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Chronische Schmerzen: Verschiedene Therapie-Ansätze

Inhaltsverzeichnis:

  1. Die drei Grundtypen von Schmerz
  2. Ganzheitlicher Ansatz bei chronischen Schmerzen
  3. Welche Behandlung ist angebracht?
  4. Lebensumstellung zur Unterstützung
  5. Hilfreiche Anlaufstellen für Schmerzpatienten

Wie stark der einzelne Mensch Schmerzen empfindet, ist offenbar genetisch festgelegt. Amerikanische Wissenschaftler der John Hopkins Medical Institutions haben ein Gen gefunden, welches das Schmerzempfinden steuert.

Der Körper stellt selbst schmerzstillende Stoffe her, die wie Opiate wirken, sofern sie an speziellen Rezeptoren (Empfangsstationen) andocken können. Das Gen „Mu” sorgt für die Bildung solcher Rezeptoren. Je aktiver es ist, desto mehr Opiat-Rezeptoren stehen zur Verfügung und desto besser können sowohl die körpereigenen als auch die als Schmerzmittel zugeführten Opiate wirken. Die Schmerzen werden also nicht so stark empfunden. In der Tat wiesen die Wissenschaftler eine unterschiedliche Anzahl solcher Rezeptoren in Menschenhirnen nach.

Chronische Schmerzen© Fotolia – weseetheworld

Die drei Grundtypen von Schmerz

Man unterscheidet wie bei der akuten Schmerzsymptomatik drei Grundtypen von Schmerzen:

  • periphere Projektionsschmerzen (Trigeminusneuralgie, Sudeck-Syndrom, usw.)
  • zentraler Schmerz (z. B. brennender Dauerschmerz nach einem Schlaganfall)
  • Übertragungsschmerz (der Schaden eines inneren Organs projiziert sich als Schmerz auf ein bestimmtes Hautareal)

Die häufigsten Fehler, die bei der Behandlung von Schmerzpatienten auftreten, sind:

  • zu spätes Aufsuchen eines Schmerzspezialisten
  • falsche oder zu niedrig dosierte Medikamente
  • Bedarfsschmerzmedikation anstatt Dauerschmerzmedikation zur Prophylaxe
  • unzureichende Kombination von verschiedenen Therapieverfahren
  • zu später Einsatz von potenten Medikamenten (z. B. Psychopharmaka, Opiaten)
  • Fehldiagnose der Schmerzform mit allen sich daraus entwickelnden Therapiefehlern
  • fehlende Berücksichtigung der psychischen Anteile

Wie intensiv Sie Schmerz empfingen, wird maßgeblich von Ihren Lebensumständen bestimmt. Je entspannter Ihre Lebensumstände sind, also weniger Stress und keine Überbelastung, desto gelassener können Sie auch mit Schmerzen umgehen.

Chronischer Schmerz kennt charakteristische Schmerzformen

Ob ein Schmerz chronisch ist oder nicht, lässt sich grundsätzlich an der Schmerzform festmachen. Allerdings gibt es Schmerzformen, die besonders charakteristisch für dieses Krankheitsbild sind.

  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen (Migräne, Spannungs- und Clusterkopfschmerz)
  • rheumatische Schmerzen (Arthritis, Fibromyalgie)
  • Neuralgien (Trigeminusneuralgie, Gürtelrose)
  • Tumorschmerzen (Hirntumore, Knochenmetastasen)
  • degenerative Schmerzen (Osteoporose, Arthrose)
  • Phantomschmerzen (nach Amputation, Plexusabriss)

Gibt es ein Schmerzgedächtnis?

Chronische Schmerzen sind kein natürlicher Zustand des Körpers, sondern eine Verselbstständigung von Nervenimpulsen. Sendet eine Nervenzelle zu lange und dauerhaft beispielsweise nach einer Verletzung einen Impuls an das Gehirn, verändert sich ihr Stoffwechsel. Ist schließlich kein Reiz mehr vorhanden, kann die Zelle nicht mehr abschalten und sendet die Impulse trotzdem.

