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Alle essentiellen Infos zum Thema Pankreatitis

Die Pankreatitis ist eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die sich in akute und chronische Pankreatitis unterteilen lässt. Symptome einer akuten Pankreatitis sind mitunter heftige Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung und Fieber.

Im Verlauf der akuten Pankreatitis kommt es zu einer Selbstverdauung der Bauchspeicheldrüse, was sie zu einer lebensbedrohlichen Krankheit machen kann.

Ursachen einer akuten Pankreatitis können Gallensteine sein, die den Abfluss der Bauchspeicheldrüse blockieren, Alkoholmissbrauch, vorhergehende Infektionen wie beispielsweise Mumps, Medikamentenunverträglichkeiten, Verletzungen der Bauchspeicheldrüse oder erhöhte Blutfettwerte.

Eine akute Pankreatitis kann sich aber auch idiopathisch, das heißt ohne konkrete Ursache, entwickeln. Behandelt wird sie üblicherweise mit intravenöser Flüssigkeitszufuhr und Schmerzmitteln.

Die chronische Pankreatitis ist eine anhaltende entzündliche Krankheit. Die auffälligsten Symptome einer chronischen Pankreatitis sind Oberbauchschmerzen, die oft im Endstadium nachlassen oder sogar ganz aufhören, Übelkeit und Gewichtsverlust sowie ein aufgeblähter Bauch.

Als Hauptursache gilt Alkoholmissbrauch, obwohl nur 10% aller gewohnheitsmäßigen Trinker eine chronische Pankreatitis entwickeln.

Die Diagnose wird, neben der Überprüfung der Schmerzempfindlichkeit des sogenannten Pankreasdruckpunkts, durch die Untersuchung von Blut- und Stuhlproben, den Sekretin-Pankreozymin-Test sowieso bildgebenden Methoden wie Ultraschall, Röntgenaufnahmen und Computertomografien, mit denen sich Verkalkungen der Bauchspeicheldrüse feststellen lassen, gestellt.

Beschwerden können an Nierenstein erinnern

Bei einer plötzlich beginnenden Pankreatitis verspüren die Patienten sehr starke Oberbauchschmerzen, die aus heiterem Himmel auftreten und von Übelkeit und Erbrechen begleitet werden. Oft strahlt der Schmerz in den Rücken aus.

Die Symptome können den Beschwerden von Nierenkoliken bei einem Nierenstein oder denen eines durchgebrochenen Magengeschwürs ähneln. Es ist sehr wichtig, sich sofort in medizinische Behandlung zu begeben.

Die üblichen Untersuchungen zur Diagnose einer akuten Pankreatitis umfassen Blut- und Urinuntersuchungen und möglicherweise ein CT (Computertomogramm).

Ihr Arzt kann auch Ihren Bauch mit Ultraschall untersuchen, um zu klären, ob Gallensteine die Ursache der Krankheitsattacke sind.

Häufig ist für die Behandlung ein Krankenhausaufenthalt notwendig. Um die Bauchspeicheldrüse zur Ruhe zu bringen, verbieten die Ärzte meist die Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme über den Mund.

Wenn die bildgebenden Untersuchungen zeigen, dass die Ausführungsgänge der Bauchspeicheldrüse durch Gallensteine oder andere Steine völlig verstopft sind, könnte Ihnen Ihr Arzt empfehlen, die Steine und die Gallenblase sofort operativ entfernen zu lassen.

Wenn Gallensteine die Pankreatitis verursacht haben, ist nach der operativen Entfernung der Steine eine erneute Erkrankung sehr selten.

Bei einer kleinen Zahl von Personen kann eine schwere Pankreatitis auftreten. Komplikationen können eine Operation der Bauchspeicheldrüse selbst notwendig machen, zum Beispiel die Behandlung eines Abszesses oder einer Zyste.

Vielleicht müssen die Ärzte auch den geschädigten Teil der Bauchspeicheldrüse entfernen.

Starke Bauchschmerzen: Bauchspeicheldrüsenentzündung möglich

Bauchschmerzen können viele Gründe haben. Treten sie aber plötzlich auf und haben heftige Ausmaße, dann kann dies auf eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung hinweisen.

Und die Schmerzen sind nicht allein auf den Bauch beschränkt. Sie können bis in den Rücken ausstrahlen und auch Übelkeit und Erbrechen kommen nicht selten hinzu.

Doch wie kommt es zu dieser Entzündung? Schuld sind häufig Gallensteine, aber auch starker Alkoholkonsum.

Hat es Sie erwischt, ist eine stationäre Behandlung in der Regel unverzichtbar. Sie erhalten dann erst einmal keine feste Nahrung, sondern einen Tropf, angereichert mit Medikamenten. Haben Gallensteine zu der Entzündung geführt, werden sie eventuell entfernt.

