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WIssenswertes zum Thema Darmdivertikel

Darmdivertikel bezeichnen Aussackungen der Darmwand und gelten als eine typische Zivilisationserscheinung. Als eine der Ursachen für die Ausbildung solcher Darmausstülpungen machte man den Verzehr industriellgefertigter Nahrungsmittel und ein Mangel an Ballaststoffen aus. Bewegungsmangel scheint ebenso eine Rolle zu spielen wie der Missbrauch von Abführmitteln.

Ballaststoffarme Ernährung begünstigt Entstehung

Eine ballaststoffarme Kost mit einem geringen Anteil an Obst, Gemüse und Getreide führt dazu, dass der Körper den Nahrungsbrei zu langsam transportiert und dieser oft zu fest ist.

Um diese feste Masse weiterzuschieben, strengt sich der Darm extrem an. Dabei baut sich Druck auf. Bei zu viel Druck weicht die Darmwand an bestimmten Stellen aus und stülpt sich nach außen. Dies geschieht meist an Stellen, an denen das Bindegewebe schwach ist oder Blutgefäße in die Darmwand einziehen.

Bei Frauen sind das oft Gewebestellen, die durch Schwangerschaften in Mitleidenschaft gezogen sind. In vielen Fällen verursachen die Darmdivertikel keinerlei Symptome. Häufig entdeckt man sie bei routinemäßigen Darmuntersuchungen. Bemerkbar machen sich die Darmdivertikel jedoch des Weiteren durch Bauchweh, Blähungen, unregelmäßigen Stuhlgang, häufigen Stuhldrang und Verstopfung.

Darmdivertikel: Fast immer harmlos

Darmdivertikel sind meist harmlos und verursachen fast nie Beschwerden. Sind sie vorhanden, sollten Sie sich allerdings ballaststoffreich ernähren, viel trinken und sich ausreichend bewegen. So können Sie einer Divertikelkrankheit oder einem Reizdarmsyndrom vorbeugen.

Bei ersterer kommt es zu sehr heftigen Schmerzen, manchmal auch zu regelrechten Schmerzanfällen, ein Reizdarm kann zu Krämpfen, starken Blähungen, häufigen Durchfällen oder Verstopfung führen. Operativ müssen Divertikel nur entfernt werden, wenn sie sich entzünden.

Darmdivertikel können sich entzünden

In rund 20 Prozent aller Fälle entzünden sich die Darmdivertikel und es entwickelt sich eine Divertikulitis, bei der man vor allem einen hohen Blutverlust fürchtet. Bei diesen Symptomen sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen, denn sie sprechen für eine Divertikulitis:

  • plötzlich einsetzende, heftige, kolikartige Schmerzen im Bauch
  • Fieber
  • Übelkeit
  • schmerzende, gespannte Bauchdecke
  • Blut im Stuhl
  • Durchfall
  • Verstopfung

Die Ursache stellen Kotreste dar, die in der Ausstülpung hängen bleiben. Es entstehen Miniverletzungen, durch die Bakterien in benachbarte Gewebeschichten eindringen und dort eine Infektion hervorrufen. In äußerst seltenen Fällen platzt eine solche Ausstülpung dann, sodass Stuhl in die Bauchhöhle gelangt. Das ist lebensgefährlich und erfordert eine sofortige Operation.

Ballaststoffe schützen Sie vor Darmdivertikeln

Als eine der Ursachen für die Ausbildung solcher Ausstülpungen gelten industriell gefertigte Nahrungsmittel und ein Mangel an Ballaststoffen. Auch Bewegungsmangel scheint eine Rolle zu spielen. Eine ballaststoffarme Kost mit einem zu geringen Anteil an Obst und Gemüse führt dazu, dass der Nahrungsbrei zu langsam transportiert wird und oft zu fest ist. Um diese feste Masse weiter zu transportieren, muss sich Ihr Darm extrem anstrengen.

Dabei baut sich Druck auf. Wenn dieser zu groß wird, weicht die Darmwand an bestimmten Stellen aus und stülpt sich nach außen – meist an Stellen, an denen das Bindegewebe schwach ist oder Blutgefäße in die Darmwand einziehen.

In den meisten Fällen verursachen die Divertikel keinerlei Symptome. Häufig werden sie bei routinemäßigen Darmuntersuchungen entdeckt. Bemerkbar machen können sich diese Ausstülpungen jedoch auch durch Bauchweh, Blähungen, unregelmäßigen Stuhlgang, häufigen Stuhldrang und Verstopfung. Wenn Sie anhaltend Beschwerden haben, die auf Divertikel hindeuten, sollte dies natürlich ärztlich abgeklärt werden.

Kleine Veränderung, große Wirkung

Kleine Veränderungen des Lebensstils verhindern unter Umständen das Fortschreiten der Divertikelkrankheit oder das erneute Auftreten einer Divertikulitis. Beginnen Sie mit einer allmählichen Steigerung des Faseranteils in Ihrer Nahrung.

Viel frisches Obst, Gemüse und Vollkornprodukte verleihen dem Nahrungsbrei mehr Volumen und machen ihn weicher, sodass der Körper ihn leichter und schneller durch den Dickdarm transportiert. In der Vergangenheit galten Nahrungsmittel wie Nüsse, Mais und Körner als Auslöser für eine Divertikulitis.

Hören Sie auf Ihren Körper!

Obwohl einige Ärzte zum Verzicht auf diese Lebensmittel raten, existieren kaum handfeste Beweise, die eine solche Empfehlung stützen. Wenn Sie über normale Nahrungsmittel nicht genügend Faserstoffe aufnehmen, integrieren Sie natürliche Faserzusätze in Ihren Speiseplan (z. B. Weizenkleie). Trinken Sie zudem viel, da Ballaststoffe Flüssigkeit absorbieren. Ziel sollte sein, jeden Tag etwa zwei Liter koffeinfreier Getränke zu sich zu nehmen.

Darüber hinaus ist es wichtig, auf die Signale des Körpers zu hören. Darmträgheit führt zu härterem Stuhl, der den Druck im Dickdarm erhöht. Schließlich sollten Sie an den meisten Tagen 30 bis 60 Minuten Bewegung oder Sport einplanen. Regelmäßige körperliche Übungen fördern die Darmtätigkeit.

Bewährter Tee gegen Darmdivertikel

Lassen Sie sich in der Apotheke mischen:

  • 30 g Hibiskusblüten
  • 70 g Schachtelhalmkraut

Zubereitung: Überbrühen Sie zwei Teelöffel der Teemischung mit kochendem Wasser und lassen Sie den Ansatz eine halbe Minute weiterköcheln. Danach zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen. Trinken Sie zweimal täglich zwischen den Mahlzeiten (z. B. um 10 Uhr und 16 Uhr) jeweils eine Tasse frisch zubereiteten Tee (nur geeignet bei nicht-entzündeten Divertikeln).

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