Die Zelle hat eine Art Schmerzgedächtnis entwickelt. Zudem können viele Umwelteinflüsse wie Stress oder Wetteränderungen die Schmerzen auslösen oder verstärken. Oft sind auch verschiedene Schmerzformen bei einer chronischen Schmerzsymptomatik vereint. Dauert ein Schmerzgeschehen so lange, dass es sich verselbstständigt hat, handelt es sich um chronischen Schmerz. Die ursprüngliche Ursache des Schmerzgeschehens existiert nicht mehr.

Ganzheitlicher Ansatz bei chronischen Schmerzen

Er ist noch immer da – der bohrende Schmerz. Sie würden viel dafür geben, wenn Sie morgens ohne ihn aufwachen könnten. Was sollen Sie tun? Sich aufraffen in der Hoffnung, dass der Schmerz nachlässt? Oder nehmen Sie lieber etwas ein, um ihn sofort zu lindern? Die Antwort ist nicht immer einfach. Die Rolle von Medikamenten in der Behandlung von chronischen Schmerzen variiert erheblich von einer Person zur anderen. Arbeiten Sie mit Ihrem Arzt einen Plan aus.

Chronische Schmerzen bestehen weit über die Zeit eines normalen Heilungsvorgangs hinaus oder treten ohne ersichtliche Verletzung oder Erkrankung auf. Sie stehen im Gegensatz zu akuten Schmerzen, die vorübergehend sind und durch Gewebeverletzung entstehen. Die Behandlung einer solchen Erkrankung verlangt im Allgemeinen eine ganzheitliche Vorgehensweise. Diese beinhaltet körperliche Aktivität, Entspannungstechniken, Verhaltensänderungen und eventuell Medikamente. In vielen Fällen hilft Physiotherapie oder Techniken zum Stressabbau. Darüber hinaus verschaffen Eisapplikationen auf die betroffene Stelle dem Patienten Linderung.

Mit oder ohne Medikamente?

Obwohl Medikamente im Allgemeinen bei der Behandlung akuter Schmerzen wirksam sind, trifft dies für chronische Schmerzen nicht immer zu. Je nach Ursache verbessern einige Medikamente jedoch wirksam das Befinden, ohne viele Nebenwirkungen auszulösen. Andere eignen sich, um zeitweise auftretende Schmerzschübe zu begrenzen. Mit Medikamenten behandelt man andere Begleiterscheinungen wie Schlafstörungen oder eine Depression, die als Folge der Erkrankung auftreten. In einigen Fällen gilt die Vermeidung von Medikamenten als die beste Vorgehensweise. Unter Umständen verschlimmern nämlich Medikamente chronische Schmerzen.

Medikamente zur Behandlung der Erkrankung existieren in vielen Formen. Manchmal hilft eine Injektion eines Medikaments in oder in die Nähe eines Schmerzareals, einen intensiven Schmerzschub oder eine Verschlimmerung unter Kontrolle zu bringen. Salben mit Capsaicin, Menthol oder ASS-haltigen Produkten (z. B. Aspirin®) gehören zur Standardtherapie bei der Linderung von Schmerzen. Wenn Sie an chronischen Schmerzen leiden, ist es wichtig, dass Sie eng mit Ihrem Arzt zusammenarbeiten. Die regelmäßige und langdauernde Einnahme von Schmerzmedikamenten führt eventuell zu schwerschwiegenden Nebenwirkungen. Dazu gehören Magenerkrankungen, Nieren- oder Leberschädigung, Abhängigkeit oder Sucht. In besonderen Fällen suchen Sie eine spezialisierte Schmerzpraxis oder -ambulanz auf.

Rechtzeitige Behandlung ist wichtig

Nur etwa 60 Prozent der Patienten mit chronischen Schmerzen begeben sich in ärztliche Behandlung. Wegen der unterschiedlichen Ursachen und Entstehungszusammenhänge muss der Therapie eine sorgfältige Diagnose vorausgehen. Der behandelnde Arzt sollte sich bei Ihnen in der Regel viel Zeit für eine gründliche Schmerzanamnese nehmen.

Auf dieses Gespräch müssen Sie sich natürlich vorbereiten. Sie sollten in der Lage sein, Ihre Schmerzen genau zu definieren. Beschreiben Sie die Lage der Schmerzen, die Häufigkeit, wann der Schmerz auftritt und wie Sie sich dabei fühlen. Bei chronischen Schmerzen empfiehlt sich ein Schmerztagebuch.

Welche Behandlung ist angebracht?

