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Sämtliche Infos zum Thema Gehirn

Das Gehirn bildet zusammen mit dem Rückenmark das Zentrale Nervensystem (ZNS). Es spielt eine Schlüsselrolle für uns, denn es fungiert als Schaltzentrale des Körpers.

Es steuert sämtliche Körperfunktionen, verwaltet das emotionale Denkvermögen, verarbeitet sinnliche Eindrücke und viele weitere lebenswichtige Körperfunktionen. Zum Schutz ist das Gehirn von drei Hirnhäuten umgeben.

Aufteilung und Leistung des Gehirns

Das Gehirn ist grob in vier unterschiedliche Regionen unterteilt, die jeweils spezifische Funktionen und Aufgaben übernehmen. Verbunden wird es durch einen achsenartig angelegten Balken (Corpus callosum).

Generell teilt man der linken Hälfte des Gehirns logische, sprachliche, analytische und mathematische Aufgaben zu, während die rechte Hemisphäre Kreativität, Intuition, Kunstbewusstsein und Orientierung verwaltet.

  1. Das Großhirn oder Endhirn ist die Region, die für Fühlen, Denken und Handeln zuständig ist. In diesem Teil kommen Sinneseindrücke wie Sehen, Fühlen und Riechen an. Das Großhirn empfängt, verarbeitet und wertet die Information aus.
  2. Das Zwischenhirn befindet sich am hinteren Teil des Großhirns. Zu dem Zwischenhirn gehören der Thalamus und der Hypothalamus. Der Thalamus fungiert als Wächter des Großhirns. Hier müssen alle Reize durch und werden gegebenenfalls ausgesiebt, bevor sie ans Großhirn weitergegeben werden. Der Hypothalamus ist die Schaltzentrale zwischen Hormonhaushalt und Nervensystem. Darüber hinaus steuert er wichtige Funktionen wie den Schlaf, die Temperaturregulation, Hunger und Durst, das Schmerzempfinden und den Sexualtrieb.
  3. Das Kleinhirn liegt hinter dem Großhirn und ist ungefähr zehnmal kleiner als dieses. Es ist zuständig für unser Körperbewusstsein und steuert das Gleichgewicht, die Koordination unserer Gliedmaßen und Bewegungen.
  4. Das Stammhirn (auch Hirnstamm genannt) gilt als Verbindungsstelle des Zentralen Nervensystems zwischen Gehirn und Rückenmark. Hier gehen alle Informationen durch, die zum Gehirn transportiert werden. Evolutionär gesehen ist es der älteste Teil des Gehirns. Es steuert lebenswichtige Funktionen wie Herzschlag, Blutdruck und Atmung. Des Weiteren entspringen hier Reflexe wie der Lidschluss, Husten und das Schlucken.

Beeindruckendes Organ

Das Gehirn hat zwar eine enorme Aufgabenvielfalt und Verantwortung, macht aber mit durchschnittlich 1,4 Kilogramm nur einen Bruchteil unseres Körpergewichts aus.

Um die Milliarden Gehirnzellen (Neuronen) zu versorgen, benötigt es eine Menge Energie. Die Neuronen kommunizieren andauernd mithilfe elektrischer Impulse miteinander.

Unser Denkorgan benötigt 20 Prozent des Sauerstoffs und 15 Prozent der Energie, die unser Herz erzeugt. Jeden Tag fließen 1.200 Liter Blut und 75 Liter reiner Sauerstoff durch unser Schaltorgan.

So lernt Ihr Gehirn

Die Welt ist voller Reize und Signale, die jede Sekunde auf uns einwirken. Würde der Mensch auf alle Eindrücke reagieren, wäre das Gehirn in kürzester Zeit vollkommen überfordert.

Deshalb muss das Gehirn aus dieser Flut von Informationen die für uns wichtigen herausfiltern. Man schätzt, dass von 10 Millionen Eindrücken, die unsere Sinnesorgane empfangen, im Durchschnitt nur ein einziger in das Bewusstsein gelangt.

Das scheint zunächst wenig, summiert sich allerdings im Durchschnitt immerhin auf 16 verschiedene Informationen pro Sekunde.

