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Kann Krebs ansteckend sein?

Natürlich ist Krebs nicht ansteckend, werden Sie wahrscheinlich sagen. Aber sind Sie sich da so sicher?

Neuesten Untersuchungen zufolge gibt es tatsächlich immer mehr Krebsarten, die auf dem Boden einer Infektionskrankheit entstehen. So begünstigt das Bakterium Helicobacter pylori Magenkrebs, die Hepatitis-B- und C-Viren Leberkrebs und eine Infektion mit Papilloma-Viren kann die Vorstufe von Gebäjrmutterhalskrebs sein.

Umso wichtiger ist es, den Keimen rechtzeitig Paroli zu bieten. Dem Magenkeim können Sie z. B. mit Brokkolisprossen zu Leibe rücken.

Die in diesen Sprossen enthaltene Schwefelverbindung (Sulforaphan) kann nämlich nachweislich das Wachstum dieser Bakterien verhindern.

Forscher der Johns Hopkins Universität in Baltimore/USA hatten mit dem Keim infizierten Probanden täglich 70 g der Brokkolisprossen oder als Kontrollgruppe Alfalfasprossen gegeben und die Keimzahl im Magen gemessen.

Nach acht Wochen hatte die Keimbesiedlung in der Brokkoli-Gruppe deutlich abgenommen. In der Kontrollgruppe gab es keine Veränderung. Brokkolisprossen können Sie sich ganz leicht selbst auf der Fensterbank ziehen und Ihre Salate oder Suppen damit verfeinern.

Krebsgefahr: Verwenden Sie beim Oralsex mit Fremden ein Kondom

Zwar rauscht der Blätterwald, ein Grund zur Panik sind die Erkenntnisse über Michael Douglas und seinen Kehlkopfkrebs durch Oralsex dennoch nicht unbedingt.

Nach aktuellen Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) heilen die meisten akuen Infektionen mit dem Humanen Papilloma-Virus (HPV) von allein wieder aus.

Bei Männern entstehen bösartige Tumoren wesentlich seltener als bei Frauen. Das können Penis- oder Analkrebs und eben Mund- oder Rachenkrebs sein. Letzteres kommt jedoch nicht sehr häufig vor – laut RKI erkranken 13 von 100.000 Bundesbürgern jährlich neu daran.

Zusätzlich zu den HP-Viren sind Rauchen und starker Alkoholkonsum weitere Risikofaktoren. Diese sollen auch auf den amerikanischen Schauspieler zugetroffen haben.

Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen können Sie Ihr Risiko vermindern. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich Ihnen diese Tipps vor einer ganzen Weile schon einmal gegeben. Doch sie sind unvermindert aktuell:

  • Wenn Sie oder Ihr Partner Soor, Lippenherpes, Ausschlag oder kleine Verletzungen im Mund haben, bieten Sie den Krankheitskeimen bereits im Mund Eintrittspforten. Deshalb ist es empfehlenswert, ein Kondom zu verwenden, wenn Sie Oralsex praktizieren wollen. Das klingt in Ihren Ohren wahrscheinlich gewöhnungsbedürftig, ist aber die einzig sichere Lösung.
  • Mit Herpes-Viren handeln Sie sich beispielsweise eine lebenslange Last ein. Denn die Viren verschwinden nicht mehr aus Ihrem Körper. Die eng verwandten Erreger von Genital-Herpes können beim Oralsex übertragen werden. Das gilt auch für die Humanen Papiloma Viren (HPV), die Genital-Warzen auslösen und an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt sind, sowie für die HI-Viren, die Aids übertragen sowie Hepatitis B und C.
  • Zahnspangen können die empfindliche Mundschleimhaut beziehungsweise die zarte Genitalhaut verletzen und so ebenfalls für Eintrittspforten für Krankheitserreger sorgen. Kondome sind ebenfalls nicht sicher vor den Zahnspangen – egal, ob sie aus Metall oder aus Plastik sind. Benutzen Sie deshalb bei jeder sexuellen Aktivität ein neues Kondom – zur Sicherheit.
  • Wenn Sie befürchten, sich mit einer sexuell übertragbaren Krankheit angesteckt zu haben, suchen Sie gleich den Arzt auf – auch wenn die Beschwerden nur geringfügig sind. Nicht selten treten die Erreger im „Rudel“ auf. Im Huckepackverfahren schleppt ein Leitkeim andere Erreger mit ein. Nach den Erfahrungen von Gynäkologen leiden die meisten Infizierten an solchen Mehrfachinfektionen.

Anzeichen für Krebs werden häufig nicht ernst genommen

Es gibt Symptome, die Anzeichen einer Krebserkrankung sein können. Dazu gehören unter anderem unerklärliche Blutungen oder Knoten unter der Haut.

Natürlich können sie harmlos sein, dennoch sollte der Arzt sie abklären, um schlimme Erkrankungen auszuschließen. Viele Menschen aber ignorieren solche Symptome, fanden Forscher des University College in London heraus.

Damit vergeben sie aber auch die Gelegenheit, dass eventueller Krebs möglichst früh behandelt wird.

Die Wissenschaftler hatten über 1.700 Menschen ab 50 Jahren befragt, ob sie im letzten Vierteljahr bestimmte Symptome festgestellt hatten. Von den 17 vorgegebenen Beschwerden galten zehn als Krebs-Warnzeichen.

Über 50 Prozent gaben an, eines oder mehrere der gefährlichen Krebswarnzeichen festgestellt zu haben. Aber nur zwei Prozent war auf die Idee gekommen, dass etwas Gefährlicheres hierhinter stecken könnte. Alle anderen schoben die Beschwerden auf harmlose Infekte oder Altersbeschwerden.

