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Grundlagenwissen zum Thema Hämatom

Ein Hämatom bezeichnet man auch als Bluterguss oder blauen Fleck. Darunter versteht man den Austritt von Blut aus einem verletzten Gefäß in das umliegende Gewebe oder in eine Körperhöhle. Hämatome befinden sich häufig direkt unter der Haut. Sie entstehen als Folge von stumpfer Gewalteinwirkung oder nach einer Operation. Liegt eine Bluterkrankung vor, treten sie auch ohne Trauma auf.

Mögliche Konsequenzen

Blutergüsse rufen sowohl starke Schwellungen als auch starke Schmerzen hervor. Sie sind jedoch im Allgemeinen harmlos. Gefährlich werden sie, wenn es sich um Hirnblutungen oder Hämatome innerhalb des Körpers anstatt unter der Haut handelt. Auch eine Störung der Blutgerinnung durch eine Krankheit oder die Einnahme bestimmter Medikamente ist nicht harmlos.

Ein Hämatom heilt ohne Behandlung innerhalb weniger Wochen vollständig ab. Durch den Abbau der Blutrückstände verändert sich während des Heilungsprozesses die Farbe von Rot über Blau zu Grün und Gelb. Zur Beschleunigung der Heilung stehen diverse Hausmittel zur Verfügung.

Behandlung von Hämatomen

Das „PECH“-Prinzip bietet einen brauchbaren Leitfaden zur Behandlung von Blutergüssen: Pause, Eiskühlung, Compression (beispielsweise durch das Anlegen eines Verbandes) und Hochlegen. Dadurch vermindert sich die Blutzufuhr zum verletzten Gewebe zusätzlich.

Entzündungshemmende Salben mit Arnika oder Heparin führen zum schnelleren Abbau des Blutergusses und wirken schmerzlindernd. Arnika als homöopathisches Präparat unterstützt die Heilung des gequetschten Gewebes von innen.

Medikamente verstärken Neigung zu blauen Flecken

Bestimmte Medikamente führen dazu, dass Sie leicht blaue Flecken bekommen. Acetylsalicylsäure (u. a. Aspirin®) beeinträchtigt zum Beispiel die Gerinnungsfähigkeit des Blutes und erhöht dadurch das Risiko für blaue Flecken. Personen, die eine Langzeittherapie mit Kortikosteroiden machen (z. B. gegen rheumatoide Arthritis oder Asthma), neigen ebenfalls leichter zu blauen Flecken. Steroide und Kortison verdünnen die Haut.

Jedoch überwiegt der Nutzen dieser Medikamente bei Weitem die geringen Nebenwirkungen, wie zum Beispiel die Neigung zu blauen Flecken. Setzen Sie aus diesem Grund keine Medikamente ohne ärztlichen Rat ab, von denen Sie eine solche Wirkung in Bezug auf blaue Flecken annehmen. Seien Sie sich bewusst, dass manche Nahrungsergänzungspräparate wie Fischöl, Vitamin E, Knoblauch, Ingwer und Gingko biloba die Entstehung von blauen Flecken fördern können. Das trifft insbesondere zu, wenn Sie gleichzeitig ein blutverdünnendes Medikament nehmen.

Blauer Fleck am Knie © thongsee - Fotolia

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