Ihr Arzt erkundigt sich darüber hinaus nach Ihrem psychosozialen Umfeld und führt folgende weitere Untersuchungen durch:

  • eingehende körperliche Untersuchung
  • neurologische Untersuchung
  • orthopädische Untersuchung

eventuell zusätzlich:

  • EEG (Elektroenzepholografie)
  • EMG (Elektromyografie)
  • weitere bildgebende Untersuchungsverfahren

Da chronische Schmerzen Sie unter Umständen ein Leben lang begleiten, ist das Ziel der Therapie, die Schmerzen erträglich zu machen. Das bedeutet gleichermaßen, Ihre Lebensqualität auf das individuelle Maximum zu erhöhen.

Die medikamentöse Therapie

Es gibt ebenfalls viele Medikamente in Tabletten- oder Tropfenform, die Sie mit Ihrem Arzt diskutieren können. Dazu gehören:

  • einfache Schmerzmittel – Diese zum Teil frei verkäuflichen oder rezeptpflichtigen Medikamente reduzieren den Schmerz. Sie greifen in die Entstehung, Fortleitung, Häufigkeit oder Verarbeitung des Schmerzes ein.
  • nicht-steroidale Antiphlogistika / Antirheumatika (NSAR) – NSAR wie Aspirin®, Ibuprofen, Ketoprofen (z.B. Orudis®) und Naproxen (z.B. Naproxen Stada®) wirken am besten bei leichten bis mäßigen Schmerzen mit Entzündungen und Schwellungen. Wenn man sie gelegentlich und nach Verordnung einnimmt, sind NSAR im Allgemeinen unbedenklich. Nimmt man sie jedoch regelmäßig über Monate und Jahre ein, steigt das Risiko einer Magen-Darm-Blutung, eines Magengeschwürs und einer Flüssigkeitsansammlung. Sie beeinträchtigen eventuell die Nierenfunktion. Aus dem Grund sprechen Sie vor der Einnahme von NSAR mit Ihrem Arzt, wenn Sie an hohem Blutdruck leiden.
  • COX-2-Inhibitoren – Diese verschreibungspflichtigen NSAR, Celecoxib (Celebrex®) und Rofecoxib (Vioxx®), sind nicht wirksamer als andere NSAR. Sie weisen jedoch anscheinend weniger Nebenwirkungen auf den Magen auf. Ihre Langzeitwirkungen sind nicht bekannt.
  • Paracetamol (Benuron®) – Es eignet sich am besten zur Linderung von Schmerzen ohne Entzündungen. Überschreitet man die empfohlene Dosis, führt dies unter Umständen zu Leberschäden. Alkoholkonsum verstärkt dieses Risiko.
  • Narkotika auf der Basis von Opiode – Diese verschreibungspflichtigen Medikamente gelten als hochwirksame Schmerzmittel. Medikamente wie Morphin, Codein und Pethidin (Dolantin®) gehören dazu. Bei kurzzeitiger Einnahme verursachen sie im Allgemeinen geringe Nebenwirkungen wie Übelkeit, Verstopfung und Sedierung. Mit der Zeit verlieren sie jedoch möglicherweise ihre Wirksamkeit, da der Körper ihnen gegenüber eine Toleranz entwickelt.
  • Opiate setzt man in Deutschland bei chronischen Schmerzen in Ausnahmefällen ein, zum Beispiel beim Vorliegen von Endstadien des Krebsleidens.
  • Tramadol – Dieses verschreibungspflichtige Schmerzmedikament ist ein schwaches Opiat, sodass das Risiko einer physischen Abhängigkeit und Suchtentwicklung niedrig ausfällt. Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem Übelkeit, Verstopfung, Benommenheit und gelegentlicher Schwindel.
  • antiepileptische Medikamente – Medikamente wie Gabapentin (Neurontin®) oder Carbamazepin (Tegretal®) dämmen bohrenden, stechenden oder anderen Schmerz ein, der mit einer Nervenschädigung einhergeht. Als mögliche Nebenwirkungen gelten unter anderem Benommenheit, Schwindel, Übelkeit oder Verstopfung.

Kegelschnecken: Bald Alternative zu Opiaten?