Sie alle müssen nach ihrer Aufnahme ins Bewusstsein einzeln erkannt, eingeordnet, mit schon vorhandenen Informationen verglichen und eventuell abgespeichert werden.

Dieses Verarbeiten von Informationen geschieht durch die Kommunikation von Millionen von Nervenzellen untereinander. Dazu sind die Nervenzellen unseres Gehirns zu funktionellen Einheiten verknüpft, den so genannten neuronalen Netzen.

Sobald wir etwas Neues lernen, werden Vernetzungen zwischen Nervenzellen neu geknüpft oder verstärkt.

Das ist die biologische Grundlage des Lernens. Der Zerfall oder die Schwächung dieser Brücken bedeutet Vergessen. Ob Auf- oder Abbau die Oberhand haben, hängt ganz wesentlich von den Anregungen ab, die ein Gehirn erhält.

Am Herstellen neuer und stärkerer Nervenkontakte arbeitet das Gehirn umso intensiver, je mehr Eindrücke es erhält.

Empfängt es nur wenige solcher Impulse, wird dieser Vorgang träge: Neue Verbindungen bilden sich nur langsam und nach vielem Üben. Außerdem können sie bei Nichtgebrauch wieder verschwinden.

Das hat zur Folge, dass Hirnleistung und Gedächtnis nachlassen.

Nervenzellen reagieren höchst empfindlich auf Sauerstoffmangel. Sind also, wie zum Beispiel bei einem Schlaganfall, bestimmte Teile des Gehirns nicht mehr richtig durchblutet, werden die Nervenzellen in diesen Gehirnbereichen geschädigt.

Folge: Die Kontakte der neuronalen Netze sind zerstört oder unterbrochen. Funktionen, die von den betroffenen neuronalen Netzen ausgeführt wurden, fallen damit aus.

Auf diese Weise kann es zu verschiedenen Symptomen kommen wie Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen. Es ist jedoch möglich, dass andere Nervenzellen ihre Funktion übernehmen und sich neue Netze bilden.

Nach einem Schlaganfall kann man dies beispielsweise durch möglichst frühzeitiges Training der ausgefallenen Funktionen erreichen.

Neurologische und psychische Erkrankungen

Etwa 800 Milliarden Euro betragen in Europa die jährlichen Kosten, die durch Erkrankungen des Gehirns entstehen. Angesichts der demografischen Entwicklung und der zunehmenden Häufigkeit an psychischen und neurologischen Erkrankungen ticke da eine Bombe. S

o warnten Wissenschaftler des „European Brain Council“ (EBC).

Nach wissenschaftlichen Berechnungen liegen die Kosten für neurologische Erkrankungen mit 798 Milliarden Euro doppelt so hoch wie bei einer Schätzung von vor sechs Jahren. Zum Vergleich: Die Kosten, die 2008 durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstanden, betrugen etwa 200 Milliarden Euro.

Bei Krebserkrankungen liegen die jährlichen Kosten zwischen 150 und 250 Milliarden Euro. Die Neurowissenschaftler fordern mehr Geld für die Forschung.

Die Verantwortung liege hauptsächlich bei Regierungen und gemeinnützigen Institutionen. Grund dafür ist der Rückzug großer Arzneimittelfirmen (z. B. GlaxoSmithKline und Astra-Zeneca) aus der Neuroforschung.

Als Ursache für diese Entwicklung gelten strengere Zulassungsregeln für neue Arzneimittel.

Darüber hinaus gebe es bei pharmazeutischen Unternehmen einen Trend weg von Europa hin zu den USA, China und Indien.

Depressionen und Angststörungen kosten am meisten

Für die aktuelle Studie werteten die Epidemiologen und Ökonomen des EBC Daten von 30 EU-Ländern zu 19 Diagnose-Gruppen aus. Danach betrugen 2010 die direkten Kosten für psychische und neurologische Erkrankungen in Europa 24 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben in der EU.

