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Entzündungen: Was Ihnen bei wunden Stellen im Mund hilft

Die meisten betroffenen Frauen kennen die kleinen schmerzhaften Geschwüre im Mund schon aus ihrer Kindheit.

Sie sind meist nur 2 bis 8 Millimeter groß und befallen bevorzugt Frauen, die nicht rauchen und einen höheren Bildungsstand haben. Wie es dazu kommt, ist noch weitgehend ungeklärt.

Man vermutet, dass die meisten Aphthen vom Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV 1) ausgelöst werden.

Es wird von Mensch zu Mensch übertragen:

  • entweder durch Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen, Sprechen oder
  • durch Schmierinfektionen (durch Schmusen, Küssen, gemeinsames Benutzen von Geschirr und Besteck oder Abschlecken von infiziertem Besteck oder Geschirr)

Viele Infizierte bemerken nichts davon. Bei ihnen nisten sich die Viren in den Zellen ein und schlummern dort. Bei den anderen bilden sich Aphthen aus – auch als Mundfäule (Stomatitis aphthosa) bekannt.

Die Krankheit ist zwar harmlos, kann jedoch ziemlich unangenehm sein. Sie tritt häufig auf bei Stress in Kombination mit schlechter Mundhygiene oder als Folge einer schweren Grunderkrankung mit geschwächter Abwehrlage.

Aphthen können sich ebenfalls nach Chemo- und Strahlentherapie sowie bei der Einnahme von Immunsupressiva einstellen. Auch als Nebenwirkung von Schmerzmitteln wie Voltaren treten sie auf.

Viele Betroffene leiden unter einzelnen oder mehreren wiederkehrenden Aphthen. Auslöser scheinen Infektionen, Magen-Darm-Verstimmungen, Verletzungen oder hormonelle Veränderungen zu sein.

Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Zahnmetalle werden mit den Aphthen in Verbindung gebracht. Normalerweise heilen sie innerhalb von einigen Tagen von allein wieder aus.

In dieser Zeit sollten Sie alles vermeiden, was die empfindliche Mundschleimhaut reizen könnte:

  • harte Zahnbürsten
  • trockene oder knusprige Lebensmittel
  • saure Speisen und Getränke

Das hilft Ihnen in der akuten Phase über die Runden:

  • Ihre Speisen sollten mild, weich und kühl sein. Es eignen sich eingeweichtes Brot oder Kartoffelbrei, Eiscreme, kalter Pudding oder kalte Brühe. Verzichten Sie besser auf Milch und Milchprodukte, denn sie regen die Schleimbildung im Mund an.
  • Wenn Sie Schmerzen haben, benutzen Sie eine ganz weiche Zahnbürste.
  • Spülen Sie Ihren Mund regelmäßig mit Salbei- oder Kamillentee.
  • Sie können die schmerzenden Stellen mit Myrrhentinktur aus der Apotheke massieren.
  • Gurgeln Sie mit frisch angebrochenem Teebaumöl (einige Tropfen auf ein Glas Wasser). Benutzen Sie nur frisches Teebaumöl, denn es verdirbt schnell.
  • Antimikrobielle Mundwässer, die Chlorhexidin oder Triclosan enthalten, hemmen Bakterienbeläge auf den Zähnen und verbessern so das Klima im Mund.
  • Ihr Arzt kann Ihnen örtlich wirkendes Kortison als Dentalpaste oder Lutschtablette verschreiben, das rasch die Schmerzen lindert und die Heilung einleitet.
  • In den USA ist gerade eine Paste mit dem Wirkstoff Amlexyanox (5 %ig) zugelassen worden, die entzündungshemmend wirkt und die Ausbildung von Aphthen unterbindet. Ihr örtlicher Apotheker kann sie für Sie über die Internationale Apotheke bestellen.
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