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Alle Fakten zum Thema Kopfschmerzen

Bei der episodischen Form von Spannungskopfschmerz treten die Schmerzen – wie das Wort schon sagt – stunden- bis tageweise auf. Sie können, unbehandelt, von 30 Minuten bis zu einer Woche dauern; sie treten jedoch – auch kurzfristig – an insgesamt seltener als 180 Tagen im Jahr auf.

Zwar beeinträchtigen die Kopfschmerzen etwas die Aktivität der Betroffenen, verhindern sie aber nicht komplett wie das bei Migräne oft der Fall ist.

Ebenso wenig ist die Patientin gleichzeitig lärm- und lichtempfindlich, kann jedoch unter einer der beiden Störungen leiden.

Um den Verlauf der Schmerzen möglichst genau zu dokumentieren, sollten Sie, wenn Sie betroffen sind, ein Kopfschmerztagebuch führen. (Das gilt auch für alle anderen Varianten von Kopfschmerzen.) Es hilft bei der Diagnose und erleichtert eine individuelle, gezielte Behandlung.

Vergessen Sie nie, dass es noch andere Möglichkeiten gibt, die Schmerzen loszuwerden.

Gegebenenfalls wenden Sie sich an einen auf diesem Gebiet geschulten Arzt – eventuell in einer Schmerzambulanz oder in einer Migränepraxis.

(Die Adressen können Sie bei der für Ihr Bundesland zuständigen Landesärztekammer erfragen. Deren Adresse wiederum erfahren Sie auch über Ihre Krankenkasse.)

Noch ein Wort zum sogenannten „Halswirbelkopfschmerz”: Eine Fehlhaltung der Halswirbelsäule durch einseitige Tätigkeit oder ein falsches Kopfkissen kann die den Kopf versorgenden Blutgefäße so abklemmen, dass es zu Spannungskopfschmerzen und/oder Schwindel kommen kann.

Aber „verkrampfte” Halswirbel oder Nackenmuskulatur sind nicht unbedingt die Ursache für Kopfschmerzen. Umgekehrt können Kopfschmerzen in Nacken und Schulter ausstrahlen.

Verschiedene Auslöser möglich

Oft sind es bestimmte Nahrungsmittel oder Situationen, die Kopfschmerzen auslösen. Ihre Erste Hilfe gegen Kopfschmerzen kann aus diesem Grund darin bestehen, diese Auslöser zu vermeiden:

  • Zigarettenrauch
  • Alkohol (vor allem Rotwein)
  • Gewürze (Grillgewürze, asiatische Gewürze)
  • Käse und Zitrusfrüchte
  • Glutamat (Geschmacksverstärker in vielen Fertiggerichten und chinesischen Speisen)
  • Stress
  • Angst
  • Leistungsdruck
  • Finanzprobleme
  • Familienkonflikte
  • Erschöpfung
  • Menstruation
  • Wetterumschwung
  • Klimawechsel
  • Lichtreize
  • Lärm
  • Gerüche
  • Sauna
  • Medikamente
  • Änderungen des Schlafrhythmus
  • Ortswechsel

Kaugummikauen kann zu schweren Kopfschmerzen führen

Viele Kinder und Jugendliche kauen gerne Kaugummi (davon ab, viele Erwachsene auch, aber oft nicht so ausdauernd wie junge Menschen). Wissenschaftler der Universität Tel Aviv haben jetzt herausgefunden, dass dieses ständige Kauen auch negative Folgen haben kann.

Die Forscher hatten 30 Kinder und Jugendliche mit einem Durchschnittsalter von 16 Jahren befragt – sowohl zu ihrem Kaugummi-„Genuss“ als auch zu gesundheitlichen Beschwerden.

Dabei fanden sie heraus, dass 60 Prozent der Kinder unter Migräne litten und 40 Prozent oft Spannungskopfschmerzen hatten.

Dann mussten die jungen Teilnehmer einen Monat lang auf Kaugummis verzichten. Es zeigte sich, dass bei 19 Teilnehmern in dieser Zeit die Schmerzen verschwanden, bei weiteren sieben waren sie deutlich verringert.

Nach dieser Zeit begannen viele der Jugendlichen, wieder Kaugummi zu kauen, teilweise, wie vorher, bis zu sechs Stunden am Tag. Und es zeigte sich, dass die Beschwerden wieder auftraten.

Die Wissenschaftler kennen die genauen Ursachen hierfür noch nicht. Es kann aber sein, dass die starke Beanspruchung des Kiefergelenks zu den Beschwerden führt.

Die Wirkungen der ASS

Der Inhaltsstoff von Aspirin und seinen zahlreichen Generika ist die Acetylsalicylsäure (ASS), deren natürliche Vorstufe Salicylsäure in der Rinde des Weidenbaumes vorkommt.

Sowohl die Weidenrinde als auch die chemische ASS wirken schmerzlindernd, fiebersenkend und entzündungshemmend. In den letzten Jahren wiesen Wissenschaftler eine zusätzliche günstige Wirkung von ASS nachweisen: es hemmt die Blutgerinnung.

Wenn man wegen einer Verletzung blutet, reichern sich an der verletzten Stelle Blutplättchen an. Diese Zellen bilden einen gut haftenden Pfropf, der das eröffnete Blutgefäß verschließt.

ASS verringert nun die Blutgerinnung durch eine Hemmung der Blutplättchenaktivität. Hierdurch hemmt oder verringert ASS die Bildung von Blutgerinnseln in durch Atherosklerose verengten Arterien.

