MenüMenü

Sämtliche Fakten zum Thema Ischias

In letzter Zeit leiden Sie ständig unter Rückenschmerzen. Der brennende Schmerz strahlt vom Rücken über das Gesäß bis ins Bein aus.

Es kribbelt und sticht. Sie möchten sich hinsetzen, um den Schmerz zu lindern, doch Sitzen macht es noch schlimmer.

Wenn diese Symptome bei Ihnen zutreffen, ist wahrscheinlich der Ischias Auslöser dieser Schmerzen.

Meistens liegt es daran, dass eine Nervenwurzel des Ischiasnervs eingeklemmt ist.

Der Ischiasnerv ist der längste Nerv im menschlichen Körper.

Er verläuft im Rückenmarkskanal der Wirbelsäule teilt sich im unteren Rückenbereich und verläuft dann beidseitig durch das Gesäß auf der Rückseite beider Beine bis zu den Füßen.

Der Ischiasnerv ist dafür verantwortlich, dass wir unsere Beine und Füße spüren und bewegen können.

Drückt eine verrutsche Bandscheibe auf den Ischiasnerv, kann der Schmerz durch das ganze Bein bis zum Fuß hin ausstrahlen.

Häufig tritt auch ein Kribbeln oder ein Taubheitsgefühl auf.

Die Intensität der Beschwerden ist sehr individuell, doch in den meisten Fällen ist nur eine Seite betroffen.

Der medizinische Fachbegriff für diese Erkrankung ist lumbosakrales Wurzelirritationssyndrom, Ischialgie oder landläufig einfach eingeklemmter Ischiasnerv.

Ursachen für Ischias-Schmerzen

Die Ursachen für einen eingeklemmten Ischias sind unterschiedlich. Im Folgenden finden Sie eine Auflistung der möglichen Ursachen:

Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich – Dies ist die häufigste Ursache für ein Ischiassyndrom.

Ein Bandscheibenvorfall tritt auf, wenn der gelartige Inhalt einer Bandscheibe, der Bandscheibenkern, durch die äußere „Haut“, den Bandscheibenfaserring, austritt und sich dort ausbeult.

Diese Ausbeulung kann Druck auf Nervenwurzeln ausüben, die Teil des Ischiasnervs sind. 25- bis 45-Jährige sind am häufigsten von einem Bandscheibenvorfall betroffen.

Stenose (Verengung) im Rückenmarkskanal im Lendenwirbelbereich Spinalkanalstenose) – Bei diesem Auslöser des Ischiassyndroms ist der Rückenmarkskanal verengt.

Das betrifft meist Menschen, die älter als 60 Jahre sind. Die Verengung wird durch eine Knochenwucherung oder durch Knochendegeneration im Bereich der Wirbelsäule hervorgerufen, wo die Nerven aus der Wirbelsäule austreten.

Bandscheibendegeneration – Im Lauf der Zeit schrumpfen die Bandscheiben und verlieren an Elastizität. Das ist eine natürliche Alterserscheinung, die zu einem Bandscheibenvorfall führen kann oder zu einer Verengung der Austrittsstelle des Nervs aus dem Wirbelkanal.

Wirbelgleiten (Spondylolisthese) – Dabei verschiebt sich ein Wirbel nach vorne und verengt den Wirbelkanal. Dieses Wirbelgleiten mit begleitender Verengung des Spinalkanals kann ein Ischiassyndrom auslösen.

Es gibt zudem auch andere Erkrankungen, die die gleichen Symptome wie ein Ischiassyndrom haben und dieses nachahmen. Bei dem so genannte Piriformis-Syndrom ist die Spannung des Piriformis-Muskels (Musculus pirifomis) erhöht.

Dieser Muskel kann den Ischiasnerv irritieren oder zusammendrücken, da Nerv und Muskel eng benachbart im Gesäß verlaufen.

Schmerzen, die durch das Piriformis-Syndrom verursacht werden, ziehen normalerweise nicht bis unter das Knie.

Das Gleiche gilt auch für Schmerzen, die durch Probleme im Iliosakralgelenk zwischen Kreuzbein und Darmbein in der Hüfte ausgelöst werden.

Die dadurch verursachten Schmerzen ähneln denen beim Ischiassyndrom.

Allerdings führen die Hüftbeschwerden lediglich zu einem Missempfinden im unteren Rückenbereich und im Gesäß.

Das Ischiassyndrom kann Menschen jeden Alters treffen. Bei Jüngeren ist es häufig mit einem Bandscheibenvorfall verknüpft.

Bei Älteren besteht oft ein Zusammenhang mit einer Stenose, die durch eine Arthritis oder eine Bandscheibendegeneration ausgelöst wird.

Therapie

Glücklicherweise werden die Schmerzen im Rücken und im Bein normalerweise in einen Zeitraum von wenigen Tagen bis zu einigen Monaten durch geeignete Behandlungsmethoden gelindert.

Eine Operation ist selten erforderlich. In der Regel verordnet der Arzt den Patienten zuerst ein Schmerzmittel.

Zur Therapie gegen Ischiasschmerzen gehören darüber hinaus Muskeldehnübungen, eine Gymnastik, die die Muskulatur stärkt sowie Maßnahmen zur Bewegungs- und Verhaltensänderung.

Außerdem hat sich Rhus toxicodendron, ein Mittel aus der Homöopathie,  als hilfreich bewährt.

Ischias Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Ischias: Mit sanften Bewegungen und Wärme verschwinden die Schmerzen

Eine falsche Bewegung, eine unbedachte Drehung nach links oder rechts oder ein falsches Bücken und schon ist es passiert. Hier bekommen sie Hilfe.

Ischias Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Ischias: Symptome

Wenn bei Ihnen kein Notfall vorliegt und Ihr Arzt die Diagnose Ischiassyndrom stellt, wird er Sie gründlich körperlich untersuchen. Lesen Sie hier mehr.

Ischias Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Ischias-Syndrom: Schmerzhafte Nervenentzündung

Das Ischias-Syndrom: diese schmerzhafte Nervenentzündung kann Menschen jeden Alters treffen. Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr darüber.

Ischias Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Ischias: Konservative und alternative Behandlungsmöglichkeiten

In diesem Beitrag erfahren Sie alles rund um die Diagnose und die Behandlung des schmerzhaften Ischias-Syndroms. Informieren Sie sich hier.