Die Unterschiede der Ausgaben für die einzelnen Erkrankungen fielen dabei immens aus. S

ie reichten von jährlich 285 Euro pro Kopfschmerz-Patient bis hin zu mehr als 30.000 Euro bei einem Patienten mit einer neuromuskulären Erkrankung.

Die meisten Ausgaben (mehr als 113 Milliarden Euro jährlich) entstanden durch schwere Depressionen und Angststörungen. 105 Milliarden Euro verwendet man für Demenz-Erkrankungen.

Psychische Erkrankungen stellen nach Angaben des Mediziners und Psychologen Professor Ulrich Wittchen die größte gesundheitliche Herausforderung unserer Zeit dar.

Obwohl psychische Leiden vermehrt aufträten, erweise sich die medizinische Versorgung als unzureichend. Lediglich ein Drittel der Betroffenen erfahre eine Behandlung und das in vielen Fällen zu spät.

Defizite in der Versorgung

Laut langjähriger Kritik reiche die Versorgung von Patienten mit neurologisch-psychiatrischen Erkrankungen nicht aus.

Vor wenigen Monaten veröffentlichten europäische Neurowissenschaftler einen Bericht in dem Fachblatt „European Neuropsychopharmacology“ (2011, 21, 495-499).

Darin wiesen sie darauf hin, dass sich gewisse forschende Arzneimittelfirmen aus der Erforschung und Entwicklung von Psychopharmaka zurückzogen. Die Zukunft der medikamentösen Therapie psychisch Kranker sehe nicht gut aus.

Eine ähnliche Warnung sprachen niederländische Forscher in einem Beitrag in der Medizinerzeitschrift „British Journal of Medicine“ aus.

Eine Initiative des staatlichen „National Institute of Mental Health“ in den USA und der „Global Alliance for Chronic Disease“ übt immer wieder harsche Kritik. Sie gilt als Allianz von führenden staatlichen Forschungs-Institutionen aus sechs Ländern.

Es gebe laut der Initiative weltweit erhebliche Defizite in der Versorgung von Menschen mit psychischen und neurologischen Erkrankungen.

Morbus Parkinson, Schizophrenie, Depressionen und Alkohol- sowie Drogenabhängigkeit gelten als Exemplare hierfür.

So fehle zum Beispiel in den meisten (83 Prozent) armen Ländern das Geld für wirksame Medikamente gegen Morbus Parkinson. Des Weiteren verfügen 25 Prozent der Länder mit niedrigen Einkommen über keine Arzneimittel für Epilepsie-Kranke.

Volkskrankheit Depression

Die Depression stellte sich als die weltweit schwerwiegendste Erkrankung in diesem Zusammenhang dar. Der Verlust an Lebensjahren in voller Gesundheit tritt bei dieser Erkrankung weltweit am häufigsten auf, in wohlhabenden wie in armen Ländern.

An zweiter Stelle stehen in den wohlhabenden Ländern die Demenz-Erkrankungen. In Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen sind es die Alkohol-bedingten Krankheiten.

Zu den wichtigen Aufgaben zählen laut der Initiative:

  • In der Forschung verstärkt berücksichtigen, dass viele der Erkrankungen in einem frühen Alter beginnen.
  • Beachten, dass oft ganze Familien betroffen sind, selbst wenn nur ein Familienmitglied erkrankt unter der Krankheit leidet. Die Depression ist hier ein Beispiel, die Demenz ein anderes.
  • Für alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen sollte es ausreichend wissenschaftliche Daten geben, um so den Verantwortlichen rationale Entscheidungen zu ermöglichen.
  • Forderung nach mehr Investitionen für die Forschung und die alltägliche Versorgung der Betroffenen.

Tagträume: Eine echte Gefahr für Ihr Gehirn?

„Tagträumereien schaden Ihrem Konzentrationsvermögen“ – das ist die Überschrift eines Artikels, den ich in dieser Woche von Allan Spreen, einem befreundeten Arzt erhielt.

Und es stimmte in einer Hinsicht: Als ich diesen Artikel las, verlor ich tatsächlich für eine Weile mein Konzentrationsvermögen, als ich darüber nachdachte, wie man demjenigen, der diese Überschrift gemacht hatte, Schreibverbot erteilen könnte.

