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So erlangen Sie nach einer Krankheit Ihre Ausdauer wieder

Je mehr Sie nach eine längeren Krankheit wieder auf die Beine kommen, umso wichtiger ist es, dass Sie auch die anderen Säulen der Fitness berücksichtigen.

Neben Kraft sollten Sie Ihre Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination trainieren.

Denn nur dann sind Sie den Anforderungen des Alltags wieder gewachsen. Aus etlichen Untersuchungen ist bekannt, dass Menschen, die – beispielsweise durch langes Liegen – steif und ungelenk geworden sind, nicht mehr richtig spüren, wann sie verkrampft sind.

Es kommt häufiger zu Stürzen und Unfällen, weil sie nicht mehr schnell genug reagieren können. Auch der Gleichgewichtssinn muss nach längerem Aufenthalt im Bett trainiert werden, damit Sie nicht stolpern und stürzen.

Am besten beginnen Sie mit einem leichten Ausdauertraining, denn das stärkt Ihr Immunsystem, macht sie weniger anfällig für Krankheiten, stabilisiert Ihren Kreislauf und Ihren Blutdruck.

Gehen Sie einfach zunächst jeden Tag eine halbe Stunde bei Wind und Wetter spazieren. Das reicht völlig aus und wird Sie anfangs schon genügend anstrengen.

Wenn Sie wieder mutiger sind, steigern Sie sich, indem Sie die Spaziergänge ausdehnen und etwas schneller gehen.

Wichtiger Begleiteffekt der Bewegung: Sie kommen aus dem Stimmungstief heraus, in dem Sie sich womöglich wegen Ihrer Krankheit befunden haben. Regelmäßige Bewegung erhöht zudem Ihre Heilungschancen – sogar und besonders wenn Sie an Krebs erkrankt sind.

Heilen mit Hausmitteln: So können Sie ihr Immunsystem stärken

Über 80 Jahre gibt es sie schon – die Antibiotika. Und immer noch werden sie häufig verordnet – es handelt sich um die Medikamente, die am drittäufigsten verschrieben werden.

Leider aber ist das viel zu häufig. Viele Ärzte bedenken zum Beispiel nicht, dass Antibiotika nicht gegen Viren, sondern nur bei Bakterien helfen und verschreiben sie auch bei Infekten, die von Viren ausgelöst werden.

Kein Wunder, dass Antibiotika nicht mehr bei jeder Krankheit helfen – es gibt viele Erreger, die mittlerweile immun gegen diese Art der Medikamente geworden sind.

Dabei gibt es eine Alternative zu chemischen Antibiotika: natürliche Wirkstoffe. Viele Vitamine oder Pflanzen wirken antibiotika-ähnlich, teilweise sogar noch besser.

Sie können diese bei Infekten einsetzen, aber auch schon vorher nehmen, um Ihr Immunsystem zu stärken.

Zu den natürlichen Antibiotika gehören:

  • Vitamin C: Es stärkt Ihr Immunsystem, gleichzeitig bekämpft es bakterielle Infektionen.
  • Eccinacea: kann vor Infekten schützen, kann ein Eindringen von Bakterien in die Zelle verindern.
  • Knoblauch: kann bakterielle Krankheitserreger abtöten und dadurch das Immunsystem unterstützen.
  • Kap-Pelargonie: kann die Vermehrung von Krankheitserregern hemmen.
  • Propolis: schützt vor bakteriellen als auch viralen Infekten.

Tanken Sie täglich frische Luft

Auch wenn es draußen ungemütlich wird, sollten Sie einmal am Tag für mindestens eine halbe Stunde raus an die frische Luft. Und zwar bei jedem Wetter.

Denn das stärkt Ihr Immunsystem und härtet Sie ab hegen Infektionen. Der Sauerstoff, den Sie beim Spazierengehen oder Joggen einatmen, ist pure Power für Ihre Abwehrkraft.

Nutzen Sie die Mittagspause und jeden Sonnenstrahl, dann sind Sie auch gefeit gegen Winterdepression, die durch einen Mangel an Sonnenlicht verursacht wird. Zudem bilden Sie in der Haut Vitamin D. Für diesen Prozess braucht Ihr Körper Tageslicht.

