Muskelpumpen und Venenklappen sichern den Rücktransport des Blutes zum
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 2. November 2011, 05:00 Uhr
GNL5356
Ihre Beine werden von einem ausgedehnten Venennetz durchzogen. In diesem wird das verbrauchte sauerstoffarme Blut transportiert. Dabei leisten Ihre Venen Schwerstarbeit. Etwa 7.000 Liter Blut müssen sie täglich gegen die Schwerkraft nach oben zum Herzen und zur Lunge pumpen, wo das Blut mit frischem Sauerstoff "betankt" wird. Am beschwerlichsten ist dies für die Venen in der warmen Jahreszeit, bei schwachem Bindegewebe oder wenn bereits Schädigungen vorliegen. Bei warmen Temperaturen dehnen sich die Venenwände aus, und es wird noch schwieriger, das Blut nach oben zu pumpen.
Die Hauptarbeit übernehmen dabei die so genannten Muskelpumpen. Diese aktivieren Sie automatisch, sobald Sie sich bewegen. Dann ziehen sich die Muskeln zusammen, werden fest und prall, drücken dadurch auf die Venen und helfen, das Blut in Richtung Herz zu schieben. Jede Muskelbewegung der Beine unterstützt das Fließen des Blutes. Die erste Muskelpumpe sitzt im Bereich der Zehen und der Fußsohle, die nächste am Sprunggelenk. Ihre wichtigste Muskelpumpe ist der Wadenmuskel. Wird er bewegt, versetzt er dem Blut einen regelrechten Stoß, damit es durch die Venenklappen zum Herzen geleitet wird.
Die Venenklappen kontrollieren den Rückfluss des Blutes zum Herzen und tragen ebenfalls dazu bei, der Schwerkraft ein Schnippchen zu schlagen. So lange das Blut herzwärts strömt, sind die Klappen geöffnet. Steigt der Druck in den Venen, schließen sich die Klappen und verhindern, dass das Blut wieder in die Füße sackt. Sie übernehmen so wichtige Steuerungsfunktionen.
Das sind Anzeichen dafür, dass mit Ihren Venen etwas nicht stimmt:
- schwere, müde oder geschwollene Beine
- nächtliche Wadenkrämpfe
- Juckreiz und Kribbeln
- ziehender oder stechender Wadenschmerz
- Schwellung in der Knöchelregion
- Abdrücke von Strümpfen, Socken oder Schuhen