Selbst veränderte Leberflecke oder Knoten wurden nur in seltensten Fällen mit Krebs in Verbindung gebracht.

Die Forscher weisen darauf hin, dass tatsächlich in vielen Fällen andere Ursachen hinter den Beschwerden stecken. Doch dennoch sollten sie untersucht werden, gerade dann, wenn sie anhalten und nicht selbst wieder verschwinden.

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Über den Autor Beate Rossbach

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Alte Kommentare
  • Johann Niedermayer schrieb am 05.02.2013, 07:55 Uhr

    Für diesen Artikel ist die folgende Aussage ein passende Ergänzung: >Alle Krebsarten, in absolut jeder Kategorie, sterben schnell ab, wenn der Körper-pH-Wert über 8,5 hinausgeht. Viele andere Pathogene sterben ebenso.< Angeblich weist der Körper eines Neugeborenen einen pH-Wert auf diesem Niveau auf.

  • martin schrieb am 05.02.2013, 09:05 Uhr

    Ja, Krebs entsteht meist aus Selbstschutz des Systems. Eine russische Nobelpreisträgerin hat schon vor längerer Zeit entdeckt, das in Krebstumoren geballte Viren/Bakterien und Giftkonzentrationen vorhanden sind. Meine eigene Beobachtung ist, daß Menschen die in ihrem Leben selten, oder schon seit mehreren Jahrzehnten kein hohes Fieber hatten, später Krebs entwickeln. Der Körper hat nicht gerne hohes Fieber, wenn es viele Giftablagerungen gibt, da diese dann durch die Erwärmung mobilisiert werden und das System belasten. Innerhalb der Giftablagerungen entsteht dann anaerobes Milieu (sauerstoffarmes Milieu), und nur dort fühlen sich anaerobe Bakterien wohl. Der erste Schritt wäre also, sich von vorhandener Exposition (Vergiftungsquelle) möglichst fernzuhalten. Der Zweite, sicherzustellen, daß die Entgiftungsorgane Leber, Nieren, Haut und das Zahnfleisch (Zunge) einwandfrei funktionieren. Der dritte, gefährliche Giftherde operativ zu entfernen (zb. im Kiefer). Der vierte eine Gesamtentgiftung zu starten begleitet mit viel Trinken. Schön wäre es ja, wenn es eine Flüssigkeit gäbe, die ausschliesslich anaerobe Bakterien angreift ;)

    • Johann Niedermayer antwortete am 05.02.2013, 13:09 Uhr

      Wie wär's mit Kangen-Wasser?

    • Bernd Michael antwortete am 05.02.2013, 17:51 Uhr

      Oder mit folgendem: - kolloidales Silber - Chlordioxid (MMS-Tropfen) - Grapefruitkern-Extrakt Das sind alles selektive Oxidantien, die nur saures Gewebe (z.B. Krebs) und anaerobe Erreger (Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten - haben auch sauren pH-Wert) angreifen können.

  • chrischa schrieb am 05.02.2013, 09:51 Uhr

    Sie schreiben, Krebs könnte mit gesunden Lebensmittel quasi Ernährung verhindert werden können, aber wo gibt es gesunde Lebensmittel? Es fängt schon am Anbau an und an der Verarbeitung und und und. Und Bio, naja das sei mal dahin gestellt...

  • Bernd Michael schrieb am 05.02.2013, 19:36 Uhr

    Mit dieser Aussage wird das Pferd von hinten aufgezäumt, um es mal bildlich auszudrücken. Mikroorganismen sind nicht die Ursache für die Entstehung eines Tumors sondern nur Begleiterscheinung. Tumore bzw. Krebszellen haben so wie bereits gesagt wurde ein saures Milieu. Und diese Mikroorganismen lieben dieses Milieu. Nur deshalb sind sie anwesend aber nicht die Ursache. Eine Infektionsbekämpfung, die nicht gleichzeitig eine überwiegend vegane und naturbelassene Ernährung beinhaltet, bringt keinen Deut bei der Krebs-Tumorprophylaxe. Allein die Versorgung des Körpers mit mikronährstoffreicher und basischer Nahrung bringt diese Prophylaxe. Unsere heutige Ernährung ist viel zu arm an Mikronährstoffen und viel zu sauer (raffiniert/verarbeitet und nicht naturbelassen sowie viel zu viel tierisches und zu wenig pflanzliches).  Krebszellen entstehen täglich in jedem menschlichen Körper. Das ist ein ganz normaler biologischer Vorgang. Durch unsere schlechte Ernährung werden ganz einfach die Abwehrmechanismen ausgehebelt und unwirksam. Erst dadurch entstehen aus einzelnen Krebszellen bösartige Tumore.   Der Kampf gegen die Entstehung von Krebszellen, so wie er heute betrieben wird, ist zweitrangig. Wichtig allein ist die Erhaltung und Stärkung der Abwehrmechanismen (innere und auch äußere Faktoren) durch die Ernährung. Zu den äußeren Faktoren zählen zum Beispiel cyanogene Glykoside und Phytoalexine, alles Bestandteile der Pflanzenwelt.

    • Bernd Michael antwortete am 06.02.2013, 18:45 Uhr

      Bei den äußeren Faktoren der Ernährung wären auch noch Eiweiß aufspaltende Enzyme, wie Papain und Bromelain, zu nennen, die die schützende Eiweißhülle um Krebszellen aufbrechen.