Neue Aspekte für den Einsatz von ASS

Aufgrund ihrer gerinnungshemmenden Eigenschaft verschreiben Ärzte ASS, um das wiederholte Auftreten von Blutgerinnseln (z.B. bei Atherosklerose) zu verhindern.

Eine Studie zeigte, dass ASS die Gefahr, nach einem ersten Herzinfarkt einen zweiten zu erleiden, um mehr als 30% senkt.

ASS vermindert die Komplikationsraten nach einem durchgemachtem Schlaganfall, nach vorübergehender Hirndurchblutungsstörung (Warnsignal eines Schlaganfalls), bei Patienten mit instabiler Angina pectoris sowie nach einem Herzinfarkt.

Nach einer Bypass-Operation oder Ballon-Erweiterung der Koronargefäße sowie nach der Endarteriektomie vermindert ASS das Risiko eines Herzinfarktes und eines erneuten Gefäßverschlusses.

Aspirin®

Salizylsäure schmeckt bitter, verursacht Übelkeit und Brechreiz, reizt die Schleimhäute von Mund, Rachen und Magen und führt sogar zu Blutungen.

Deswegen experimentierte der Chemiker Felix Hoffmann, dessen Vater an rheumatischem Fieber litt, bis er eine verträglichere Variante fand.

1899 ließ sich die deutsche Firma Bayer die Substanz unter dem Warenzeichen Aspirin® patentieren. Das neue Mittel half bei allgemeinen und rheumatischen Schmerzen, Abszessen und fieberhaften, infektiösen Erkrankungen.

6 Tipps gegen Alltagskopfschmerzen

  1. Es soll Ihnen ein Licht aufgehen. Gerade schlechte Beleuchtung ist eine der Hauptursachen für Alltagskopfschmerzen – Ihre Augen werden durch mangelndes Licht überanstrengt. Richtig gut tut Ihnen Tageslicht. Gerade jetzt, im beginnenden Frühling, können Sie die ersten warmen Sonnenstrahlen hereinlassen. Sie bessern nicht nur Ihre Schmerzen, sondern auch Ihre Laune.  Verzichten Sie in den Räumen, in denen Sie sich tagsüber häufig aufhalten, auf Rollos – und seien sie noch so dünn. Brauchen Sie eine Lampe, sollte deren Lichtstärke mindestens 500 Lux betragen. Mittlerweile gibt es so genannte Tageslichtlampen von fast allen großen Beleuchtungsfirmen. Tauschen Sie Ihre normale Glühlampe dagegen aus.
  2. Schalten Sie Lärm ab. Geräusche sind ein immer wieder unterschätzter Stressfaktor, der Sie nicht nur stört, sondern auch zu Alltagskopfschmerzen führen kann. Lärmquellen gibt es viele. Das kann der Computer sein, ein Radio, der Straßenverkehr, das Telefon oder die Klimaanlage – sie alle machen nicht nur konzentriertes Arbeiten schwer, sondern können auch Kopfschmerzen verursachen. Sie sollten schon beim Kauf auf die Lärmfrequenz von Geräten achten. Manche Geräte können Sie auf Schallschutz-Unterlagen stellen, wie zum Beispiel Waschmaschinen, wenn sie in der Wohnung stehen. Bei vielen Geräten wird heute übrigens schon die Laut­stärke auf dem Etikett angegeben. Die Einheit ist Dezibel (dB), der Wert sollte 50 dB nicht überschreiten.
  3. Sitzen Sie richtig. Sind Ihre Stühle zu hoch oder Ihre Tische zu niedrig, sitzen Sie ständig in verkrümmter Haltung. Das führt dazu, dass sich Ihre Muskeln verspannen, und kann ebenfalls ein Auslöser für Kopfschmerzen sein. Das richtige Maß zueinander haben Tische und Stühle, wenn Ihre Knie einen rechten Winkel bilden und auch die Ellenbogen im 90-Grad-Winkel gebeugt sind. Sie müssen außerdem bei geradem Rücken Ihre Arme auf die Tischplatte legen können.
  4. Achten Sie auf das richtige Klima. Ist die Umgebungsluft bei Ihnen verbraucht, kann das Kopfschmerzen genauso begünstigen wie zu kalte Luft. Optimal sind Temperaturen zwischen 19 und 23 °C, je nach persönlichem Kälteempfinden. Umgeben Sie sich zudem mit Grünpflanzen. Diese erhöhen die Luftfeuchtigkeit und produzieren Sauerstoff. Es gibt auch Pflanzenarten, die Schadstoffe aus der Luft filtern. Ich empfehle Ihnen Pflanzen wie Efeu und Grünlilie.
  5. Schalten Sie mal ab. Auch Pausen sind wichtig, egal ob bei der Büro- oder bei der Hausarbeit. Aber lassen Sie nicht einfach nur alles fallen und setzen sich in die nächste Ecke. Werden Sie stattdessen aktiv. Gehen Sie ein Stück spazieren oder machen Sie kleine Gymnastikübungen.
  6. Im Schmerzfall helfen Entspannungsübungen. Gerade Entspannungsübungen sind gut, um im Akutfall die Kopfschmerzen relativ schnell zu lindern. Eine Übung, die ich meinen Patienten für den Schmerzfall gerne empfehle, sieht zum Beispiel so aus: Sie setzen sich hin, Ihre Füße stehen schulterbreit auseinander. Legen Sie Ihre Hände auf Ihre Oberschenkel. Sie blicken geradeaus. Nun drehen Sie Ihren Kopf nach rechts, heben das Kinn an und atmen dabei ein. Schauen Sie wieder geradeaus, senken Sie Ihr Kinn Richtung Brust und atmen Sie aus. Wiederholen Sie die Übung zur linken Seite.

 

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