Warum? Weil derjenige, der diese Überschrift entworfen hatte, sich entschieden hatte, Genauigkeit zu vermeiden und dafür zu schockieren.

Ich war auch etwas konfus, was diese Studie über Alzheimer anging, über die der Artikel berichtete, denn er enthielt einige Spekulationen, die auf reinen Hirngespinsten beruhen.

Diese Untersuchung zum Thema Alzheimer ist schon eine bahnbrechende, denn sie basiert auf dem Gebrauch von Kernspinthomographie und Positronemissiontomographie sowie anderer bildgebender Verfahren, die es möglich machen, Alzheimer sehr genau zu diagnostizieren.

Vorher konnte solch eine Genauigkeit nur bei einer Autopsie erreicht werden.

Als die Wissenschaftler der Universität Washington insgesamt 5 dieser bildgebenden Verfahren zur Untersuchung von mehr als 760 Menschen benutzten, entdeckten sie einen interessanten Zusammenhang:

Der Teil des Gehirns, wo sich bei manchen Patienten Alzheimer entwickelte, war der gleiche Teil des Gehirns, der auch zum Tagträumen und für das Erinnern an schöne Momente verwendet wird.

Ziehen Sie also nun mit mir Ihre Sieben-Meilen-Stiefel an und machen Sie sich bereit, mit den Wissenschaftlern der Universität Washington zu einer erstaunlichen Schlussfolgerung zu springen:

Die Wissenschaftler vermuten, dass Tagträumereien in der Jugend zu Alzheimer im Alter führen.

Ja, es stimmt wirklich, jedes Mal, wenn Sie an einen schönen Urlaub zurückdachten oder sich vorstellten, wie Sie einen Oscar entgegennehmen, haben Sie sich ein bisschen mehr an die Demenzerkrankung heranmanövriert.

Die Logik der Wissenschaftler beruht auf Folgendem: Wenn das Gehirn nicht gerade damit beschäftigt ist, Steuererklärungen zu berechnen oder Bieter-Strategien für Ebay zu entwickeln, fällt es in eine Art Schlaf.

Das ist der Moment, in dem die Tagträumereien beginnen. „Eine Möglichkeit ist, dass der Gehirnstoffwechsel zusammenhängt mit bestimmten Aktivitäten, die gewisse Hirnregionen anfällig für die Alzheimerkrankheit machen – einschließlich Eiweißeinlagerungen, Stoffwechselstörungen und Verkümmerung“, so die Wissenschaftler.

Das Schlüsselwort ist hier „eine Möglichkeit“, denn die Theorie basiert komplett auf einem zufälligen Zusammentreffen der Orte. Aber kann es auch andere Möglichkeiten geben? Sicher.

Die erste, die einem einfällt, ist, dass ein Mangel an Tagträumen Alzheimer auslöst- Aber eine noch wahrscheinlichere Möglichkeit ist, dass es sich wirklich nur um einen Zufall handelt.

Immerhin arbeiten die Wissenschaftler hier ohne Beweismittel.

Es ist ja nicht so, als hätten sie die Alzheimer-Rate von chronischen Tagträumern mit der von Menschen verglichen, die sich noch nie Tagträumen hingegeben haben – übrigens ein völlig unmöglicher Test, da jeder mal Tagträume hat. Sogar Regierungsbeamte.

Diagnose und Therapie bei Gehirntumoren

Das Robert-Koch-Institut in Berlin schätzt die Zahl der Neuerkrankungen an bösartigen Hirntumoren inklusive Tumoren der Spinal- und Hirnnerven, der Hirnhaut und des Rückenmarks in Deutschland pro Jahr auf 7.100.

Die Diagnose eines Gehirntumors erzeugt Angst. Dies geschieht sicher auch deshalb, weil Hirntumore besonders bei älteren Menschen schwierig zu behandeln sind.

