Diabetes Mellitus: Niedriger Blutzucker
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Diabetes verursacht einen erhöhten Blutzuckerspiegel. Jedoch kann bei bestimmten Diabetes-therapien auch die Unterzuckerung (Hypoglykämie) ein Grund zur Sorge sein. Bei einer Unterzuckerung fällt der Blutzuckerspiegel auf unter 60 Milligramm pro Deziliter Blut. Das passiert am häufigsten bei Patienten, die Insulin spritzen.
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Allerdings kann Unterzuckerung auch auftreten, wenn Sie:
- Tabletten dafür einnehmen, damit Ihre Bauchspeicheldrüse mehr Insulin freisetzt
- eine Mahlzeit weglassen
- sich beim Sport mehr angestrengt haben als sonst
- die Menge an Insulin oder einer anderen Arznei nicht an einen veränderten Blutzuckerspiegel anpassen
Wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu stark absinkt, können Sie Herzklopfen bekommen, stark schwitzen und zittern, sich schwach fühlen, hungrig oder schwindelig sein oder Ihnen wird übel. Fällt der Blutzuckerwert unter 40 mg/dl werden Sie möglicherweise schläfrig, Ihre Sprache wird undeutlich, Sie fühlen sich verwirrt oder verlieren das Bewusstsein. Ein zu niedriger Blutzuckerspiegel kann tödlich sein.
Um den Zuckerwert im Blut schnell ansteigen zu lassen, essen oder trinken Sie etwas Zuckerhaltiges wie ein Bonbon, Limo, Fruchtsaft oder lutschen Traubenzuckertabletten, die eigens zur Behandlung von Unterzuckerung gedacht sind.
Wenn Sie das Bewusstsein verlieren oder nicht schlucken können, brauchen Sie eine Glukose- oder Glukagoninjektion. Glukagon ist ein Hormon, das den Blutzuckerspiegel anhebt. Wenn Sie Insulin spritzen, sollten Sie immer Glukagon greifbar haben. Stellen Sie sicher, dass Familienmitglieder, Freunde oder Ihre Pflegepersonen wissen, wie Sie Ihnen im Notfall eine Injektion verabreichen können und wissen, dass Sie dann sofort einen Arzt alarmieren müssen.