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Grundlagenwissen zum Thema Eigenbluttherapie

Leiden Sie an chronischen Krankheiten, bei denen herkömmliche Methoden bisher nur wenig erfolgreich waren – beispielsweise einer Arthritis, entzündeten Nasennebenhöhlen oder Allergien? Fühlen Sie sich oft müde und antriebslos? Dann könnte eine Eigenbluttherapie neuen Schub für die Heilung bringen und Ihre Selbstheilungskräfte wachrütteln. Hier erfahren Sie, welche der zahlreichen Therapie-Varianten sich für Ihr Gesundheitsproblem am besten eignet.

Die Eigenbluttherapie geht auf den deutschen Mediziner Professor August Bier (1861 – 1949) zurück. Zu dessen Patienten gehörte unter anderem der frühere Reichspräsident Friedrich Ebert. Professor Bier stellte fest, dass Knochenbrüche schneller zusammenwuchsen, wenn sie mit einem Bluterguss einhergingen. Aus diesem Grund schrieb er dem Eigenblut eine heilende Wirkung zu. Er entnahm daraufhin seinen Patienten Blut und injizierte es mit Erfolg im Bereich der Bruchstelle. Noch heute setzen Heilpraktiker und Ärzte diese Therapie hauptsächlich bei nicht oder schlecht ausheilenden Krankheiten ein (z.B. bei verschleppten grippalen Infekten). Darüber hinaus bewährte sich das Verfahren bei Hautproblemen, Heuschnupfen oder allergischem Asthma.

Bewährte Anwendungsgebiete der Eigenbluttherapie

  • Allergien, v. a. Pollenallergien, Asthma, Nesselsuchtund Neurodermitis
  • Arthrose
  • Arteriosklerose
  • Bluthochdruck
  • chronische Entzündungen der Harnwege, Nebenhöhlen, Bronchien und Prostata
  • depressive Verstimmungen
  • Erschöpfungszustände
  • Gelenkrheuma und Gicht
  • Gürtelrose
  • Hautkrankheiten, z. B. Schuppenflechte, Akne, Juckreiz, Furunkel, Warzen
  • Infektanfälligkeit
  • Nervenschäden durch Diabetes
  • Umweltbelastungen

In vielen Fällen setzt man Eigenblutbehandlungen zur allgemeinen Kräftigung und Vitalisierung des Körpers ein. Einige Patienten berichten über ein besseres allgemeines Wohlbefinden, erholsameren Schlaf und gesteigerten Appetit. Darüber hinaus sparen die Patienten chronischer Erkrankungen Medikamente ein (z.B. Kortison). Die Wirksamkeit der Eigenbluttherapie beruht vor allem auf einer Aktivierung des Immunsystems. Durch die Behandlung gelangen beispielsweise Krankheitserreger zurück in die Blutbahn, die der Körper bisher schlecht bekämpfen konnte.

Neue Stimulierung des Immunsystems

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass nach der Behandlung die Anzahl von Immunzellen (Leukozyten) und Antikörpern ansteigt. Der „Schuss“ Eigenblut verdeutlicht dem Körper nochmals, wer seine Feinde sind und wen er bekämpfen muss. Man zählt die Therapie zu den so genannten Reiz- oder Umstimmungstherapien, da sie ähnlich wie Saunagänge oder regelmäßige kalte Güsse die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert.

Eine Studie der englischen Universität Exeter an 31 Neurodermitis-Patienten aus dem Jahr 2003 untermauerte die Wirksamkeit der Therapie. Dabei behandelten Forscher die eine Hälfte der Probanden mit Eigenblut, die andere bekam ein Scheinpräparat (Placebo). Sie führten die Behandlung fünf Wochen lang einmal pro Woche durch. Nach dieser Phase untersuchten sie das Hautbild der Probanden auf mögliche Verbesserungen hin. Dabei schnitt die Eigenblut-Gruppe um bis zu 30 % besser ab als die Kontrollgruppe. Zurückgegangen waren unter anderem die Größe der entzündeten Hautareale, der Juckreiz und die Rissigkeit der Haut.

Risiken

Auch bei einer Eigenbluttherapien bestehen Risiken: Wie bei jeder anderen Injektion kann es zu Infektionen mangels Hygiene kommen, die von einer Entzündung der Einstichstelle bis hin zu Infektionen mit HIV oder Hepatitis reichen. Bei einer gestörten Blutgerinnung treten unter Umständen Blutergüsse und Abszesse. Im Fall einer Unverträglichkeit besteht die Möglichkeit von Reaktionen wie Nesselfieber, Schüttelfrost, Schwindel, Kopfschmerzen, hohem Fieber und Herzrasen. Liegt eine Empfindlichkeit gegenüber einem dem Blut zugesetzen Stoff vor, kommt es im schlimmsten Fall zu einem allergischen Schock.

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