Doch die Aussichten fallen nicht so schlecht aus, wie viele Menschen glauben. Bei manchen Typen von Gehirntumoren behandelt man fast die Hälfte erfolgreich. Darüber hinaus steigen die Überlebensraten für die schwieriger zu behandelnden Gehirntumore an.

Mit Hilfe neuer Techniken lokalisieren die Ärzte heute Gehirntumoren genauer. Innovative Behandlungsstrategien versprechen mehr Hoffnung für die Zukunft.

Bessere Überlebensraten bei schwierigen Gehirntumoren

Ein Tumor an jeder Stelle des Körpers bezeichnet eine Ansammlung nicht benötigter und oft abnormaler Zellen. Gehirntumore treten relativ selten auf. Sie fallen jedoch unter Umständen tödlich aus.

Bei Kindern unter 15 Jahren stellen sie die zweithäufigste Todesursache bei Vorliegen einer Krebserkrankung dar.

Die Diagnose „Gehirntumor“ trat in den letzten Jahren zunehmend häufiger auf. Die Experten wissen allerdings nicht, ob das an den verbesserten Diagnosemethoden oder an einer tatsächlich zunehmenden Häufung dieser Krankheit liegt.

Ärzte unterteilen Gehirntumore in der Regel inzwei Kategorien.

Primärtumore

Primärtumore entstehen im Hirngewebe. 25 Prozent der Gehirntumore sind Primärtumore. Primäre Gehirntumore sind gutartig (benigne, kein Krebs) oder bösartig (maligne, Krebs). Etwa die Hälfte der Gehirntumore fällt gutartig aus und kann erfolgreich behandelt werden.

Die Ursachen von primären Gehirntumoren sind unbekannt. Bei einem geringen Anteil der Fälle (etwa 5 Prozent) spielen erbliche Faktoren bei der Entstehung eines Tumors eine Rolle.

Primärtumore kommen häufiger bei Kindern unter 15 Jahren und bei älteren Menschen vor (Robert-Koch-Institut, Berlin).

Metastasen

Metastasen sind Tumore, die von einem Krebstumor an einer anderen Stelle im Körper ausgehen und sich im Gehirn Absiedlungen bilden (metastasieren). Lungen-, Darm- und Brustkrebs sowie Melanome (Hautkrebs) ziehen am häufigsten Metastasen im Gehirn nach sich.

Wenn ein Gehirntumor wächst, erhöht er unter Umständen den Druck im Schädel.

Hirngewebe in der Nachbarschaft des Tumors kann sich entzünden und anschwellen und den Druck weiter erhöhen. Der Tumor verformt eventuell die feinen Gehirnstrukturen. Etwa 75 Prozent der Gehirntumore sind metastatische Tumoren.

Innerhalb dieser zwei Kategorien gibt es viele verschiedene Arten von Gehirntumoren.

Kopfschmerzen als häufiges Symptom

Gutartige oder bösartige Gehirntumore werfen durch ihre Lokalisation eine Reihe von Problemen auf: Sie befinden sich im Schädel, einem begrenzten Raum. Wenn der Tumor wächst, erhöht er den Druck im Schädel.

Das Gehirngewebe in der Nachbarschaft des Tumors lagert Flüssigkeit ein und schwillt an. Dadurch steigt der Druck weiter an. Ein Tumor beeinträchtigt die feinen Strukturen des Gehirns.

Die Symptome eines Gehirntumors hängen vom Typ des Tumors und seiner Lokalisation ab. Zu den Anzeichen gehören:

  • Kopfschmerzen (besonders nach dem Aufwachen)
  • Gedächtnisstörungen
  • Sehstörungen
  • Persönlichkeitsveränderungen
  • Probleme beim Gehen oder Sprechen
  • Verwirrung bei alltäglichen Dingen
  • epileptische Anfälle

Ältere Menschen erleiden mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Reihe verschiedener Symptome als junge Menschen, deren Hauptsymptom meist Kopfschmerzen sind.

Die neurologische Untersuchung

Bevor Ihr Arzt die Diagnose eines Gehirntumors stellt, führt er mehrere Untersuchungen durch. Zunächst untersucht er Sie aller Wahrscheinlichkeit nach neurologisch.