Ein neues Wundergetränk oder teurer Hokuspokus?

Effektive Mikroorganismen wurden von dem japanischen Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Teruo Higa in den 1970er Jahren entwickelt.

Es handelt sich dabei um eine spezielle Mikroben-Mischung, die aus 16 unterschiedlichen Milchsäure- und Photosynthesebakterien, Hefen und anderen Pilzen besteht. Insbesondere im asiatischen Raum werden effektive Mikroorganismen mittlerweile auch zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt.

Getrunken werden „Fermentations-Cocktails“, die unter Verwendung effektiver Mikroorganismen hergestellt wurden.

Deren gesundheitliche Wirkung soll darauf beruhen, dass sie in großen Mengen Antioxidantien produzieren – also Substanzen, die zellschädigende freie Radikale abfangen (u. a. Vitamin E und Flavonoide).

Freie Radikale entstehen in Ihrem Körper z. B. durch Umweltgifte, UV-Strahlung oder Tabakrauch, aber auch durch ganz normale Stoffwechselreaktionen. Sie sind u. a. mitverantwortlich für Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie für Alterungsprozesse.

Gegen diese Erkrankungen sollen effektive Mikroorganismen helfen:

  • Verstopfung, Durchfall
  • Bluthochdruck, Herzinfarkt
  • Stress
  • Hauterkrankungen (Allergien, Wunden)
  • Asthma
  • Krebs
  • Alterungsprozesse
  • Immunschwäche

Ursprünglich wurde die Bakterienmischung in der Landwirtschaft als Bodendünger eingesetzt. Die Mikroorganismen verbessern hier die Fruchtbarkeit des Bodens.

Daneben werden sie mittlerweile auch zur Gewässerreinigung oder zur Herstellung von Reinigungsmitteln und Kosmetika genutzt.

Das Fermentationsgetränk wird aus Naturreis gewonnen

Bei der Herstellung des Getränks werden u. a. Reiskleie, Naturreis, Papayas und Seetang vergoren.

Im Gegensatz zur Sauerkraut- oder Joghurt-Produktion werden die Mikroorganismen in einem aufwändigen Verfahren wieder herausgefiltert, nur deren Stoffwechselprodukte mit den gesundheitsfördernden Antioxidantien bleiben im Getränk zurück.

Das Fermentationsgemisch soll täglich mindestens drei, besser jedoch sechs Monate lang getrunken werden. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 10 ml.

Bislang gibt es lediglich Tierstudien, die die gesundheitsfördernde Wirkung belegen: Wissenschaftler des Imperial College of Science, Technology and Medicine in London verabreichten im Jahr 2002 Ratten eine Woche lang täglich einen Fermentations-Cocktail.

Das Ergebnis: In den Nieren der Tiere waren die antioxidativen Stoffwechselprozesse gegenüber unbehandelten Artgenossen um 27 % erhöht und in der Leber um 19 %.

Teurer Saft mit fragwürdiger Wirkung

Aufgrund der fehlenden Belege für die Wirksamkeit beim Menschen erscheinen die Kosten für die aus effektiven Mikroorganismen hergestellten Getränke recht hoch.

Beispielsweise müssen Sie für 0,5 l (reichen 50 Tage) des Fermentationsgetränks EM-X 70 € hinblättern. 30 Beutel des Getränks Manju à 10 ml kosten 58 € – zu viel Geld, um es „einfach mal auszuprobieren“.

Unser Fazit: Antioxidantien haben unbestritten einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit. Doch von den überteuerten „Wunder-Cocktails“ aus Fernost sollten Sie besser die Finger lassen. Die Wirkung ist nicht bewiesen und der Preis zu hoch. Die von Ihrem Körper benötigten Antioxidantien erhalten Sie – wesentlich preiswerter – nämlich auch durch eine gesunde Ernährung.

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Helmut Erb
Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

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Alte Kommentare
  • Hubert Moosbrugger schrieb am 14.09.2009, 09:54 Uhr

    ich kann nur bestätigen wie gut sich körperliche Tätigkeit aber es sollte auch etwas Anstrengung dabei sein -im Freien auswirkt - Burn out etc. einfacher Tip - aber bringt wieder Bewegung und Energie zurück !!