Die Menschen haben schon immer in ihrer Geschichte natürliche Heilmittel bzw. Mittel aus der Natur als Heilmittel verwendet. Denn die Natur selbst hat Stoffe entwickelt, die teilweise recht unerwartet wirken können. In jüngerer Vergangenheit, als immer mehr Medikamente auf den Markt kamen, gerieten diese Stoffe erstmal in Vergessenheit. Doch nach und nach werden sie wieder entdeckt. Und Forscher bemühen sich, darüber hinaus neue Wirkstoffe zu finden.

Einer dieser natürlichen Stoffe könnte bald eine Alternative zu Opiaten bieten. Diese Medikamente sind nämlich nicht bedenkenlos anzuwenden. Die Gefahr, dass Patienten hiervon abhängig werden, ist sehr hoch. Zudem kommt es leicht zu gefährlichen, manchmal sogar tödlichen Überdosierungen. Dementsprechend haben Forscher nach einer Alternative gesucht und sie bei der karibischen Kegelschnecke gefunden. Hierbei handelt es sich um kleine und wie für Schnecken typisch langsame Tiere. Allerdings haben sie eine sehr mächtige Waffe. Sie besitzen einen Giftcocktail, den sie Feinden injizieren. Dieses Gift besteht aus unterschiedlichen Proteinen, den Conotoxinen.

Schmerzen bis 72 Stunden lang gestillt

Eine der Substanzen hat sich im Tierversuch als wirksames Schmerzmittel gezeigt. Es handelt sich dabei um Rg1A. Seine Fähigkeit: Es kann einen Rezeptor im Nervensystem blockieren. Dieser hat normalerweise zur Aufgabe, Schmerzreize zu übertragen. Allerdings wirkt dieser Stoff ganz anders als die chemisch hergestellten Opioide.

Hinzu kommt: Die schmerzstillende Wirkung ist beeindruckend. Denn der Körper hat die Natur-Substanz schon nach rund vier Stunden wieder abgebaut. Dennoch hält die Wirkung an. Und das bis zu 72 Stunden, nachdem der Stoff verabreicht wurde. Die Forscher vermuten, dass dieser Stoff, der dem Schneckengift entnommen wurde, eine regenerierende Wirkung auf bestimmte Bereiche des Nervensystems hat.

Hoffnung auch für austherapierte Patienten

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sie mit der Substanz aus dem Schneckengift ein vielversprechendes und auch wirklich wirksames Schmerzmittel gefunden haben. Zudem haben sie eine Hoffnung: Sie versprechen sich von dem Stoff, dass er auch bei Patienten zum Einsatz kommen kann, bei denen die bisher vorhandenen Therapiemöglichkeiten nicht mehr wirken. So könnte es eine Behandlungsmethode für Menschen geben, bei denen zum Beispiel auch Opioide nicht mehr eingesetzt werden können.

Der Wirkstoff Rg1A hat außerdem große Vorteile. Er macht nach heutigem Erkenntnisstand nicht abhängig. Und es scheint, als sorge er dafür, dass akute Schmerzen nicht chronisch werden. Das haben zumindest erste Ergebnisse des Tierversuchs gezeigt.

Was sind Kegelschnecken?

Kegelschnecken sind übrigens keine kleine Gattung. Es gibt rund 700 verschiedene Tierchen, die überwiegend in tropischen Gewässern leben. Um sich mit Nahrung versorgen zu können, schießen sie eine Art Harpune in den Körper anderer Tiere. Hierdurch wird dann Gift injiziert. Wussten Sie, dass dieses Gift mancher Kegelschneckenarten sogar für den Menschen tödlich ist?

Lebensumstellung zur Unterstützung

Darüber hinaus beeinflussen eine Umstellung der Lebensgewohnheiten Ihren Schmerzalltag positiv, beispielsweise eine Änderung der Ernährung oder ein Wechsel des Arbeitsplatzes. Bestimmte Therapieformen führt man stationär oder ambulant in einer Schmerzambulanz durch. Neben der apparativen Voraussetzung setzen vor allem speziell geschulte Ärzte die Therapie an und überwachen sie.

Aufgrund der vielfältigen Therapieformen setzt sich das ärztliche Team einer Schmerzambulanz aus Experten verschiedener Fachrichtungen wie Anästhesie, Psychotherapie, Chirurgie, Orthopädie und weiterer zusammen. Sie alle beteiligen sich an der Therapie. Zur Verlaufs- und Erfolgskontrolle setzt man standardisierte Schmerzfragebögen, Schmerztagebücher und Verlaufsdokumentationsbögen ein. Diese führen Sie auch zu Hause fort.

