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Reizdarmsyndrom: So werden Sie die Beschwerden endlich los

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was ist ein Reizdarmsyndrom überhaupt?
  2. Typische Reizdarmsymptome
  3. Organisch oder funktionell
  4. Die Ernährungsweise kann Abhilfe schaffen
  5. Vorsicht bei Reizdarm: FODMAP-reiche Lebensmittel
  6. So bleiben möglichst viele gesunde Lebensmittel auf Ihrem Speiseplan
  7. Symptome durch Lebensmittelallergie?
  8. Gehzeit entscheidet über enthaltenen Zucker
  9. Psychische Belastungen

Erschreckend: Hierzulande leidet etwa jeder Zehnte unter dem sogenannten Reizdarmsyndrom. Typisches Merkmal: Seit mindestens drei Monaten haben die betroffenen Menschen mit massiven Darmbeschwerden zu kämpfen.

Menschlicher Darmtrakt - in Illustration hervorgehoben© Sebastian Kaulitzki - Fotolia

Was ist ein Reizdarmsyndrom überhaupt?

Das Reizdarmsyndrom ist eine der häufigsten Magen-Darm-Erkrankungen. Allerdings kann sie nicht direkt erkannt werden. Vielmehr stellt „Reizdarm“ eine Ausschlussdiagnose dar: Es kann keine andere Erkrankung festgestellt werden, die zu den unangenehmen Symptomen führt.

Bauchkrämpfe, Verstopfung und Durchfall lassen sich dann mit nichts anderem begründen. Häufig tritt die Erkrankung zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf, dabei sind Frauen doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Reizdarmpatienten müssen extrem aufpassen, was sie zu sich nehmen, denn falsch ausgewählte Lebensmittel können die unangenehmen Symptome deutlich verschlimmern. Brot steht für die meisten Menschen, die unter Reizdarm leiden, ganz oben auf der Liste der verbotenen Lebensmittel.

Typische Reizdarmsymptome

  • Bauchschmerzen
  • Blähungen, Völlegefühl
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Blähbauch
  • Schleimbeimengungen im Stuhl
  • begleitende Beschwerden (Depressionen oder Schlafstörungen)

Die Symptome verstärken sich bei Stress oder Trauer. Deshalb sollten Sie als Betroffener zunächst einmal für Entspannung sorgen: Verfahren wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder auch Yoga helfen die Beschwerden zu lindern. Besuchen Sie entsprechende Kurse beispielsweise in Volkshochschulen; zehn Übungsstunden kosten etwa 60 Euro.

Essen, Hilfe!

Die unangenehmen Symptome funktioneller Verdauungsbeschwerden treten in der überwiegenden Zahl der Fälle bei und nach den Mahlzeiten auf. Weswegen so mancher Betroffene erheblich leidet, schließlich „Halten Essen und Trinken Leib und Seele zusammen“. Bereitet die Verdauung wiederholt Probleme, vergeht einem logischerweise der Appetit und damit ein großer Teil an Lebensfreude.

Organisch oder funktionell

Bei Beschwerden mit der Verdauung gibt es solche, denen organische Schäden zugrunde liegen. Dazu gehören unter anderem Magenschleimhautentzündungen, Magengeschwüre, chronische Darmentzündungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sowie Magen- und Darmkrebs.

Daneben gibt es Verdauungsstörungen, bei denen sich keine organischen Ursachen finden lassen. Selbst bei genauer Spurensuche mit modernen Diagnosemethoden fehlt der Hinweis auf krankhafte Veränderungen in den Verdauungsorganen, welche die Beschwerden mit ausreichender Wahrscheinlichkeit erklären können.

Entsprechend heißen diese Beschwerden „funktionelle“ Verdauungsstörungen, denn das bedeutet „ohne eine erkennbare organische Ursache“. Die Einführung dieses Begriffs war der längst fällige Ausweg aus dem Dilemma, in dem so viele Menschen mit funktionellen Verdauungsbeschwerden stecken: kein organischer Befund, aber dennoch krank.

Etabliert wurde „funktionell“ im Rahmen einer medizinischen Konferenz von Gastroenterologen im Jahr 2006 in Rom. In den sogenannten Rom-III-Kriterien ist genau festgehalten, was „funktionelle Verdauungsstörun- gen“ medizinisch sind und welche Ursachen sie haben können.

Damit war endlich klar gestellt, dass auch andere Faktoren als organische Schäden zu Beschwerden mit der Verdauung führen können. Häufige funktionelle Verdauungsstörungen sind unter anderem Verstopfung, Blähungen, Durchfall sowie ein Reizdarm und ein Reizmagen.

