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Was Sie bei orthostatischer Hypotension tun können

Normalerweise geht man davon aus, dass man problemlos aus einer liegenden oder sitzenden Position aufstehen kann. Aber manchmal kann einem beim Aufstehen, insbesondere morgens oder mitten in der Nacht, schwindelig werden.

Diese Symptome sind bekannt als orthostatische Hypotension (orthostatisch bedeutet aufrecht, Hypotension ist ein niedriger Blutdruck).

Meist gehen die Symptome innerhalb weniger Sekunden ohne weitere Folgen vorbei. Sie können aber auch zu Ohnmacht und Stürzen führen. Dabei sinkt der Blutdruck stark ab.

Das kann sowohl Menschen mit Bluthochdruck als auch solche mit normalem oder niedrigem Blutdruck betreffen. Dieser rasche Abfall des Blutdrucks hat nichts mit Ihren normalen Werten zu tun.

Obwohl die Störung als „Hypotension“ bezeichnet wird, wird sie nicht durch einen chronisch niedrigen Blutdruck ausgelöst. Sie ereignet sich häufiger bei älteren Menschen, aber auch junge Erwachsene können diese Symptome haben.

Ursachen der orthostatischen Hypotension

Eine Hypotension kann unterschiedliche Ursachen haben, z. B. Antidepressiva, antihypertensive Medikamente, Medikamente gegen die erektile Dysfunktion, aber auch Alkohol und Rauchen.

Eine große schwedische Studie im European Heart Journal bezog die orthostatische Hypotension auf Herzkreislaufprobleme.

Wenn Sie diese Art von Schwindel häufig haben, insbesondere mit Begleiterscheinungen wie verschwommenem Sehen, Schwäche und Ohnmacht, sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen.

Er wird Ihren Blutdruck im Liegen und Stehen messen sowie andere Risikofaktoren für eine Herzerkrankung kontrollieren.

Wenn Sie schon einmal gestürzt sind, sollte bei Ihnen zusätzlich ein Gleichgewichtstest gemacht werden. Eventuell müssen auch Ihre Medikamente angepasst werden.

Unsere Empfehlungen bei Schwindel nach dem Aufstehen

  • Richten Sie sich langsam aus einer liegenden Position auf. Bleiben Sie so lange auf der Bettkante sitzen, bis der Schwindel vergangen ist. Sobald Sie stehen, verharren Sie zunächst ruhig und gehen dann erst los.
  • Spannen Sie vor dem Aufstehen die Bauch-, Gesäß- und Beinmuskulatur an und machen Sie Fußübungen (Füße beugen und strecken). Oder Sie halten die Arme über den Kopf, dadurch fließt das Blut aus Ihren Beinen.
  • Stehen Sie auch aus dem Sitzen langsam auf, und halten Sie sich an den Armlehnen des Stuhls fest. Oder Sie stabilisieren sich auf andere Weise für ein paar Sekunden.
  • Empfehlenswert ist, sich regelmäßig mäßig intensiv zu bewegen. Aber auch zügiges Gehen, Schwimmen und/oder Radfahren auf einem Liegefahrrad (Ergometerfahrrad, bei dem die Beine in horizontaler Position die Pedale bewegen) sind nützlich.
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