Die Wahl des richtigen Therapeuten

Das größte Problem bei chronischen Schmerzen besteht für den Patienten oft in der fehlenden fachärztlichen Begleitung. Schätzungsweise behandelt man etwa 40 Prozent der Schmerzpatienten nicht. Von denen in ärztlicher Behandlung stellt man wiederum nur zwei Prozent einem speziell ausgebildeten Therapeuten vor.

Viele Patienten leiden also mehr als nötig, weil man ihre Schmerzen nicht individuell betreut. Wenn Sie den Eindruck bekommen, die Besuche bei Ihrem Hausarzt bringen Sie nicht weiter, man hilft Ihnen nicht oder behandelt Ihre Schmerzen nicht gezielt, wenden Sie sich an einen speziellen Schmerztherapeuten.

Hilfreiche Anlaufstellen für Schmerzpatienten

  • Deutsche Schmerzhilfe e.V. liefert umfangreiche Informationen zum Thema, vermittelt Adressen spezialisierter Einrichtungen und leistet Lobbyarbeit. Sietwende 20, 21720 Grünendeich, Tel. 04142 / 81 04 34, www.schmerzhilfe.de
  • Deutsche Schmerzliga e.V. vermittelt Informationen über die Möglichkeiten der modernen Schmerztherapie, über spezialisierte Einrichtungen und macht sich stark für das Recht der Patienten auf eine kompetente Behandlung. Adenauerallee 18, 61440 Oberursel, Tel.: 0700-375 375 375, www.schmerzliga.de

So finden Sie die richtige Selbsthilfeorganisation

Schätzungsweise 500.000 Selbsthilfegruppen mit 10 bis 15 Millionen Mitgliedern treffen sich allein in den Vereinigten Staaten. In Deutschland sind es nach Angaben der Bundesregierung rund 70.000 Selbsthilfegruppen. Mehr als 300 sind bundesweit tätig, mit regionalen und örtlichen Zweigstellen. Hier finden Sie zuverlässige Auskunft über Selbsthilfegruppen:

  • Krankenhäuser und Beratungsstellen medizinischer Einrichtungen
  • Organisationen mit gutausgebildeten Hilfsnetzen für ein spezielles Gesundheitsproblem wie etwa die Deutsche Krebshilfe e. V.
  • öffentliche Einrichtungen wie Kirchen oder Wohlfahrtsverbände
  • Anschläge in Bibliotheken und anderen öffentliche Versammlungsorte sowie Anzeigen im Veranstaltungskalender in Zeitungen mit den Terminen und Treffpunkten der Selbsthilfegruppen

Nakos (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V.)

Albrecht-Achilles-Str. 65
10709 Berlin
Tel. 030/ 891 40 19
Fax 030/893 40 14

Neben der Herausgabe von Broschüren mit Anregungen zur Selbsthilfe, die Ihnen gegen einen ausreichend frankierten Umschlag zugesandt werden, berät Nakos Sie auch dabei, wie Sie am besten Ihre eigene Gruppe gründen oder für Sie die richtige Gruppe in Ihrer Nähe finden.

