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So vertreiben Sie Ödeme

„Wie bekomme ich meine ‚Elefantenbeine‘ auch ohne schädliche Wassertabletten wieder schlank“, – das will Leserin Lisa wissen.

„Wasser in den Beinen“ macht vielen Frauen und etlichen Männern zu schaffen.

Typisch sind geschwollene Fußknöchel und Unterschenkel. Die Beine fühlen sich stramm an, und die Füße quellen aus den Schuhen hervor.

Wasseransammlung vermeiden

Bei allem Menschen nimmt im Laufe des Tages das Wasser im Körpergewebe leicht zu.

Beim reglosen Sitzen oder langem Stehen sackt das Blut in die Unterschenkel und drückt das Wasser ins Gewebe.

Dieses schwillt sichtbar an. Wenn Sie mit einem Finger in eine solche Schwellung drücken, bleibt meist für eine Weile eine kleine Delle.

Häufig bilden sich die Flüssigkeitsansammlungen zunächst in den Beinen.

Manche Ödeme schwemmen den ganzen Körper auf, andere bilden sich dort, wo das Gewebe besonders weich ist.

Manchmal verbirgt sich eine ernsthafte Erkrankung dahinter. Wenn eine solche Schwellung nicht verschwindet, sich verstärkt oder immer wieder auftritt, sollte sie vom Arzt abgeklärt werden.

Sie kann auf Erkrankungen der Nieren, der Leber oder der Schilddrüse hinweisen. Auch bei einer Herzinsuffizienz, wenn das Herz nicht mehr richtig pumpt, staut sich Wasser im Gewebe.

Venenleiden wie Krampfadern haben häufig Ödeme im Schlepptau.

Hier kommen Kaltwasseranwendung, Kompressionsstrümpfe oder -verbände und Bewegung zum Einsatz.

Auch Lehmwickel und Quarkauflagen haben sich bewährt.

Unterstützend wirken wirken naturheilkundliche Präparate mit Roßkastanie, Rotem Weinlaub oder Bromelain, dem Enzym aus der Ananas.

Steckt keine ernsthafte Erkrankung hinter der Schwellung, helfen hier einfache Hausmittel:

  • Sport und Bewegung bringen auch in den Wasserhaushalt Schwung und beugen Ödemen vor.
  • Fast immer lindern entwässernde Tees und der weitgehende Verzicht auf Kochsalz die angespannte Situation.
  • Diese Pflanzenmittel helfen Ihnen bei der Entwässerung: Brennnesseltee, Extrakt aus Brunnenkresse, Tee aus Eisenkraut, Löwenzahn, Borretsch, Vogelmiere und Mädesüß. Auch die Rose entfaltet eine entwässernde Wirkung.
  • Essen Sie viel Obst und Gemüse, vermeiden Sie alles, was salzig ist wie geräucherter Schinken, Wurst, Dosenfisch, fertige Nahrungsmittel und Lakritze.
  • Ein nicht zu heißes Vollbad regt die Wasserausscheidung an. Wassertreten, Kniegüsse und Wechselduschen sind ebenso hilfreich wie Massagen.
  • Legen Sie so oft es geht die Beine hoch. Auch nachts legen Sie die Beine am besten etwas erhöht hin, damit das Blut besser zum Herzen zurückströmen kann.
  • Schlagen Sie möglichst nicht die Beine übereinander, das behindert den Blutfluss.
  • Machen Sie im Sitzen Fußgymnastik, das braucht keinen Platz und hilft Ihnen unter dem Bürotisch oder im Flugzeug: Heben und senken Sie beispielsweise die Füße oder lassen Sie die Füße im Gelenk kreisen. Tragen Sie Schuhe mit flachen Absätzen. Sind die Schuhe mehr als vier Zentimeter hoch, klappt es mit dem Blutrückfluss nicht mehr richtig.
  • Saunabesuche sind bei leichten Venenproblemen erlaubt. Legen Sie sich dabei hin anstatt zu sitzen. Das verringert den Druck auf die Venenwände.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen, verzichten Sie auf Zigaretten und gehen Sie mäßig mit Alkohol um: Alkohol erweitert die Adern, Nikotin schadet den Gefäßen. Kontrollieren Sie Ihr Gewicht.
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Helmut Erb
Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

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