopfschmerzen in Verbindung gebracht – oder hätten Sie gedacht, dass zum Beispiel falsche Stühle schuld sein können?

Mögliche Ursachen für Ihre Alltagskopfschmerzen

Alltagskopfschmerzen können Sie jederzeit und überall erwischen. Aber es gibt Situationen, in denen kommt es besonders schnell zu den quälenden Schmerzen. Typische Auslöser können sein:

  • falsche Beleuchtung,
  • Lärm,
  • schlechte Haltung,
  • ungeeignetes Raumklima,
  • Überforderung.

Sie sehen, meist sind Alltagskopfschmerzen sogar hausgemacht. Entsprechend gut können Sie etwas gegen diese Beschwerden unternehmen.

Meine 6 Tipps gegen Alltagskopfschmerzen

  1. Es soll Ihnen ein Licht aufgehen. Gerade schlechte Beleuchtung ist eine der Hauptursachen für Alltagskopfschmerzen – Ihre Augen werden durch mangelndes Licht überanstrengt. Richtig gut tut Ihnen Tageslicht. Gerade jetzt, im beginnenden Frühling, können Sie die ersten warmen Sonnenstrahlen hereinlassen. Sie bessern nicht nur Ihre Schmerzen, sondern auch Ihre Laune.  Verzichten Sie in den Räumen, in denen Sie sich tagsüber häufig aufhalten, auf Rollos – und seien sie noch so dünn. Brauchen Sie eine Lampe, sollte deren Lichtstärke mindestens 500 Lux betragen. Mittlerweile gibt es so genannte Tageslichtlampen von fast allen großen Beleuchtungsfirmen. Tauschen Sie Ihre normale Glühlampe dagegen aus.
  2. Schalten Sie Lärm ab. Geräusche sind ein immer wieder unterschätzter Stressfaktor, der Sie nicht nur stört, sondern auch zu Alltagskopfschmerzen führen kann. Lärmquellen gibt es viele. Das kann der Computer sein, ein Radio, der Straßenverkehr, das Telefon oder die Klimaanlage – sie alle machen nicht nur konzentriertes Arbeiten schwer, sondern können auch Kopfschmerzen verursachen. Sie sollten schon beim Kauf auf die Lärmfrequenz von Geräten achten. Manche Geräte können Sie auf Schallschutz-Unterlagen stellen, wie zum Beispiel Waschmaschinen, wenn sie in der Wohnung stehen. Bei vielen Geräten wird heute übrigens schon die Laut­stärke auf dem Etikett angegeben. Die Einheit ist Dezibel (dB), der Wert sollte 50 dB nicht überschreiten.
  3. Sitzen Sie richtig. Sind Ihre Stühle zu hoch oder Ihre Tische zu niedrig, sitzen Sie ständig in verkrümmter Haltung. Das führt dazu, dass sich Ihre Muskeln verspannen, und kann ebenfalls ein Auslöser für Kopfschmerzen sein. Das richtige Maß zueinander haben Tische und Stühle, wenn Ihre Knie einen rechten Winkel bilden und auch die Ellenbogen im 90-Grad-Winkel gebeugt sind. Sie müssen außerdem bei geradem Rücken Ihre Arme auf die Tischplatte legen können.
  4. Achten Sie auf das richtige Klima. Ist die Umgebungsluft bei Ihnen verbraucht, kann das Kopfschmerzen genauso begünstigen wie zu kalte Luft. Optimal sind Temperaturen zwischen 19 und 23 °C, je nach persönlichem Kälteempfinden. Umgeben Sie sich zudem mit Grünpflanzen. Diese erhöhen die Luftfeuchtigkeit und produzieren Sauerstoff. Es gibt auch Pflanzenarten, die Schadstoffe aus der Luft filtern. Ich empfehle Ihnen Pflanzen wie Efeu und Grünlilie.
  5. Schalten Sie mal ab. Auch Pausen sind wichtig, egal ob bei der Büro- oder bei der Hausarbeit. Aber lassen Sie nicht einfach nur alles fallen und setzen sich in die nächste Ecke. Werden Sie stattdessen aktiv. Gehen Sie ein Stück spazieren oder machen Sie kleine Gymnastikübungen.
  6. Im Schmerzfall helfen Entspannungsübungen. Gerade Entspannungsübungen sind gut, um im Akutfall die Kopfschmerzen relativ schnell zu lindern. Eine Übung, die ich meinen Patienten für den Schmerzfall gerne empfehle, sieht zum Beispiel so aus: Sie setzen sich hin, Ihre Füße stehen schulterbreit auseinander. Legen Sie Ihre Hände auf Ihre Oberschenkel. Sie blicken geradeaus. Nun drehen Sie Ihren Kopf nach rechts, heben das Kinn an und atmen dabei ein. Schauen Sie wieder geradeaus, senken Sie Ihr Kinn Richtung Brust und atmen Sie aus. Wiederholen Sie die Übung zur linken Seite.

Schützen Sie sich vor chronischen Schmerzen

Auch wenn Ihre Kopfschmerzen nur kurzfristig auftreten, sollten Sie dennoch handeln und meine Tipps anwenden. Denn Ihr Schmerzgedächtnis nimmt auch solche kurzfristigen, akuten Schmerzen wahr. Wenn sich diese ständig wiederholen, ohne dass Sie etwas dagegen tun, werden Ihre Schmerzrezeptoren immer empfindlicher. Es kann zu immer häufigeren Schmerzanfällen kommen – im schlimmsten Fall werden Ihre Schmerzen chronisch.

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Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

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