3 Minuten pro Tag gegen Ihre Schmerzen

Hier sitzt der Schmerz Diese Übung hilft IhnenDas bewirkt die Übung 
Wirbelsäule, Schultern, Hüften, Knie und Knöchel Knien Sie sich auf den Boden, setzen Sie sich dabei auf Ihre Fersen. Beugen Sie den Oberkörper nach vorn und strecken Sie Ihre Arme in Schulterbreite so weit nach vorn wie möglich. Legen Sie dabei Ihre Handflächen flach auf den Boden und spreizen Sie die Finger. Bleiben Sie 30 Sekunden in dieser Position. Die Wirbelsäule als wichtigster Teil des Skeletts wird selten in ihrem gesamten Bewegungsspielraum beansprucht. Diese Übung mobilisiert alle Wirbelsäulengelenke und streckt die gesamte Wirbelsäulenmuskulatur, die oft die Ursache von Rückenschmerzen ist.
 Wirbelsäule, Nacken, Unterleib, Hände und Finger Knien Sie sich auf den Boden, stützen Sie sich nach vorn mit den Händen ab. Die Handgelenke sollten dabei senkrecht unter Ihren Schultergelenken liegen. Nehmen Sie den Kopf in den Nacken und halten Sie den Rücken gerade. Dann biegen Sie langsam Ihr Rückgrat nach oben, gleichzeitig senken Sie Ihren Kopf. Dann heben Sie wieder den Kopf hoch und strecken die Wirbelsäule. Die Auf- und Abwärtsbewegungen sollten jeweils etwa drei Sekunden dauern. Zehnmal wiederholen. Die Wirbelsäule wird auch bei dieser Übung gestreckt. Außerdem werden die Halswirbelgelenke trainiert. Die Auf- und Abwärtsbewegungen trainieren die Unterleibsmuskulatur, damit sie die den unteren Rückenbereich besser mit abstützen können.
 Wirbelsäule, Bandscheiben und unterer Rücken Legen Sie sich mit Beinen und Unterbauch auf den Boden, stützen Sie Ihren Oberkörper dabei mit den Händen schulterbreit auf dem Boden ab, ziehen Sie die Fußspitzen an, sodass Ihre Zehen und Fußballen den Boden berühren. Heben Sie nun Ihren Kopf und Schulterbereich an, bis Ihre Ellbogen durchgedrückt sind, legen Sie den Kopf in den Nacken und schauen Sie an die Decke. Ihr Unterbauch bleibt dabei stets in Bodenkontakt. Halten Sie diese Position 30 Sekunden lang. Probleme mit den Bandscheiben gehören zu den häufigsten Ursachen von Rückenschmerzen. Langes Sitzen und häufiges Bücken können dazu führen, dass die Bandscheiben sich vorwölben oder gar einreißen. Diese Übung dehnt die Wirbelsäule und verschafft den Bandscheiben wieder mehr Platz.
 Unterer Rückenbereich und Becken Setzen Sie sich in die Hocke. Die Füße stehen dabei schulterbreit auseinander, die gesamte Fußsohle berührt den Boden. Umgreifen Sie mit den Armen Ihre Knie oder strecken Sie sie nach vorn aus. Halten Sie diese Position 30 Sekunden lang. Der Hocksitz streckt den gesamten unteren Rückenbereich und reduziert gleichzeitig den Druck auf die Bandscheiben. Er streckt das Becken, sowie Hüften, Knie und Knöchel.
 Hüften, innere Oberschenkel, Leisten, Knie Stellen Sie sich hin und spreizen die Beine soweit Sie können, ohne dass es unangenehm ist. Die Füße sollten dabei parallel ausgerichtet sein, die Knie durchgedrückt. Verbleiben Sie 15 Sekunden in dieser Stellung. Nun beugen Sie Ihren Oberkörper soweit wie möglich nach vorn, die Knie bleiben durchgedrückt. Ihre Arme baumeln locker nach unten, die Hände können den Boden berühren, müssen es aber nicht. Halten Sie auch diese Position 15 Sekunden lang. Dieser Spreizstand unterstützt die meist unterbelastete innere Oberschenkelmuskulatur inklusive der Leistenmuskulatur. Dadurch werden auch die Knie- und Hüftmuskeln gestärkt.
 Wirbelsäule, Schultern, Unterarme, Ellbogen, Handgelenke, Hände und Finger Setzen Sie sich auf den Boden und kreuzen Sie die Beine vor Ihrem Körper zu einer bequemen Position. Sitzen Sie aufrecht. Verschränken Sie die Finger Ihrer Hände ineinander und heben Sie Ihre Hände mit durchgedrückten Ellbogen über Ihren Kopf. Die Handflächen zeigen dabei zur Decke. halten Sie diese Stellung 30 Sekunden lang. Diese Übung verbessert die Körperhaltung. Sie trainiert die Muskeln in Ihren Armen und Schultern, einschließlich des Schultergelenks. Dies sind die am meisten benutzten Muskeln unseres Körpers und sie sind daher auch am meisten anfällig für Verletzungen und Verspannungen. Die Unterarmmuskulatur, Ellbogen, Hände und Finger werden ebenfalls gedehnt. Der gesamte Bewegungsspielraum Ihrer Handgelenke wird genutzt.

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