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Diese Symptome weisen auf eine Nierenschädigung hin

Die Nieren sorgen nicht nur für die Entgiftung des Körpers beziehungsweise die Reinigung des Blutes, indem sie Stoffwechselendprodukte aus dem Blut filtern, sondern sie erfüllen auch andere wichtige Aufgaben im menschlichen Organismus.

So spielen sie unter anderem eine Rolle bei der Bildung von Hormonen und sind an der Regulation des Blutdruckes und des Flüssigkeitshaushaltes beteiligt.

Ursachen und Symptome beim akuten Nierenversagen

Funktionieren die Nieren plötzlich nicht mehr richtig, handelt es sich um ein akutes Nierenversagen. Zu den Ursachen können zum Beispiel Schädigungen durch Medikamente, Blutvergiftung, Entzündungen der Nieren, Durchblutungsstörungen durch Operationen oder Schock gehören.

Auch Nierensteine oder eine Prostatavergrößerung können einen Urinstau verursachen und dadurch zu einem Nierenversagen führen.

Beim akuten Nierenversagen ist es möglich, dass die Nieren wieder normal arbeiten, wenn die Ursache behoben wird.

Zu den Symptomen beim akuten Nierenversagen gehört meistens, dass eine verminderte Urinmenge ausgeschieden wird. Abhängig vom Stadium der Krankheit kann es aber auch zu einer erhöhten Urinausscheidung kommen.

Ebenso kann eine Übersäuerung oder Herzrhythmusstörungen auf ein akutes Nierenversagen hinweisen.

Wie äußert sich chronisches Nierenversagen?

Beim chronischen Nierenversagen kann es eine lange Zeit (Monate bis Jahre) dauern bis Beschwerden auftreten beziehungsweise bis diese auf die Nieren zurückgeführt werden.

Ursache für ein chronisches Versagen der Nieren kann eine andere Grunderkrankung sein, beispielsweise Diabetes oder Bluthochdruck.

Die ersten Anzeichen und Symptome eines Nierenversagens treten im Allgemeinen auf, wenn die Nieren mit etwa 20 Prozent ihrer normalen Funktion arbeiten. Die Symptome ähneln zu diesem Zeitpunkt einer lang anhaltenden grippeähnlichen Erkrankung.

Zu den anderen Anzeichen und Symptomen können gehören:

  • Kopfschmerzen
  • Sehstörungen
  • Wassereinlagerungen an Beinen und Augenlidern
  • Müdigkeit
  • Jucken am ganzen Körper
  • weniger Harndrang
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schmerzen im Brustkorb oder Luftnot
  • Schwellung oder Taubheit der Hände und Füße
  • Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren
  • dunklere Hautfarbe
  • Muskelkrämpfe und Schluckauf
  • Verstärkte Neigung zu blauen Flecken
  • Zyklusstörungen
  • Impotenz

Liegen mehrere dieser Symptome vor, sollte man beim Arzt abklären lassen, ob es sich möglicherweise um ein Nierenversagen handeln könnte.

Bei einer Fehlfunktion der Nieren kommt es zu einer erhöhten Konzentration bestimmter Substanzen im Blut, die normalerweise mit dem Urin ausgeschieden werden.

Durch eine Blutuntersuchung kann dies festgestellt werden. Auch eine Laboruntersuchung des Harns kann neben einer körperlichen beziehungsweise Ultraschall-Untersuchung der Nieren darüber Auskunft geben, ob und in welchem Ausmaß die Nieren richtig funktionieren.

Das können Symptome einer Nierenschädigung sein:

  • dumpfe Rückenschmerzen hinten unter dem Rippenbogen
  • einseitige Schmerzen im Rücken
  • kolikartige Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die Blase
  • Rotfärbung des Urins (Blut im Urin)
  • schäumender Urin (Eiweiß im Urin)
  • nächtlicher Harndrang
  • fehlende Harnausscheidung (deutet auf akutes Nierenversagen hin)
  • geschwollene Augenlider
  • geschwollene Knöchel
  • Taubheitsgefühle an Händen und Füßen
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Luftnot
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • schlechter Geschmack im Mund, Mundgeruch
  • Juckreiz
  • aschfahle, blass-graue Hautfarbe beziehungsweise leicht gelbliche Haut

Diese Risikofaktoren können Ihre Nierenfunktion einschränken:

  • eine chronische Entzündung der kleinen Nierenfilterapparate (Glomerulonephritis) aufgrund einer nicht ausgeheilten Infektion
  • Diabetes
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • chronische Harnwegsinfektionen
  • chronische Nierenbeckenentzündung
  • Bluthochdruck (dieser schädigt die kleinen Blutgefäße in den Filterapparaten)
  • dauerhafte Schmerzmitteleinnahme oder  Schmerzmittelmissbrauch
  • Verengung der Nierenarterie, die zu einer Mangelversorgung der Niere führt
  • angeborene Zystennieren
  • Nierenkrebs

Salz und Süßstoff schaden Ihren Nieren

Salz und Süßstoffe sind zwei Ernährungskomponenten, die wir heute viel zu oft zu uns nehmen. Leider – denn die beiden Stoffe sind nicht ohne Risiko für die Gesundheit Ihrer Nieren.

Das haben Wissenschaftler des Brigham and Women’s Hospitals der Harvard Medical School herausgefunden. Sie untersuchten die Daten von 3.000 Frauen und werteten diese in zweierlei Hinsicht aus.

Zum einen stellten sie fest, dass ein höherer Salzkonsum auch eng mit einer Nierenschwäche verbunden ist. Die Nieren können ihren Aufgaben nur noch begrenzt nachkommen.

Zum anderen aber zeigte sich – und das überraschte die Forscher – dass Getränke ebenfalls die Nieren schwächen können. Frauen, die pro Tag zwei Getränke mit Süßstoff zu sich nehmen, haben ein doppelt so hohes Risiko, eine Nierenschwäche zu entwickeln.

Gezuckerte Getränke erhöhen das Risiko dagegen nicht.

Die richtige Ernährung schützt vor Nierensteinen

Etwa 5 % aller erwachsenen Deutschen haben Nierensteine. Damit ist diese Krankheit so verbreitet wie Diabetes. Durch eine gesunde Ernährung können Sie Nierensteinen vorbeugen.

Tipp 1: Wichtig ist vor allem, dass Sie viel trinken: pro Tag mindestes 1,5 bis 2 l. Denn ohne ausreichende „Lösungsmittel“ für die auszuscheidenden Substanzen kommt es schnell zur Bildung von Kristallen und Steinen.

Gut geeignet sind natriumarmes Mineralwasser, Fruchtsäfte und Früchtetees. Auch über die Wahl Ihrer Lebensmittel können Sie etwas gegen die Harnsteinbildung tun.

Tipp 2: Spinat, Rhabarber, Rote Beete, Fisch, Schalen- und Krustentiere sowie Innereien sollten möglichst selten auf den Speiseplan. Ideal ist Vollwertkost. Sie enthält wenig Eiweiß, dafür Ballaststoffe, die die steinbildenden Substanzen binden.

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Alte Kommentare
  • Erna Bachmann schrieb am 08.06.2010, 11:57 Uhr

    Zum Betrag Nierenschäden. ------------------------------------- welche alternative Medikamente können Sie mir empfehlen? Für Ihre Antwort besten Dank