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Was Sie im Umgang mit Hepatitis C beachten müssen

Wenn Sie Hepatitis-C-Viren im Blut haben, können Sie damit andere anstecken. Auch wenn die Hepatitis ausgeheilt ist, besteht noch ein gewisses Ansteckungsrisiko, denn die Viren schlummern weiter in den Zellen, werden aber vom Immunsystem in Schach gehalten.

Was ist gefährlich und was nicht?

Im täglichen Umgang von Nichtinfizierten mit Infizierten sind folgende Dinge ungefährlich:

  • normaler Körperkontakt
  • Hand in Hand gehen
  • mit Kindern kuscheln
  • gemeinsames Essgeschirr benutzen
  • niesen, husten
  • gemeinsames Bad und Toilette
  • Wäsche von infizierten Menschen in einem Waschgang mit Wäsche von Uninfizierten waschen

Nicht ungefährlich oder sicher gefährlich für andere:

  • eigene stark blutende Wunden ohne Handschuhe zu versorgen
  • gemeinsam Zahnbürsten benutzen (Zahnfleischbluten)
  • Rasierzeug und Manikür-Utensilien gemeinsam benutzen
  • Tampons und Binden nicht gleich richtig zu entsorgen (Tampons in die Toilette, Binden sicher verpackt in den Müll)
  • Piercings und Tattoos mit derselben Nadel machen lassen
  • bei Zahnfleischbluten intensiver küssen
  • benutztes Essbesteck oder Gläser weitergeben

Ursachen einer Gelbsucht

Eine Gelbsucht kann unterschiedliche Ursachen haben. Zunächst einmal versteht man unter Gelbsucht eine erhöhte Menge des Bilirubins (gelber Farbstoff) im Blut. Er wird durch den Abbau von alten Blutkörperchen erzeugt. Grundsätzlich kann eine solche erhöhte Bilirubinmenge durch eine verminderte Funktionsweise der Leberzellen oder durch einen nicht ordnungsgemäßen Gallenflüssigkeitsabfluss verursacht werden.

Wie kommt es aber hierzu? Die Funktion der Leberzellen kann durch eine Hepatitis, also eine akute oder chronische Leberentzündung, oder durch Leberzirrhose gestört werden. Alkohol, Medikamente oder zu fettes Essen können diese auslösen. Wenn die Gallenflüssigkeit nicht ordnungsgemäß abfließt, können zum Beispiel Steine im Gallengang oder ein Tumor vorliegen. Alleine durch die Gelbfärbung kann nicht auf die Ursache der Gelbsucht geschlossen werden. Daher muss nach der Diagnose „Gelbsucht“ immer auch die Ursache für dieses erhöhte Vorhandensein des gelben Farbstoffs gesucht werden.

Spezielle Diät bei Gelbsucht?

Es gibt unterschiedliche Ausprägungen der Gelbsucht, dementsprechend kann es keine generellen Ernährungsempfehlungen geben. Ein Tipp, den aber alle Patienten berücksichtigen sollten, ist, auf Alkohol zu verzichten. Dies gilt vor allem bei akuter Hepatitis, bis diese ausgeheilt ist. Bei chronischer Hepatitis sollte Alkohol komplett gestrichen werden. Desweiteren ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung sinnvoll: Sie sollte also vitaminreich sein, aus Obst, Gemüse und Vollkornprodukten bestehen. Ob Sie auf Kochsalz oder Eiweiß verzichten bzw. den Konsum einstellen müssen, hängt von der Art Ihrer Erkrankung ab. Sinnvoll ist dies zum Beispiel, wenn bei Ihnen eine Leberzirrhose vorliegt, die schon weit fortgeschritten ist.

Eine Ausnahme besteht bei der nichtalkoholischen Fettleberhepatitis. Ursache dieser ist eine übermäßige Fetteinlagerung: Hier wurde jahrelang zu fett, zu süß und zu viel gegessen, die Bewegung blieb meist auf der Strecke. In diesem Fall wird nicht nur regelmäßige Bewegung empfohlen, sondern auch eine strikte Ernährungsumstellung, um die Erkrankung in den Griff zu bekommen.

Curcumin kann Hepatitis-C-Viren bremsen

Kurkuma ist ein Gewürz, dass in der indischen Küche sehr häufig verwendet wird, in Deutschland aber erst nach und nach in Mode kommt. Dabei wirkt es sich mehrfach positiv auf die Gesundheit aus. Es ist verdauungsfördernd, kann Krebs hemmen und ist nach neuen Erkenntnissen sogar effektiv gegen Hepatits-C-Viren. Das haben Forscher des Zentrums für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung (TWINCORE) herausgefunden. Sie hatten Curcumin, den im Kurkuma enthaltenen gelben Farbstoff, in Zellkulturen überprüft. Dabei fanden sie heraus, dass dieser Stoff dafür verantwortlich ist, dass Hepatitis-C-Viren nicht in Leberzellen gelangen können. Er verändert nämlich die Flexibilität der Virenhülle und macht ein Eindringen so unmöglich. Zudem verringert Curcumin die Wahrscheinlichkeit des Übergangs der Viren von einer Leberzelle zur nächsten.

Getestet haben die Forscher auch, wie Curcumin zusammen mit Arzneien gegen Hepatitis C wirkt. Dabei fanden sie heraus, dass die antivirale Wirkung deutlich stärker war verglichen mit Medikamenten, die ohne diesen Stoff verabreicht wurden. Leider gibt es noch einen Haken: Die Bioverfügbarkeit von Curcumin ist sehr gering. Es wird im Körper rasch abgebaut und kann seine Wirkung daher nur kurz nach der Einnahme entfalten. In Indonesien gibt es daher bereits Forschungen, die zum Ziel haben, Curcumin-Nanokristalle zu entwickeln, die deutlich länger im Körper bleiben als die normalgroßen Partikel.

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Helmut Erb
Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

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