Leber: So helfen Sie einer kranken Leber
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Bevorzugen Sie eine ausgewogene Ernährung. Auch wenn große Teile Ihrer Leber erkrankungsbedingt ausfallen oder geschädigt sind, kann dieses Organ dennoch seine Funktion aufrechterhalten. Sie brauchen Ihre Leber nicht zu schonen. Dennoch sollten Sie sich möglichst gesund mit viel Obst und Gemüse ernähren und auf Alkohol verzichten.
Bei einer Fettleber müssen Sie unterscheiden: Ist die Ursache Alkoholkonsum, sollten Sie diesen auf jeden Fall komplett meiden. Viele Fettleber-Erkrankungen werden aber durch Übergewicht verursacht. Dann sollten Sie Ihr Gewicht vorsichtig reduzieren, durch eine gesunde Ernährung in Kombination mit viel Bewegung. Die Gewichtsreduktion muss unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, denn gerade in diesem Fall darf sie nicht zu radikal und zu schnell geschehen.
Leiden Sie zusätzlich unter Diabetes, sollten Sie regelmäßig Ihre Blutzuckerwerte genau einstellen lassen. Ansonsten bilden sich zu viele freie Fettsäuren in Ihrem Blut, die ein weiteres Verfetten Ihrer Leber fördern.
Bei einer chronischen Virushepatitis gibt es keine Ernährungsvorschriften, die zu einer schnellen Heilung beitragen können. Allerdings kommt es im Rahmen der medikamentösen Therapie oft zu Appetitverlust. Sie könnten dadurch rapide an Gewicht verlieren. In so einer Situation ist es wichtig, dass Sie sich dennoch die Lust am Essen bewahren. Sie können zum Beispiel statt drei große mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag zu sich nehmen. Auch ein Betthupferl ist dann erlaubt. Bereiten Sie sich Zwischensnacks wie einen Joghurt, ein Stück Obstkuchen oder ein „besonders nett“ belegtes Brot – oder Sie setzen einfach häufiger Ihre Lieblingsgerichte auf den Speiseplan.
Bei Hepatitis kann es auch schnell zu Lebensmittelunverträglichkeiten kommen. Daher sollten Sie Ihren Körper immer genau beobachten, wie er auf die Lebensmittel reagiert.
Durch eine Leberzirrhose verwandeln sich die Zellen Ihrer Leber nach und nach in Narbengewebe. Solange aber noch nicht zu viel Gewebe zerstört wurde, brauchen Sie keine besonders schonende Ernährung. Eine gesunde Vollwertkost reicht auch hier aus. Anders sieht es aus, wenn Komplikationen auftreten. Wenn sich zum Beispiel Wasser im Bauch sammelt, müssen Sie die Verwendung von Kochsalz einschränken. Verzichten Sie dann auf sämtliche Fertiggerichte, auf Chips und gesalzene Nüsse oder Gemüsekonserven. Zudem müssen Sie mit Ihrem Arzt absprechen, ob Sie auch Ihre Flüssigkeitsaufnahme einschränken sollten.
Wenn die Hirnleistung aufgrund der Leberzirrhose gestört ist, liegt das daran, dass bestimmte Stoffe, vor allem Abbauprodukte, die beim Eiweißstoffwechsel entstehen, nicht mehr abgebaut werden können. Es kann dann therapeutisch notwendig sein, dass Sie kurzfristig Ihre Eiweißaufnahme einschränken. Das müssen Sie aber mit Ihrem Arzt absprechen. Sie brauchen aber auch in einem solchen Fall weiterhin 60 Gramm Eiweiß pro Tag.
Da bei einer Leberzirrhose der Blutfluss in der Leber gestört ist, sucht sich das Blut andere Wege. Die kleinen Blutgefäße, die sich in Magen und Speiseröhre befinden, werden so viel stärker durchblutet und können schnell aufreißen. Folge können lebensbedrohliche Blutungen sein. Liegen bei Ihnen diese so genannten Krampfadern in der Speiseröhre vor, müssen Sie alles vermeiden, was sie reißen lassen kann. Sie müssen Ihre Nahrung immer gut kauen. Auf Nahrung mit Ecken und Kanten (Knäcke, Chips, Kekse, Pommes) sollten Sie verzichten.
Wählen Sie weiche Nahrungsmittel und vor allem: Kauen Sie intensiv, bevor Sie Ihre Nahrung herunterschlucken.