Lassen Sie zunächst andere Ursachen ausschließen

Besprechen Sie sich außerdem mit Ihrem Hausarzt: Damit dieser die Diagnose „Reizdarm“ stellen kann, sollten zunächst andere Ursachen für die Symptome ausgeschlossen werden. Der Arzt muss beispielsweise herausfinden, ob möglicherweise eine Entzündung Ursache des Problems ist.

Denn chronische Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa), aber auch Milchzuckerunverträglichkeiten, Magen-Darm-Infektionen oder Darmkrebs können ähnliche Symptome hervorrufen.

Die konventionelle Therapie des Reizdarmsyndroms ist darauf ausgerichtet, die Symptome zu lindern. Der Arzt verschreibt Ihnen beispielsweise Abführmittel, wenn eine Verstopfung vorliegt. Oder er setzt Mittel gegen Durchfall ein, falls dies das vorherrschende Problem ist.


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Der Arzneistoff Loperamid beispielsweise wirkt lokal im Darm und stellt dort die Muskulatur ruhig. Der Stuhl verweilt dadurch länger im Dickdarm, ihm wird dabei Flüssigkeit entzogen. Der Durchfall bleibt aus. Der Nachteil dieser Therapieverfahren: Der eigentlichen Ursache des Reizdarms wird nicht auf den Grund gegangen.

Die Ernährungsweise kann Abhilfe schaffen

Das könnte sich jetzt ändern: Offenbar lässt sich mit einer bewussten Ernährung den Beschwerden gezielt entgegenwirken, wie Wissenschaftler der Universität Melbourne herausfanden. Demnach sind FODMAPs für das Reizdarmsyndrom verantwortlich.

FODMAP ist die Abkürzung für “Fermentierbare Oligo-, Di-, Monosaccaride und Polyole“. Gemeint sind Mehrfach-, Zweifach- und Einfachzucker sowie mehrwertige Alkohole, die in zahlreichen Lebensmitteln stecken.

Häufige FODMAPs

  • Fruktose (in Obst und Gemüse)
  • Galaktose (in einigen Gemüsesorten)
  • Fruktane (in einigen Gemüsesorten, Roggen – oder Weizengebäck)
  • Saccharose (z. B. in Roggen- oder Weizenprodukten)
  • Laktose (in Kuh-Milchprodukten)
  • Polyole (Zuckeralkohole in Früchten oder Süßstoff)

Ernährungswissenschaftler nehmen an, dass es zu den typischen Reizdarmbeschwerden kommt, weil FODMAPs im Dünndarm schlecht verarbeitet werden. Die Folge: Die Verbindungen wandern in den Dickdarm, wo einige FODMAPs (z. B. Zuckeralkohole) von Darmbakterien fermentiert, also vergärt werden.

Als Nebenprodukt dieses Gärungsprozesses entstehen Gase, die Blähungen verursachen. Andere FODMAPs wiederum, wie beispielsweise Fruktose, ziehen Wasser in den Darm. Dadurch verflüssigt der Stuhl und es kommt zu Durchfall.

Vorsicht bei Reizdarm: FODMAP-reiche Lebensmittel

  • Obst und Obstsäfte: Apfel, Kirsche, Traube, Guave, Litschi, Mango, Melone (Honigmelone und Wassermelone), Orange, Birne, Dattel, Ananas, Quitte, Blaubeere, Himbeere
  • verarbeitetes Obst: Grillsoße, Chutney, Dosenfrüchte, Konserven (häufig in Birnensaft), Pflaumensoße, süßsaure Soße, Tomatenmark
  • Gemüse: Artischocke, Spargel, Bohnen, Broccoli, Kohl, Chicorée, Lauch, Zwiebel, Erdnüsse, Tomaten, Zucchini, Linsen
  • Getreideprodukte: Gerste, Roggen, Weizen
  • (Kuh-)milchprodukte: Milch, Buttermilch, Frischkäse, Hüttenkäse, Joghurt, Sahne Sauerrahm
  • weitere Lebensmittel: Diätprodukte mit Süßstoff, Honig, Maissirup, Vollmilchschokolade, Cashewkerne, Pistazien, Bier (mehr als 1 Glas), Wein, Schaumwein

Fruktose ist Bestandteil zahlreicher Obst- und Gemüsesorten. Interessanterweise haben Früchte unterschiedliche Fruktosegehalte und werden deshalb von Reizdarmbetroffenen unterschiedlich gut vertragen.