Dazu gehört unter anderem eine Prüfung des Seh- und Hörvermögens, des Gleichgewichtssinns, der Koordination, der Reflexe und anderer Dinge. Ihr Arzt könnte darüber hinaus eine Computertomographie (CT) oder Magnetresonanz-Tomographie (MRT) durchführen.

In vielen Fällen empfehlen Ärzte eine Biopsie, bei der man eine kleine Gewebeprobe aus dem Gehirn entnimmt und untersucht.

Schwerpunkte in der Therapie

Behandlung und Überlebenschancen hängen von der Art des Gehirntumors ab. Die drei wichtigsten Behandlungsmethoden sind:

  • Operation – In der Regel operiert man die meisten Gehirntumore. Dabei entfernt der Chirurg vom Tumor so viel wie möglich und versucht gleichzeitig, dem gesunden Gewebe so wenig Schaden wie möglich zuzufügen.
  • Bestrahlung – Man benutzt hochenergetische Strahlung, um die Krebszellen zu zerstören. Dabei bestimmt man Dosis und Lokalisation vorher präzise.
  • Chemotherapie – Medikamente in Tablettenform oder als Injektion unterstützen die Zerstörung von Krebszellen. Obwohl die Chemotherapie einige Krebsarten sehr wirksam bekämpft, fällt die Behandlung von Gehirntumoren weniger erfolgreich aus. Dies liegt daran, dass die meisten Medikamente nicht die Blut-Hirn-Schranke passieren.

Viele Gehirntumore behandelt man mit einer Kombination verschiedener Therapien.

Zahlreiche neue Behandlungsmethoden

Neue Technologien sind auf dem Vormarsch und tragen zu einer präziseren Behandlung von Gehirntumoren bei. Als einer der wichtigsten Fortschritte gilt die stereotaktische Lokalisation.

Diese Methode benutzt eine dreidimensionale Magnetresonanz-Tomographie-Aufnahme (MRT), um den Tumor exakt zu lokalisierten. Neue Technologien mit Laser und Ultraschall ermöglichen eine präzisere Tumorentfernung und senken das Risiko, Krebszellen zurückzulassen und gesundes Gewebe zu schädigen.

In Deutschland setzen Ärzte Laser im Rahmen der Mikrochirugie ein (Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg).

Eine der interessantesten neuen Methoden in der Behandlung von Gehirntumoren benutzt Gammastrahlen: Sie nennt sich stereotaktisches Strahlenskalpell. Dabei lenkt man die Strahlen präzise auf den Tumor.

Dazu ist kein operativer Eingriff nötig. Mit Hilfe des „Gammaskalpells“ (stereotaktisches Verfahren) richtet man die Strahlen exakt entsprechend der Größe und Form des Tumors aus.

Innovative Medikamente gegen den Krebs

Bei der Anwendung von Antikrebsmedikamenten beschreitet die Forschung ebenfalls neue Wege. Während der Tumoroperation pflanzt der Chirurg im Operationsgebiet hauchdünne, mit Antikrebsmedikamenten getränkte Scheiben ein.

Diese Scheiben sind biologisch abbaubare „Chips“. Zu dieser Behandlungform führt man zur Zeit in deutschen Kliniken Studien durch.

Andere Therapien im Experimentalstadium sind unter anderem Gentherapie, Medikamente, die Tumore aushungern, und Substanzen, die das Tumorwachstum bremsen oder Krebszellen aufspüren und vernichten.

Einige dieser Methoden testet man zur Zeit in klinischen Versuchen.

Bei Vorliegen eines Gehirntumors eröffnet die Teilnahme an einem klinischen Versuch den Zugang zu den neuesten experimentellen Behandlungsformen und trägt gleichzeitig dazu bei, den Stellenwert dieser neuen Behandlungen zu bestimmen.

Obwohl die Fortschritte langsam sind, bessern sich die Aussichten für Patienten mit bestimmten Gehirntumoren.

Ein baldiger Arztbesuch und fachärztliche Behandlung geben Ihnen die besten Chancen, diese Krankheit zu besiegen.

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