Herzinfarkt: Entstehung
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Herzinfarkt
GNL5356
Das Herz ist kranzförmig von einem Geflecht von Arterien umschlossen, die es mit Blut versorgen. Diese Blutgefäße sind die Koronararterien (Herzkranzgefäße; lateinisch corona = Kranz). An den Innenwänden der Herzkranzgefäße können sich Ablagerungen aus Cholesterin und anderen Substanzen festsetzen, mit der Zeit verhärten und die Gefäße verengen. Dies schränkt die Blutversorgung des Herzmuskels ein. Der arteriosklerotische Prozeß zieht sich meist über Jahre hin, bis er ein herzbedrohendes Ausmaß erreicht = Koronare Herzkrankheit.
Mit dem Fortschreiten der Arteriosklerose kann die Plaque so dick werden, daß die Arterie gewissermaßen von innen her zuwächst. Die Plaque kann auch brechen und das abgebrochene Stück die Arterie verstopfen. Oft bilden sich Blutgerinnsel, kleine Thromben, entlang der Arterienwand. Löst sich ein Thrombus ab und bleibt an einer verengten Stelle hängen, kann auch dies zum Verschluß der Arterie führen.
Dadurch erhält ein Teil des Herzmuskels zu wenig Blut, er stirbt ab = Herzinfarkt. Dessen Ausmaß und die Überlebenschancen hängen davon ab, wie groß die betroffene Arterie ist und welchen Herzbereich sie versorgt.