Mandarinen und Nektarinen enthalten vergleichsweise wenig Fruktose, genauso wie auch Avocado oder Papaya. Laktose wiederum ist als Kohlenhydrat in Kuhmilchprodukten zu finden. Greifen Sie zu laktosefreien Alternativen, dann reduzieren Sie Ihre FODMAP-Aufnahme.

Studie bestätigt Wirksamkeit

Das Prinzip hat sich bereits in wissenschaftlichen Studien als wirksam erwiesen. Forscher der Universität von Melbourne stellten 2014 fest, dass sich Reizdarmsymptome durch eine FODMAP-arme Ernährungsweise reduzieren lassen:

Insgesamt 30 Reizdarmpatienten ernährten sich im Rahmen einer Studie entweder auf die herkömmliche Weise (Kontrollgruppe) oder nahmen eine FODMAP-arme Ernährung ein (weniger als 0,5 Gramm FODMAP pro Mahlzeit). Nach drei Wochen waren die Reizdarmbeschwerden in der FODMAP-Gruppe gegenüber der herkömmlichen Ernährung um etwa 50 Prozent verringert.

Genauer gesagt, in einer Skala, die Intensivität und Häufigkeit der Beschwerden anhand einer Befragung beurteilt, lagen die Patienten der FODMAP-armen Ernährung bei lediglich 22,8 Skala-Punkten. Die Probanden der Kontrollgruppe lagen mit 44,9 Punkten deutlich darüber.

So bleiben möglichst viele gesunde Lebensmittel auf Ihrem Speiseplan

Leiden Sie also unter Reizdarmbeschwerden, dann testen Sie die FODMAP-arme Ernährungsweise. Damit Sie als Reizdarmbetroffener möglichst wenig Nahrungsmittel, insbesondere gesundes Obst und Gemüse, von Ihrem Speiseplan dauerhaft verbannen müssen, empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  • Essen Sie für sechs bis acht Wochen zunächst keine FODMAP-reichen Nahrungsmittel.
  • Anschließend beginnen Sie Stück für Stück, FODMAP-Reiches wieder in Ihren Speiseplan einzubauen: Notieren Sie in einem Tagebuch, bei welchen Lebensmitteln Ihr Körper mit Beschwerden reagiert. Nur diese Speisen sollten Sie dauerhaft meiden.
  • Nehmen Sie sich Zeit für den Test: Hören Sie genau auf Ihren Körper. Manchmal kann es Stunden oder gar einen Tag dauern bis Sie eine Wirkung beobachten.

Letztendlich geht es darum, dass Sie Ihren Ernährungsplan so zusammenstellen, dass Sie mit möglichst wenigen Einschränkungen beschwerdefrei leben können. Der Aufwand lohnt sich. Gastroenterologen berichten von Erfolgen: Demnach helfe die FODMAP-bewusste Ernährungsweise etwa 70 Prozent aller Reizdarm-Patienten und das ohne Medikamente und vollkommen nebenwirkungsfrei.

Symptome durch Lebensmittelallergie?

Menschen, die unter einem Reizdarmsyndrom leiden, sind oft der Meinung, dass ihre Beschwerden daher rühren, dass sie bestimmte Lebensmittel nicht vertragen und eine Allergie die Symptome verursacht.

Bisher waren Wissenschaftler dieser Theorie eher abgeneigt; immerhin sind, so dachte man, nur 5 Prozent aller Menschen allergisch auf Lebensmittel. Stattdessen war man der Meinung, dass der Reizdarm durch Fehler in den Nervensignalen hervorgerufen würden, die zwischen Gehirn und Verdauungstrakt gesendet werden.


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Diese Lebensmittel sollten Sie dann meiden . . .

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Wissenschaftler des St. George’s Hospital in London haben jetzt herausgefunden, dass ein Reizdarmsyndrom durchaus durch eine Lebensmittelallergie verursacht werden kann.

Die Forscher untersuchten Blut der Patienten und fanden heraus, dass Menschen, die unter einem Reizdarm leiden, verstärkt Antikörper gegen Weizen, Schwein, Rind und Soja im Blut haben. Aus persönlichen Erfahrungen konnten die Testpersonen berichten, dass ein Verzicht auf Lebensmittel, die solche Komponenten enthalten, auch die Symptome lindert.

Natürlich kann ein Reizdarmsyndrom bei Ihnen auf einer Unverträglichkeit anderer Lebensmittel beruhen. Aber da die Testpersonen überwiegend die oben genannten Antikörper gebildet haben, sollten Sie diese Lebensmittel einmal weglassen. Vielleicht lindert das ja auch Ihre Beschwerden.

Ist das Getreide schuld?

