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Erfahren Sie alles zum Thema Hämatom

Ein Hämatom bezeichnet man auch als Bluterguss oder blauen Fleck. Darunter versteht man den Austritt von Blut aus einem verletzten Gefäß in das umliegende Gewebe oder in eine Körperhöhle. Hämatome befinden sich häufig direkt unter der Haut.

Sie entstehen als Folge von stumpfer Gewalteinwirkung oder nach einer Operation. Liegt eine Bluterkrankung vor, treten sie auch ohne Trauma auf.

Blaue Flecken: Schönheitsfehler oder Besorgnis erregend?

Mit zunehmendem Alter wird die Haut dünner, weil die Fettschicht des Unterhautgewebes dünner ist. Diese Schicht schützt die Blutgefäße der Haut vor Verletzungen. Die Blutgefäße werden brüchiger, je älter Sie werden, weil die stützenden Gewebe der Gefäße schwächer werden.

Viel Sonnenlicht schädigt die Haut in ähnlicher Weise wie beim Alterungsprozess und macht sie anfälliger für blaue Flecken.

In manchen Familien treten blaue Flecken häufig auf, manchmal sind sie die Nebenwirkung eines Medikaments. Nur in seltenen Fällen ist die Neigung, leicht blaue Flecken zu bekommen, Symptom eines Vitaminmangels oder einer Störung der Blutgerinnung.

Obwohl ältere Menschen häufiger betroffen sind, gibt es Personen (besonders Frauen) die ihr Leben lang dazu neigen.

Ohne ersichtlichen Grund treten bei diesen gesunden Menschen spontan harmlose blaue Flecken an Oberarmen, Oberschenkeln und Gesäß auf.

Mögliche Konsequenzen

Blutergüsse rufen sowohl starke Schwellungen als auch starke Schmerzen hervor. Sie sind jedoch im Allgemeinen harmlos. Gefährlich werden sie, wenn es sich um Hirnblutungen oder Hämatome innerhalb des Körpers anstatt unter der Haut handelt.

Auch eine Störung der Blutgerinnung durch eine Krankheit oder die Einnahme bestimmter Medikamente ist nicht harmlos.

Ein Hämatom heilt ohne Behandlung innerhalb weniger Wochen vollständig ab. Durch den Abbau der Blutrückstände verändert sich während des Heilungsprozesses die Farbe von Rot über Blau zu Grün und Gelb.

Zur Beschleunigung der Heilung stehen diverse Hausmittel zur Verfügung.

Arztbesuch sinnvoll?

Wenn Sie große oder schmerzhafte blaue Flecken aufweisen, vor allen Dingen wenn Sie nicht wissen, wo sie herkommen, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Mit zunehmendem Alter kommt es nicht selten vor, dass blaue Flecken scheinbar ohne Grund auftreten. Am häufigsten findet man sie an den Armen.

Sie sollten darüber hinaus medizinischen Rat suchen, wenn Sie leicht blaue Flecken bekommen und gleichzeitig außergewöhnliche Blutungen an anderen Stellen haben.

Dazu zählen zum Beispiel Nasen- und Zahnfleischbluten oder wenn Sie nicht dazu neigen, die blauen Flecken dennoch auftreten.

Behandlung von Hämatomen

Das „PECH“-Prinzip bietet einen brauchbaren Leitfaden zur Behandlung von Blutergüssen: Pause, Eiskühlung, Compression (beispielsweise durch das Anlegen eines Verbandes) und Hochlegen.

Dadurch vermindert sich die Blutzufuhr zum verletzten Gewebe zusätzlich.

Entzündungshemmende Salben mit Arnika oder Heparin führen zum schnelleren Abbau des Blutergusses und wirken schmerzlindernd. Arnika als homöopathisches Präparat unterstützt die Heilung des gequetschten Gewebes von innen.

Rohes Fleisch keine Hilfe bei blauem Auge

Was ist eigentlich dran an der Behauptung, dass ein rohes Steak bei einem sogenannten „Veilchen“ hilft? Ergibt es wirklich Sinn, sich ein Stück rohes Fleisch auf ein blaues Auge zu legen? Wir klären auf.

Hierbei handelt es sich um ein Ammenmärchen. Rohes Fleisch – egal, ob Steak oder Kotelett – hilft nicht bei einem blauen Auge. Einzig die Kälte des rohen Fleisches könnte Ihnen Linderung verschaffen. Diese verringert nämlich die Fähigkeit der Nervenfasern, Schmerz zu leiten, so dass Sie weniger Beschwerden haben.

Kühlpad statt Steak – vertrauen Sie uns

Allerdings sollten Sie statt auf ein Steak besser auf ein Kühlpad zurückgreifen, um ihr „Veilchen“ zu kühlen. Denn rohes Fleisch ist nicht frei von Bakterien. Gelangen diese ins Auge, können sie unter Umständen sogar bis zur Erblindung führen.

Und damit hätten Sie dann ja wohl genau das Gegenteil von dem herbeigeführt, was Sie ursprünglich erreichen wollten.

Medikamente verstärken Neigung zu blauen Flecken

Bestimmte Medikamente führen dazu, dass Sie leicht blaue Flecken bekommen. Acetylsalicylsäure (u. a. Aspirin®) beeinträchtigt zum Beispiel die Gerinnungsfähigkeit des Blutes und erhöht dadurch das Risiko für blaue Flecken.

Personen, die eine Langzeittherapie mit Kortikosteroiden machen (z. B. gegen rheumatoide Arthritis oder Asthma), neigen ebenfalls leichter zu blauen Flecken. Steroide und Kortison verdünnen die Haut.

Jedoch überwiegt der Nutzen dieser Medikamente bei Weitem die geringen Nebenwirkungen, wie zum Beispiel die Neigung zu blauen Flecken.

Setzen Sie aus diesem Grund keine Medikamente ohne ärztlichen Rat ab, von denen Sie eine solche Wirkung in Bezug auf blaue Flecken annehmen.

Seien Sie sich bewusst, dass manche Nahrungsergänzungspräparate wie Fischöl, Vitamin E, Knoblauch, Ingwer und Gingko biloba die Entstehung von blauen Flecken fördern können. Das trifft insbesondere zu, wenn Sie gleichzeitig ein blutverdünnendes Medikament nehmen.

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