Dabei kommt es aber darauf an, wie sie liegen. Denn eine Entfernung ist nur dann nötig, wenn sie zum Beispiel den Gallenabfluss oder den Abfluss von Verdauungssäften der Bauchspeicheldrüse blockieren.

In der Regel klingt eine Bauchspeicheldrüsenentzündung nach ein bis zwei Wochen wieder ab. Dennoch sollten Sie sich in Zukunft an die Ernährungsregeln halten, die Ihnen der Arzt gibt, um ein schnelles Wiederaufflammen der Entzündung zu verhindern.

Pankreatitis: Behandlung

Eine schwere akute Pankreatitis macht einen Krankenhausaufenthalt unumgänglich. Essen aktiviert das Pankreas. Aus diesem Grund können Patienten nichts essen oder trinken, bis die Schmerzen aufhören.

Im Krankenhaus erhalten sie Nährflüssigkeiten über eine Magensonde. Falls die Patienten das nicht tolerieren, bekommen sie Ihre Nährstoffe über eine intravenöse Kanüle.

Wenn Gallensteine den Pankreasgang verstopfen und die Attacke verursachen, raten die Ärzte ein Verfahren zur Entfernung dieser Steine an. Unter Umständen erfordert die Situation auch eine Entfernung der Gallenblase, falls Gallensteine das Problem auslösten.

Leichte Fälle von Pankreatitis verbessern sich meist innerhalb von einer Woche oder schneller. Schwere Krankheitsverläufe benötigen einige Wochen zur Abheilung.

Schmerzlinderung

Eine schwere akute Pankreatitis kann zu behandlungsbedürftigen Komplikationen führen. Dazu gehören Flüssigkeitsansammlungen in und um die Bauchspeicheldrüse. Pankreassäfte, abgestorbenes Gewebe oder Eiter sind darin enthalten.

Das Hauptziel bei der Behandlung der chronischen Pankreatitis besteht in der Schmerzlinderung und einer verbesserten Nährstoffaufnahme.

Dauerhafte Schmerzen stellen das größte Problem bei der chronischen Pankreatitis dar. Neben Schmerzmitteln verschreiben Mediziner Pankreasenzyme.

Gesteigerte Enzymmengen im Zwölffingerdarm verringern die Sekretion von Enzymen aus der Bauchspeicheldrüse und helfen bei der Verdauung.

Dadurch verringert sich der Druck aus dem Pankreas, der Schmerzen verursacht. Bei schweren und unkontrollierbaren Schmerzen kann man mithilfe einer Operation die geschädigte Bauchspeicheldrüse entfernen oder den Drüsengang ableiten.

Als letztes Mittel identifiziert und verödet man Nerven, die zum Pankreas führen.

Antioxidantien

Pankreatitis-Patienten profitieren des Weiteren von Antioxidantien-Präparaten. Bei der Entzündungsreaktion entstehen freie Radikale, die mitunter für die Schmerzen verantwortlich sind. Antioxidantien fungieren als Schutzstoffe und fangen diese freien Radikale ab.

Indische Mediziner der Universität Neu-Delhi behandelten jeweils 70 Patienten täglich mit einer Antioxidantien-Mischung oder einem Scheinmedikament (Placebo).

Die Ergebnisse, die sie 2007 auf einer Konferenz in Washington präsentierten, waren überraschend eindeutig. Nach sechsmonatiger Einnahme litten die Patienten aus der Placebo-Gruppe an 3,5 Tagen im Monat an heftigen Schmerzen.

In der Antioxidantien-Gruppe gab es nur halb so viele Schmerztage. Der Schmerzmittelverbrauch sank um die Hälfte. Ein Drittel der Patienten war sogar ganz schmerzfrei.

Erhöhte Zuckerwerte lassen Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs steigen

Wissenschaftler der National Taiwan University haben herausgefunden, dass es einen sehr großen Risikofaktor für Bauchspeicheldrüsenkrebs gibt: Einen erhöhten Nüchternblutzuckerspiegel.

Die Forscher wertete Daten von über 2.000 Menschen aus, die an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt waren. Entscheidend war, dass bei allen die erhöhten Blutzuckerwerte vor der Krebserkrankung aufgetreten waren – denn auch Bauchspeicheldrüsenkrebs kann Diabetes auslösen.

Es zeigte sich, dass ein um 10 mg/dl erhöhter Nüchternblutzucker ein um 14 Prozent erhöhtes Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs zur Folge hat.

Das gilt nicht nur für Menschen, bei denen Diabetes ausgebrochen ist, sondern auch bei denen mit leicht erhöhten Werten, die zwischen 100 und 125 mg/dl lagen.

Wahrscheinlich fördern die erhöhten Blutzuckerwerte das Tumorwachstum, aber auch der erhöhte Insulinspiegel im Blut kann das Krebsrisiko ansteigen lassen.

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