Bisher war man immer davon ausgegangen, dass es an der Getreidesorte liegt, welches Brot vertragen wird. Denn viele Reizdarmpatienten berichten, dass sie „Urgetreide“ deutlich besser vertragen. Dazu gehören zum Beispiel Dinkel oder Durum.

Allerdings haben Forscher der Universität Hohenheim herausgefunden, dass die Verträglichkeit von Brot und Gebäck gar nicht davon abhängt, ob es aus einer „neuen“ oder einer „alten“ Getreidesorte hergestellt wurde. Probleme bereiten bestimmte Zuckermoleküle, die im Brot enthalten sind, die FODMAPs.

Diese Zuckermoleküle sind kurzkettig und sind so kurz, dass sie im Dünndarm nicht gut aufgenommen werden können. Sie rutschen dann weiter in den Dickdarm, sind aber noch nicht verdaut. Dort werden Bakterien aktiv und bauen diese Zuckermoleküle ab.

Die Folge dieser Abbauprozesse sind Gase, die dann zu den unangenehmen Reizdarmsymptomen führen. Erstaunlich ist: Im Urgetreide sind auch FODMAPs enthalten. Zwar weniger als in unserem heutigen Getreide, aber doch so viel, dass es eigentlich zu Symptomen kommen muss. Warum vertragen Reizdarmpatienten das Gebäck aus diesen Getreidesorten dann so viel besser?

Gehzeit entscheidet über enthaltenen Zucker

Die Forscher gingen dieser Frage nach und analysierten die Menge der FODMAPs in unterschiedlichsten Getreidesorten zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Der Teig wurde nach einer, zwei, vier und viereinhalb Stunden Gehzeit getestet.

Es zeigte sich: Je länger ein Teig gehen durfte, desto weniger Zuckermoleküle waren enthalten. Wurde der Teig nach einer Stunde Gehzeit mit dem Teig nach viereinhalb Gehzeit verglichen, dann enthielt letzterer nur noch 10 Prozent der FODMAPs.

Urgetreide wird in der Regel nur von Bäckern verarbeitet, die noch traditionell backen und keine Backmischungen bzw. Fertigrohlinge nutzen. Dieses traditionelle Backen beinhaltet auch lange Gehzeiten der Teige. Bis zum Backen sind dann die FODMAPs abgebaut.

Theoretisch könnten Sie also auch Brot aus den „neuen“ Getreidesorten essen, wenn es traditionell mit langer Gehzeit hergestellt wurde. Verzichten Sie also, wenn Sie unter Reizdarm leiden, auf Gebackenes aus den Brotautomaten im Supermarkt.

Suchen Sie sich einen kleinen Einzelbäcker, in vielen Fällen wird hier noch traditionell gebacken, und fragen Sie nach der Gehzeit. Alternativ bietet sich natürlich auch das Selbstbacken an.

Psychische Belastungen

Mit ganz oben auf der Liste der möglichen Auslöser für Verdauungsbeschwerden steht alles, was die Psyche belastet. Ebenso wie bei der Ernährung gibt es auch hier eine große Palette an möglichen Kandidaten. Einer der bedeutsamsten ist Stress, zumal wenn er anhaltend ist.

Daran, wie schädlich das vielleicht unangenehmste Zeichen unserer Zeit ist, lassen die Ergebnisse zahlreicher Studien keinen Zweifel mehr: Stress kann krank machen, schnell und auf direktem Weg.

Wird das Nervensystem permanent überreizt und läuft die Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin & Co. ständig auf Hochtouren, mündet das sehr bald in Beschwerden auf körperlicher Ebene; auf seelischer sowieso.

Zahllose Gastroenterologen wissen aus ihrer Praxis zu bestätigen, wie viele Fälle von Verdauungsstörungen wie unter anderem ein Reizmagen durch anhaltenden Stress und dessen prekäre Folgen verursacht sind. Inzwischen ist der Zusammenhang von Stress und Problemen im Verdauungssystem auch wissenschaftlich erwiesen.

Ebenso gehen einige Experten davon aus, dass Belastung durch Stress die Nerven im Bereich von Magen und Darm übermäßig empfindlich macht. Dann wird jedweder Reiz stärker als normal wahrgenommen, und die Verdauung ist anfälliger dagegen.

Natürlich lasten auch ungelöste Konflikte, einerlei ob im Privatleben oder im Beruf, auf den Funktionen der Verdauungsorgane. Das Gleiche gilt für Ängste und psychische Erkrankungen wie vor allem Depressionen. Hier ist es besonders eklatant, wie eng Psyche und Verdauung miteinander verwoben sind.

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Dr. Martina Hahn-Hübner
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